Beiträge von Sascha_Baller

    Dazu meine ich: Eine Urethrotomie wird tatsächlich nur dann durchgeführt, wenn eine Stenose distal der Prostata vorliegt (z.B. bulbär oder penil), die Einengung im Bereich der Prostata (prostatische Harnröhre) wird ja schon mit der TUR-P vollständig therapiert! Eine Harnröhrenstenose (distal der prostatischen HR) ist also kein Symptom der BPH (N40). Andererseits muss ich dem MDK-Ba-Wü rechtgeben: Der wesentlich aufwendigere OP-Teil ist im Normalfall die TUR-P und die N40 als Hauptursache des Aufenthaltes somit Hauptdiagnose.
    Im Einzelfall (sicher seltener als 5% z.B.: nur leichte Einengung im prostatischen Bereich und nur wenig reseziertes Prostatagewebe nachweislich <=10-15g, aber hochgradige langstreckige penile HR-Stenose =sehr aufwendig) kann aber durchaus die Harnröhrenstenose die Hauptursache der obstruktiven Miktion darstellen und müsste dann nach den Kodierrichtlinien auch als HD anerkannt werden!
    Schade dass der MDK sowenig urologisch denkt...
    Viele Grüße,


    Dr. Simon Zillich, Urologie KH Salem Heidelberg

    Hallo Kollegen,


    ich habe das Gefühl, dass hier über Äpfel (Dialyse-Shunts) und Birnen (Shunts als Liquordrainage) geschrieben wird.


    Herzliche Grüße
    Sascha Baller
    --
    Dr. med. Sascha Baller
    Deutsche Gesellschaft für Medizincontrolling e.V.

    Auszug aus der KFPV:
    Anlage 2
    (zu § 5 Abs. 1)
    Zusatzentgelte-Katalog
    OPS-301 Version 2004 Zusatzentgelt
    Bezeichnung
    OPS-Kode OPS-Text
    Betrag
    1 2 3 4 5
    ZE01 (1): Hämodialyse 8-854.0 Hämodialyse, intermittierend 225,05 Euro
    Fußnoten:
    (1) Eine zusätzliche Abrechnung ist im Zusammenhang mit einer Fallpauschale der Basis-DRG L60
    oder L71 sowie für das nach Anlage 3 krankenhausindividuell zu vereinbarende Entgelt L61 nicht
    möglich.
    Grüße aus Heidelberg
    Sascha Baller
    --
    Dr. med. Sascha Baller
    Deutsche Gesellschaft für Medizincontrolling e.V.

    Lieber Herr Bartsch,
    als vielleicht einziger freiberuflich tätiger Medizincontroller in der Bundesrepublik ist das Change Management mitunter die anspruchvollste Aufgabe meines Dienstleistungsspektrums. Das von Ihnen erwähnten Problem fällt genau in diesen Bereich. Meine Werkzeuge sehen so aus: 1) Informieren 2) Diskutieren (Arbeitsgruppe) 3) Beschließen (und zwar mit allen Beteiligten) 4) Kontrollieren 5) Transparenz schaffen. Erfolgversprechend ist nur der faire und autentische Umgang mit den Mitarbeitern. Für weitere Auskünfte stehe ich gerne zur Verfügung.
    Grüße aus Heidelberg
    Sascha Baller :look:
    --
    Dr. med. Sascha Baller
    Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Medizincontrolling e.V.

    Ich freue mich ja sehr über die Liste (vielen Dank an Herrn Thieme), aber wie verantwortlich kann/soll/darf man damit umgehen? Oder auch umgekehrt gefragt: Darf ich diese Liste, die ja zweifelsohne mit Sachkenntnis angewendet die Kodierqualität verbessern kann, überhaupt zurückhalten? Wie machen Sie es?
    Grüße aus Heidelberg
    Sascha Baller ?(
    --
    Dr. med. Sascha Baller
    Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Medizincontrolling e.V.