Beiträge von Finkler

    Hallo und willkommen im Forum!


    Können Sie zwar verschlüsseln (OPS 8-810.r0), aber nicht abrechnen, da Mengen unter 25g nur bei Patienten unter 15 Jahren abgerechnet werden können.

    Mahlzeit!


    Es handelt sich um eine Komplikation durch das Osteosynthesematerial, welches disloziert, folglich T84.1.
    Dort steht \"Unter T82.0 aufgeführte Zustände...\", d.h. unter anderem \"Fehllage, Leckage, Verlagerung...\".
    Die Komplikation manifestiert sich hier nicht an einem Organ, wie bei der Thrombose, sondern am Osteosynthesematerial. Und in diesem Falle ist dann der T-Kode spezifischer.

    Hallo Simone F,


    aufgrund der vorliegenden Informationen ist beides denkbar.


    Laktatazidosen unter Metformin sind bekannt, wurde das Laktat bestimmt und wie hoch war es? Kam es zur raschen Normalisierung unter Metformin-Auslass? Dagegen spricht allerdings der hohe BZ, ich würde in diesem Falle eher einen niedrigeren BZ erwarten.
    Kodierung: E87.2; T88.7; N17.9; E87.5, E11.91


    Andererseits kann es sich um eine diabetische Entgleisung mit Ketoazidose handeln (wahrscheinlicher), wofür der BZ-Spiegel sprechen würde. Ursache sind Z.b. mangelnde Resorption der Antidiabetika oder Exsikkose bei Gastroenteritis.
    Kodierung: E11.11; N17.9; E87.5; A09 oder K52.9.


    Fragen Sie am besten nochmals Ihre Internisten, wie sie die kausalen Zusammenhänge sehen.

    Hallo nochmal,


    ad 1. D\'accord, aber wenn es beides nicht gewesen ist, bleibt R07.4.
    ad 2. In diesem Falle ist nicht die KHK Grunderkrankung der Thoraxschmerzen, sonst wäre es eine AP!


    Für den Großteil der Fälle wie Sie sie schildern ist es gut nachvollziehbar, wenn Sie so argumentieren und die AP als HD setzen. Nur für den Fall, dass Sie sowohl die AP ausschließen können, als auch eine BWS-Genese nicht spezifisch therapieren, bleiben Ihnen die Thoraxschmerzen als HD übrig. Das hat dann primär nichts mit der KHK zu tun.

    Guten Morgen Herr Dietz!


    Ich bin kein Kardiologe, möchte aber trotzdem meinen Senf dazugeben.


    Warum sprechen alle DKRs gegen eine R-Diagnose? Manchmal sind Sie regelrecht gezwungen, eine zu nehmen (DKR D002d Beispiel 4: Aszites ist R18).


    So ist es auch in Ihrem Fall möglich. Finden Sie keine bessere HD, bleibt \"nur\" die R07.X übrig.
    Waren es \"richtige\" Stenokardien oder führen Sie die Schmerzen auf die KHK zurück mit entsprechender Therapie, dann nehmen Sie die I20.8 als HD.
    Die KHK scheidet als HD aus, da die Schmerzen in diesem Fall wohl als Angina zu werten wären und Sie bei Vorliegen einer Angina pectoris bei KHK die AP als HD nehmen müssen (DKR 0901e).
    Haben Sie hinsichtlich der vertebragenen Ursache eine spezifische Therapie eingeleitet, so ist die Kodierung als HD möglich, auch wenn Sie die Diagnose weder bestätigt noch ausgeschlossen haben. Reine Diagnostik reicht in dem Fall leider nicht (DKR D008b).


    Entscheidend ist letztlich, was Sie in diesem Fall vorrangig bzw. spezifisch therapiert haben: die Angina pectoris oder den Schmerz.

    Normalerweise reicht das nicht, weil die Histologie die feingewebliche Aufarbeitung und Untersuchung durch einen Histologen/Pathologen darstellt.
    Inwieweit dies durch Nephrologen erfolgen kann, ist mir nicht bekannt, da ich selbst keiner bin und in unserem Hause histologische Begutachtungen über einen externen Pathologen erfolgen.

    Hallo Eddie Fresh!


    In der Richtlinie der Deutschen Sepsisgesellschaft vom Januar 2006 heißt es:



    Sie brauchen also keinen Keimnachweis, um die Sepsis kodieren zu können. Die Sepsis definiert sich als SIRS (siehe auch DIMDI) auf der Grundlage einer nachgewiesenen oder vermuteten Infektion.


    Zur Kodierung:


    Laut ICD-10-GM Version 2006:


    Zitat


    Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom [SIRS]
    Hinw.: Kodiere zunächst die Sepsis oder die ein SIRS nichtinfektiöser Genese auslösende Grundkrankheit. Zur Verwendung dieser Schlüsselnummern sind in der stationären Versorgung die Deutschen Kodierrichtlinien zu beachten.
    Soll das Vorliegen von Organkomplikationen angegeben werden, sind zusätzliche Schlüsselnummern zu benutzen.


    Das heißt in Ihrem Fall (siehe auch DKR 0103d):


    J18.1


    A41.9 + R65.1


    N17.9, es sei denn, Sie haben eine Histologie vorliegen ( dann N17.8 )