Beiträge von TiBo

    Guten Tag,


    wie ist denn § 9 Abs. 6 zu verstehen? Muss man jetzt im Rahmen des Erörterungsverfahrens die komplette Patientenakte, die man dem MDK zur Verfügung gestellt hat der Kasse zukommen lassen?


    ...Grundlage des EV sind sämtliche erforderliche Daten [...] einschließlich aller der vom MD beim Krankenhaus erhobenen Daten [...] Die Parteien stellen sicher, dass [...] erforderliche Unterlagen spätestens 4 Wochen nach Mitteilung [...] der anderen Partei vorliegen...


    Da frage ich mich jetzt zwei Sachen:


    1. Muss ich das wirklich so verstehen, dass ich dann zukünftig im Erörterungsverfahren mit den Sachbearbeitern der Kasse(n) die Patientenakte durchgehe und dann darüber diskutiere warum ich den Fall anders sehe als der MD?! Wenn ich mir überlege, dass ich bisher bei einem Falldialog am Telefon kaum was über den Patienten sagen darf, ohne mich datenschutzechtlich auf sehr dünnes Eis zu begeben, ist das ein doch recht deutlicher Unterschied. Datenschutz (von Mitarbeitern und Patienten) scheint im Krankenhaus aktuell nicht mehr so wichtig zu sein, habe ich das Gefühl.


    2. Wenn das tatsächlich so ist, muss ich die Unterlagen an die Kasse schicken, oder kann man vielleicht davon ausgehen, dass diese sie vom MD bekommt? Sonst fange ich also demnächst wieder an die Patientenakten auszudrucken, weil die Kassen ja (noch) kein Leistungserbringerportal haben?! Aber das wird bis 01.01.2022 bestimmt fertig sein. Ich lasse im Wirtschaftsplan schon mal vorsichtshalber mein Kopierbudget wieder aufstocken. :)


    Gruß

    Hallo zusammen,


    ich hole das Thema einfach noch mal hoch. Scheinbar sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht und die Antwort ist so offensichtlich, das keiner antwortet. Oder ich übersehe etwas. Ich bitte das zu entschuldigen.


    Vielleicht mag mir aber doch einer sagen, wie sie oder er mit der Essensbegleitung bei anorektischen Patienten umgeht? Im Zweifel auch einfach per P.M.


    Gruß

    Guten Morgen zusammen,


    auch von mir eine Frage: Was versteht der MD unter "mehrere"? Wenn ich es richtig sehe, steht bei allen/vielen Kodes der nette Satz:


    "Für alle personengebundenen Qualifikationen und obligatorisch anzuwendenden Pflege-/Therapiebereiche sind mehrere mitarbeitende Personen namentlich aufzuführen.".


    Was soll denn jetzt mehrere heißen? Zwei Mitarbeiter pro Pflege-/Therapiebereich wären ja schon mehrere. Klar wäre das Blödsinn, aber ich kann mit der Formulierung nichts anfangen. Wird das bei der Unterlagenanforderung (hat schon jemand eine?) dann präzisiert, oder kann man sich aussuchen, ob die Unterlagen für alle Mitarbeiter eingereicht werden oder möglicherweise gegriffene 10 Personen oder vielleicht alle die auf dem ebenfalls eingereichten Dienstplan stehen oder...?


    Gibt es da schon Meinungen/Erfahrungen hier?


    Wäre für Input dankbar!


    Gruß

    Vielen Dank für die Rückmeldung. So handhaben wir das ja auch. Ich war nur irritiert über diese Auslegung im Gutachten. Aber ob man dann beim Widerspruch oder Klageverfahren ein anderes Gutachten zitieren kann ist ja fraglich. :) Also lieber streng auslegen.


    Gruß

    Guten Morgen in die Runde!


    Mich beschäftigt gerade (mal wieder) das Thema Erhöhter Betreuungsaufwand in der KJP. Es würde mich interessieren, wie man in anderen Häusern die Anordnung sieht.


    - im OPS 9-963 (KJP-Kode) steht: "...Mindestens wöchentliche ärztliche Anordnung und Überprüfung..."


    - im OPS 9-640 (Erwachsenen-Kode) steht: "...Tägliche ärztliche/psychologische Befunderhebung und ggf. ärztliche Anordnung zur Einleitung oder Fortführung der Betreuungsmaßnahme..."


    Wir haben das bisher immer so ausgelegt, dass dort ärztlich steht, also auch ein Arzt anordnen muss. Obwohl uns vom Grundsatz her nicht klar ist, warum ein Psychologe das nicht können soll.


    Nun habe ich aber ein MDK-Gutachten (KJP), in dem der Gutachter schreibt: "...Es muss eine ärztliche/psychologische Anordnung erfolgen...".


    Also dürfen Psychologen doch?! Wie handhaben die anderen das so? Gibt es da Erfahrungen?


    Würde mich über eine kurze Rückmeldung freuen.


    Gruß

    Tibo

    Hallo zusammen,


    mich würde einmal interessieren, wie andere KJP'en (oder Allgemein Psychiatrien) das so handhaben mit der Essensbegleitung.


    Wenn anorektische Patienten bei den Mahlzeiten begleitet werden, also überwacht wird dass sie essen und was sie essen, kann das als Einzel- oder Kleinstgruppenbetreuung kodiert werden, oder nicht?


    Was heißt konkret "Unterstützung" in diesem Zusammenhang? Im OPS seht für die Intensiveinstufung ja "Die Patienten benötigen...Unterstützung...im Sinne intensiver pflegerischer Maßnahmen (z.B. Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme...)". Bei dem Erhöhten Betreuungsaufwand steht dann "Einzelbegleitung bei sozialen Aktivitäten in der Patientengruppe (z.B. Mahlzeiten...) ... zur Vermeidung von Überforderung...".


    Muss man jetzt "unterstützen" in Form von Essen anreichen und ähnlichem, oder reicht, es neben dem/den Patienten (max. 3) zu sitzen und zu schauen, dass/was gegessen wird? Das macht man bei "normalen" Patienten ja nicht und hat so gesehen schon einen erhöhten Betreuungsaufwand. Oder muss man das als Bestandteil der Therapie sehen, dessen Aufwand über die Diagnose abgebildet ist?


    Kodiert Ihr also bei anorektischen Patienten Erhöhten Betreuungsaufwand in Form von Einzel- oder Kleinstgruppenbetreuung beim Essen? Wie geht Ihr damit um? Was setzt Ihr ggf. für Kritetien an?


    Würde mich über Rückmeldungen freuen.


    Schöne Grüße

    Guten Tag zusammen,


    vielleicht kann mir hier einer weiterhelfen. Wir fragen uns gerade, was konkret die Behandlungstage bei Patientinnen oder Patienten mit landesrechtlicher Verpflichtung im Sinne einer regionalen Pflichtversorgung zur Aufnahme sind, die in Reiter A1 des "Service"-Dokumentes eingetragen werden müssen? Was für Tage sind damit gemeint?


    Freue mich auf eine Antwort.


    Schöne Grüße


    TiBo

    Guten Morgen Huibu,


    vielen Dank für die Antwort. Schlimm genug, dass man bei diesem finanziell nicht ganz unerheblichen Thema nichts genaueres weiß. Ich hätte gerne mal einen Ersteller dieser Richtlinie als Praktikanten... Immerhin greifen die Sanktionen noch nicht. Dann überlege ich mal, wie wir es hier weitermachen.


    Gruß

    Hallo zusammen,


    ich erlaube mir mal, mein Thema noch einmal hoch zu holen.


    Sehe ich ggf. den Wald vor lauter Bäumen nicht und habe eine völlig abstruse Frage gestellt und das Problem stellt sich möglicherweise gar nicht?! Dann bitte ich das zu entschuldigen und würde mich über Aufklärung freuen. Im Zweifel auch per PM.


    Oder hat da wirklich keiner eine Meinung dazu?


    Es geht ja letztlich darum, ob man dokumentieren muss, dass man eben an jedem Stichtagen auch wirklich eingestuft hat (also Log-File in der Patientenakte), oder siegt hier (ausnahmsweise) Vernunft über Dokumentationsauflagen? Zumindest im Teilbereich der KJP-Tagesklinik.


    Gruß

    TiBo

    Guten Tag zusammen,


    mich treibt mal wieder eine Frage zur PPP-RL um und ich hoffe, ich habe eine mögliche Antwort nicht irgendwo übersehen.


    Laut Richtlinie sind "Die Stichtagserhebungen sind jeweils an jedem Mittwoch einer ungeraden Kalenderwoche des Jahres für um 14.00 Uhr anwesende Patientinnen und Patienten durchzuführen. Entfällt der Stichtag auf einen Feiertag, hat die Einstufung am nächsten Werktag zu erfolgen.".


    (Kinderpsychiatrische) Tageskliniken sind hier nicht explizit ausgenommen. Bedeutet das jetzt ernsthaft, dass in einer reinen Tagesklinik auch alle um 14:00 anwesenden tagesklinischen Patienten jeden ungeraden Mittwoch in die KJ7 - Tageskliniche Behandlung eingestuft werden müssen, obwohl sie ohnehin nur in die KJ7 eingestuft werden können?!? Das ist ja eine reine Fleißarbeit (Patientenakte aufmachen, in KJ7 einstufen und Patientakte wieder schließen), ohne einen für mich erkennbaren Sinn. Es bleibt bei 100% Einstufungen KJ7. Wir machen das aktuell, da ich mir bei einer etwaigen MDK-Prüfung nicht vorhalten lassen möchte, wir hätten die Stichtagserhebung nicht korrekt (weil ja nur einmal bei Aufnahme) durchgeführt. Aber muss das wirklich sein? Wie wird das in den Kliniken so gehandhabt?


    Würde mich über Antworten freuen.


    Schöne Grüße


    TiBo