Beiträge von J. Westphal

    Hallo Pseudo,


    ich schließe mich auch Findus und Herrn Breitmeier an bzgl T84.5. Sollte die Wunde jedoch, auch wenn typischerweise mit Keimen besiedelt, zusätzlich gereinigt worden sein, um sie zu entkeimen oder mit antiseptischen Wundauflagen behandelt, würde ich auch eher zur T81.4 tendieren als zur T81.8.

    Der Patient wird drei Monate nach Hüft-TEP mit einer persistierenden Fistel bei chronischem Wundinfekt (Nachweis Enterobakterien und Streptokokken) stationär aufgenommen

    Allerdings hast du auch dies hier selbst geschrieben "Chronischer Wundinfekt"

    Die Sekundärheilung also Nahtdehiszenz bei Multimorbiden Pat. wie oben beschrieben wäre die T81.3.


    VLG

    Hallo Merguet,


    deine Frage ist wirklich gut!!!

    Ich betrachte es prinzipiell wie du. Ein spezifischer Code ist immer einem T-Code als HD vorzuziehen. Ist i.d.R. schlechter für das KH und besser für den MDK. Finde ich auch nicht immer gut, ist aber so.

    Die Frage ist, ob die pAVK nicht nach der Amputation behoben sein sollte, bzw. sollte sie so weit behoben sein, dass die Gefäße, die ein Gängrän machen nicht mehr da sind bzw. so behandelt, dass sie ein gute Perfusion gewährleisten. Ja, ich weiß chronisch usw.- aber kein Operateur würde ja die Gefäße distal der Engstellen verschließen (denke ich). Und ja, die Stadien können durch die chronische Erkrankung immer wieder zu einer Verschlechterung führen! Frage, ist im Duplex ein Progress zu sehen, bzw. liegt hier eine Perfusionsstörung durch die pAVK vor oder eher als Komplikation nach einer OP?

    Ich denke diese Frage kann dir definitiv ein Gefäßchirurg beantworten!

    In diesem Fall würde ich aber auch auf die I70.25 bestehen, da ja die andere Seite auch betroffen und die verzögerte Wundheilung durch die pAVK begründet scheinen!


    Mein Beispiel:

    Ein Pat. mit einem Herzschrittmacher wegen eines AV-Blocks kommt mit Synkope wegen AV-Block bei Sondensislokation:

    Hier ist auch die T82.1 und nicht der wieder aufgetretene AV-Block meine HD. (und der AV-Block ist auch definitiv chronisch und viel spezifischer, aber eben behandelt, ich meine okay der Mehraufwand liegt ja hier auch in der Korrektur und ich könnte es auch so von der Seite her betrachten ...)


    Oh je... ich glaube, jetzt habe ich nur mir geholfen und dir nicht!


    VG

    Hallo,


    ich möchte kurz zur Z92.2 diesen Hinweis geben: Hämorrhagische Diathese durch Thrombozytenaggregationshemmer D69.80.

    Bei Hämorrhagische Diathese durch Antikoagulanzien und Antikörper unter D68.3- fällt zum Beispiel Xarelto (D68.35...hier gibt es ja gar keine andere Möglichkeit als das ganze zu pausieren - "Dabigatran, Rivaroxaban (Xarelto), Edoxaban und Apixaban (Eliquis) zählen zu den nicht-Vitamin-K-antagonistischen oralen Antikoagulanzien (NOAK), die auch als direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) bezeichnet werden. Sie alle hatten bis 2015 (nicht nur) eine Gemeinsamkeit: Es gab kein zugelassenes Antidot, das man bei bedrohlichen Blutungen hätte einsetzen können."(s. Artikel DAZ.Online vom 4.3.19) Mittlerweile gibt es bis auf Edoxaban passende Antidote für die anderen OAKs, allerdings sind diese auch nicht immer ziehlführend- je nach stärke der Blutung und Komorbidität- und werden stets mit großem Bedacht angewendet!


    Aber wie verhält es sich denn bei Ihnen mit der Kodierung der D68.4. Ich muss zugeben, dieser ICD lässt meinen Kopf immer auf den

    Hier kann ich leider auch nur auf die KDE-316 verweisen mit der Empfehlung der SEG4 und dem Konsens des FoKa.


    Da ich jedoch kein Hämatologe bin, ist das auch nur ein Sammelsorium bei mir .


    VG

    Hallo,


    für die Palliativmedizinische Komplexbehandlung 8-982.- ist viel von Bedeutung. Dies ist auch genau im OPS-Katalog definiert.

    PBA, FA mit Weiterbildung Palliativmedizin, Multiprofessionelle Teambesprechung, Palliativpflegekräfte (SD, Logo,Ergo...).

    Für den OPS 8-98e ist noch zusätzlich die getrennte Palliativeinheit mit mind. 5Betten und noch vielen weiteren Kriterien gegeben.

    Anhand der gegeben Infos, kann ich leider nicht beurteilen, welcher OPS für dich in Frage kommt.


    VG

    Hallo,


    ich schließe hier mal meine Frage an (bitte keine Kommentare über Richtigkeit des Verfahrens!):

    Pat. mit hämorrhagischer Perikardtamponade. In dem Zusammenhang sofortige Transfusion des ablaufenden Blutes ohne Cell-Safer.

    Ist das eine Eigenblutspende im Sinne 8-803.0? Habe dazu keinen Hinweis gefunden, dass er nicht verwendet werden könnte.


    VG

    Guten Morgen,


    Vielen Dank für die Rückmeldung. Ich habe es genauso auch abgebildet. "Trick 17"...alles was nicht anders abgebildet werden kann bekommt ein "x". Schade...


    VG, JW

    Hallo,


    ich schließe meine Frage mal an dieses Thema an, der Patient hat eine "selektive Lyse im Perikardraum" über eine perkutane Perikardpunktionsdrainage bekommen. Alles mega spannend bei dem Fall (ich bitte Diskussionen über Sinn oder Unsinn einer Therapie wegzulassen).

    Nun stehe ich über dem Problem, wie bilde ich DAS ab!?!? Es ist KEINE transluminale Katheterisierung.


    Ich freue mich auf eure Antworten.


    VG

    Hallo Mediako,


    diese Frage hat sich mir auch gestellt. Und ehrlich gesagt hatte ich die Frage zuerst nicht richtig verstanden.Vielleicht hilft dir das, ich habe vorher mal in einer Endoskopie gearbeitet.

    Unter dem Kapitel "Operationen am Verdauungstrakt (5-42...5.54)" im OPS Katalog steht, dass die Anwendung der Technik gesondert anzugeben ist. D.h. im Rahmen der Angabe von 5-549.2 bräuchtest du zum Beispiel noch den 5-984 mikrochirurgische Technik.

    Wenn es im Rahmen einer US-gestützten Punktion erfolgte wird es wohl bei der 8-148.0 bleiben. So denke ich. Den 5-er OPS konnten wir auch nur dann verwenden, wenn explizit endoskopisch als OPS hinterlegt

    Bsp. 5-526.1 gegenüber 5-529.1. Inzision der Papille (Papillotomie) einmal endoskopisch und einmal chirurgisch. Das eine ist im Rahmen der ERC, das andere im Rahmen eines Chirurg. Eingriffs.


    Ich hoffe, das ist richtig so.


    VG