Beiträge von anneDD

    Hallo Katharina,

    ich verwende diesen Code auch bei Patienten, die sich nicht an angeordnete Bettruhe halten und die Station zum Rauchen verlassen und bei denen, wo die Wundheilung gefährdet ist und die auf ein Rauchverbot hingewiesen werden und trotzdem rauchen gehen. Ansonsten bei Verwendung von Nikotinpflastern usw., was Sie schon erwähnten. Bei uns ist es allerdings immer Nebendiagnose und daher auch sehr selten erlösrelevant.

    Viele Grüße

    Anne

    Liebes Forum,

    bin gerade am Grübeln, wie ich das Nachstellen eines Growing rod-Systems bei einem 10jährigen Kind kodiere:


    Diese OP fand voriges Jahr statt:

    "Operation:

    Operation in Bauchlage. Mittiger Hautschnitt und Darstellen des thorakolumbalen Übergangs und der LWS bis auf Höhe der verbliebenen lumbalen Schrauben L3 und L4 auf beiden Seiten. Nach Aufmeißeln der Facettengelenke erfolgt die Besetzung mit Poly- und Monoaxialschrauben in Freihandtechnik von Th11 bis L4 beidseits. Im Rahmen der Verschraubung erfolgen ebenfalls Ponto-Osteotomien von Th11 bis L3. Auf der Innenkurvenseite geschieht dies nur sehr mühsam und kann nur unter laufendem Derotationsmanöver über die Polyaxialschrauben in L1 durchgeführt werden. Teilweise müssen hier Hemilaminae geopfert werden, um eine ausreichende Darstellung des Duralschlauches zu bekommen. Während der gesamten Manöver werden die elektrophysiologischen Potentiale kontrolliert, welche aller höchstens auf die Hälfte absacken, ansonsten jedoch stabil bleiben.


    Danach erfolgt über Derotation die Kompression links und Distraktion rechts der Versuch die Wirbelsäule zu begradigen. Das Korrekturergebnis kann jedoch nicht überzeugen. Aus diesem Grund erfolgt der Entscheid zur Pedikelresektion L1 links im Sinne einer Closing-Wedge-Osteotomie der Wirbelsäule. Dies kann vergleichbar mit einer Halbwirbelresektion durchgeführt werden (Darstellen Querfortsatz und Entfernen desselben, Resektion der lateralen Wand und intravertebrale Resektion bis zu den entsprechenden Wirbelbegrenzungen). Die Blutungen können gestillt werden. Die Wirbelresektion erfolgt bis zum vorderen Längsband. Die Osteotomie kann dann durch Kompression auch geschlossen werden. Hierbei zeigt sich, dass die Schrauben auf der rechten Seite zunehmend auslockern, so dass hier die Korrekturkräfte begrenzt werden müssen. Auf Grund des bereits langen OP-Verlaufs und Blutverlustes des Kindes und der Schwierigkeit eine weitere Konstruktion on-top zu verankern, wird entschieden eine klassische growing rod-Technologie zu implantieren. Hierfür werden Domino-Konnektoren oberhalb von Th11 eingebracht. Im Bereich des oberen Thorax werden ein Querfortsatzhaken von kranial und ein Facetten-Haken von distal im Sinne einer Klammerkonstruktion auf beiden Seiten eingebracht. Dieser Stab wird dann mit Domino-Konnektor verbunden, was als Nachstellmechanismus dienen soll.

    Danach wird die Spondylodese noch im Bereich der Fusionsstrecke auf die Querfortsätze aufgebracht, die Osteotomiestelle wird nochmals kontrolliert, welche geschlossen ist. Es wird eine Drainage eingelegt, die Verbindung nochmals nachgezogen und der Situs schichtweise verschlossen."



    Das Kind leidet unter progredienter Skoliose bei Arthrogrypose. Dieses Jahr ist die geplante wachstumsbedingte Nachstellung d. Systems erfolgt:


    "Operation in Bauchlage. BV-gestützte Höhenmarkierung, Ausschneiden des narbig atrophen Bereiches und Darstellen der Seit-zu-Seit-Verbinderbacken, diese werden innenseitig gelöst, auf der linken Seite mittels Distraktionszange verlängert, auf der rechten Seite mittels Kompressionszange verlängert. Die Verlängerung beträgt rechts insgesamt 2 cm, links 1 cm. Festziehen der Verbindung. Spülung. Auflagerung von Vancomycin und schichtweiser Wundverschluss."


    Leider weiß ich nicht, wie ich das im OPS darstellen soll. Hat jemand eine Idee?

    Vielen Dank und schöne Woche noch wünscht

    Anne

    Hallo Herr/Frau Miller,

    sind die Schrauben mit dem Stab verbunden (wie der Name sagt)? Habe gerade keine Vorstellung...

    Dann wäre x für mich der richtige Code.

    Aber: Wichtig in diesen Fällen sind auch die Diagnosen! Niemals hintere Beckenringfraktur o. ä. kodieren, sondern jeden Beckenbruch einzeln (also Os pubis, Os sacrum usw.).

    Das beeinflusst fast immer die DRG positiv.

    Viele Grüße

    Anne

    Hallo,

    bei uns wäre aufgrund digitaler Akten Homeoffice kein Problem. Leider gibt es nicht genügend Sticks dafür.

    Bisher sind die Eltern von kleineren Kindern damit ausgestattet worden. Für diese ist es aber nicht einfach, da die Kinder ja auch betreut werden müssen.

    Wenn wir (jetzt nur noch selten) im Haus unterwegs sind, ist Mundschutz Vorschrift.

    Ansonsten versuchen wir, uns in Zwei-Personen-Büro so gut es geht, bei Laune zu halten.

    Bleibt alle schön gesund!

    Anne

    Hallo Marcus,

    würde es auch so kodieren wie Zwart und noch die 5-780.10 dazu.

    Habe jetzt nicht simuliert, ob das erlösrelevant ist. Ist aber so im OP-Bericht beschrieben.

    Schönen Abend und guten Start in die Woche!

    Anne

    OP-Bericht bei Humeruskopffraktur:

    "...Verriegeln über Stichincisionen im Kopf 3 mal. Dabei kann der metaphxysärer Keim mit einer Schraube gefasst werden..."


    So werden bei uns die Keime gefasst. ;)

    Hallo Helvetier,

    würde in diesem Fall die 5-792.6 (bzw. einen anderen Code für Frakturosteosynthese) plus 5-786.j0 verwenden (denn da steht im OPS "incl. Teleskopnagel"). Der zweite Code ist ja nur für die Aktivierung d. ZEs notwendig, daher würde ich in diesem speziellen Fall das Exclusivum ignorieren. Sehe sonst dafür keine andere Möglichkeit (im Orbis wird mit diesem Code ja erst das ZE über den Mengenkalkulator ausgelöst), bin aber gespannt auf andere Meinungen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Anne