Beiträge von AlterEgo

    Hallo,


    ein einzelner erniedrigter Wert beim Pulsoxymeter ist für mich nicht gleichbedeutend mit einer respiratorischen Insuffizienz. Es gibt mannigfaltige Ursachen für einen schlechten Wert der peripheren Sauerstoffsättigung (Fehllage Pulsoxymeter, Hauterkrankung (trocken, fettig, feucht), Duchblutungsstörung/Verletzung/Erkrankung des Armes oder der Hand) ohne dass die Lunge und der Respirationstrakt dafür verantwortlich sind. Ein klinischer Zusammenhang muss also bestehen. Eine routinemäßig beim Pflegedurchgang (Puls, Temperatur, Blutdruck...) durchgeführte Messung mit Feststellung eines pathologischen Wertes aus dem Zusammenhang gerissen und ohne weitere Maßnahmen wäre also nicht ausreichend.


    Nach DKR D003 muss gelten: "Für Kodierungszwecke müssen Nebendiagnosen als Krankheiten interpretiert werden". Eine Beschreibung des klinischen Zustandes und entsprechende Reaktion (ärztlich oder pflegerisch) wäre daher erforderlich. Frage dabei auch: Wer darf dabei den Befund als "Krankheit" interpretieren? Nur ein Arzt?


    Nebenbei: Sollte die Kodierung J96.00 "inflationär" benutzt werden, wird es zu einer Abwertung wie schon bei der Hypokaliämie kommen. Damit wären wirklich respiratorisch eingeschränkte Personen im DRG-System wieder schlechter abbildbar.


    MfG und eine schöne Woche


    AlterEgo

    Hallo,

    ich habe eine Frage zum Thema der Hypofibrinogenämie.

    Die Diagnose D65.0 befindet sich im Kapitel D65.ff Dissiminierte intravasale Gerinnung (Defibrinationssyndrom).
    Kann ein nur erniedrigter Laborwerert ohne die klinische Symptomatik für die Kodierung einer eigentlich so schweren Erkrankung ausreichend sein?

    MFG AlterEgo

    Hallo,

    aus einem geriatrischen Brief, wohl auch mit Spracherkennung geschrieben:


    "...Bei Übernahme in die Geriatrie wurde ein Aufnahme SS-Männer durchgeführt. ..." Komisch, dass die Spracherkennung Assessment nicht erkennt.


    VG

    Hallo riol,


    wenn in der letzten Operation ausschließlich Haut und Unterhaut (also keine Faszie, kein Peritoneum) verschlossen wurde, ist ein Kode aus dem Kapitel Haut 5-900.ff "Einfache Wiederherstellung der Oberflächenkontinuität an haut und Unterhaut" zu verwenden, da tiefere Schichten operativ in der zuletzt durchgeführten Operation nicht angegangen wurden.


    Der OPS 5-545.ff lautet in der Kapitelüberschrift "Verschluss von Bauchwand und Peritoneum", beinhaltet also die Bauchwand als ganzes.


    Falls hier nach mehrfachen "temporären Bauchdeckenverschlüssen" (OPS5-541.4) bei abdominellem VAC ein definitever Bauchdeckenverschluss erfolgte, wäre sonst auch der OPS 5-545.1 denkbar (auch nur bei Verschluss der ganzen bauchwand).


    Es scheint aber laut Ihrer Angabe "Vicrylnetz als Faszienersatz" der Fall zu sein, dass der Bauchdeckenverschluss auf Faszienniveau schon zuvor erfolgt ist. Wurde in der vorherigen Operation schon ein OPS aus dem Kapitel 5-546.2 "Plastische Rekonstruktion der Bauchwand" verwendet? Weitere Informationen zu den durchgeführten Operationen wären hilfreich. Für eine resultierende DRG (z.B. VAC-DRG G35Z) sind häufig die Anzahl und das Ausmaß der Operationen entscheidend.


    MfG AlterEgo

    Hallo merguet,


    sollte die Sepsis als Nebendiagnose kodiert werden, steht eine Information hierzu in der DKR D003:

    "...Für Kodierungszwecke müssen Nebendiagnosen als Krankheiten interpretiert werden..."

    Die Situation muss also als Krankheit festgestellt und interpretiert werden und dies ist Aufgabe der behandelnden Ärzte.


    MfG

    AlterEgo

    Hallo Pseudo,

    das müsste die D68.5 (Primäre Thrombophilie) sein. Hier sind als Inklusivum Mangel an: Antithrombin-, Protein-C-, Protein-S-; Prothrombin-Gen-Mutation und Resistenz gegen aktiviertes Protein C (Faktor-V-Leiden Mutation) aufgeführt.

    VG

    AlterEgo