Beiträge von AlterEgo

    Guten Morgen,

    Da muss ich widersprechen. Eine Rissverletzung, die in der Notaufnahme versorgt wird, muss (auch wenn eine kleine Arterie umstochen wird) nicht unbedingt zu einer stationären Aufnahme führen.

    Der Aufnahmeanlass war damit die Schädelprellung/des Schädelhirntrauma zur weiteren neurologischen Überwachung. Diese ist Überwachung ist personalintensiv.

    Bei konkurrierenden Hauptdiagnosen ist diejenige zu wählen, die den größeren Ressourcenverbrauch benötigte. Dass die Wunde in der Notaufnahme versorgt wurde und nicht im OP Trakt spricht für einen geringeren Ressourcenverbrauch. Häufig sind diese Wunden in wenigen Minuten zu versorgen. Die Schädelprellung hingegen muss über 24 Stunden in kurzfristigen Abständen neurologisch überwacht werden, bedeutet also mehr Aufwand.

    MfG, AlterEgo

    Hallo Herr Wegmann,

    nach DKR P001 sind alle Teilschritte im Rahmen der monokausalen Kodierung inkludiert.

    "Normalerweise ist eine Prozedur vollständig mit all ihren Komponenten, wie z.B. Vorbereitung, Lagerung, Anästhesie, Zugang, Naht, usw., in einem Kode abgebildet (siehe Beispiel 1 und 2). Abweichungen davon sind in den Hinweisen beschrieben."

    Die Blutstillung im Resektionsareal ist bei einer transurethralen Resektion regelhaft durchzuführen, auch wenn dies unterschiedlich aufwendig sein kann. Eine Abweichung ist in den Hinweisen bei transurethraler Exzision Harnblase nicht beschrieben.

    MfG, AlterEgo

    Hallo,

    der SOFA-Score bewertet die Funktion von sechs Organsystemen detailliert, der qSOFA-Score everwendet nur drei einfachere Kriterien. Der SOFA wird daher in der Intensivmedizin eingesetzt und erfordert u.a. auch Laborwerte. Der qSOFA wurde für den Einsatz in der Notfallmedizin entwickelt (nur klinische Parameter benötigt), um so das Risiko für eine Sepsis schneller abschätzen zu können.

    Der qSOFA ist damit nur als Screening für ein Sepsisrisiko anzusehen.

    MfG, AlterEgo

    Hallo,

    eine Anastomose ist bei einer Darmresektion (hier 5-454.10) bereits enthalten. Unter dem OPS ist als Inklusivum angegeben: Inkl. Rekonstruktion.

    Eine Bypassanastomose ist auch etwas anderes: Hier wird kein Darm reseziert, sondern ein Darmabschnitt aus der Darmkontinuität herausgenommen und durch eine Anastomose von einem davor liegenden und einem danach liegenden Darmabschnitt ausgeschaltet. Dies kann erforderlich werden, wenn Darm durch einen Tumor so stark befallen ist, dass ein Ileus besteht/droht und der Tumor so ausgedehnt ist, dass der Darmabschnitt nicht reseziert werden kann.

    MfG AlterEgo

    Hallo,

    natürlich ist eine empirische Gabe möglich (ggf. mit Deeskalation bei Erhalt der mikrobiologischen Befunde).

    Laut Anwendungshinweis besteht für Caspofungin (ohne Pilznachweis) die Indikation als "Empirische Therapie bei Verdacht auf Infektionen durch Pilze (wie Candida oder Aspergillus) bei erwachsenen oder pädiatrischen Patienten mit Fieber und Neutropenie.".

    Liegen kein Fieber oder Neutropenie vor, dann also nicht.

    MfG

    AlterEgo

    Hallo,

    das Problem ist ja häufig, dass im OP-Bericht bei der Inspektion der Bauchhöhle nichts von Perforation drinsteht und dann die Appendix entfernt wird.

    Häufig wird die Appendix dabei nicht unbedingt "sanft" angefasst (Zange quetscht, zerrt und reißt). Beim Pathologen kommt dann ein etwas ramponiertes Präparat an und eine Perforation beschrieben. Ist dann die Kodierung "mit Perforation" zulässig?

    VG

    AlterEgo

    Hallo,

    wenn aus einem "größeren" Befund ein repräsentativer Teil entfernt wird (hier "markstctückgroß"), um histologisch die Dignität zu klären, dann handelt es sich doch eher um eine Probeexzision. Es war ja nicht intendiert, den pathologisch veränderten Anteil der Pleura ("unklarer Herd rechts dorso-paravertebral im Bereich") zu entfernen.

    MfG, AlterEgo