Beiträge von stalli

    vielen Dank für diese ausführliche und hilfreiche Antwort.



    Guten Morgen allerseits, ein Patient wird im PEPP-Bereich aufgenommen mit einer Somnolenz, fremdanamnestisch in der letzten Zeit Wesensveränderung. Die CT-Diagnostik ergibt ein (sub)-akutes subdurales Hämatom, der Patient wird in die Neurochirurgie verlegt. Eigenlich wäre m. E. das subduraleHämatom als HD anzugeben, dies führt jedoch zu einer Fehlermeldung. Mit der Bitte um Unterstützung, im Voraus Danke


    Stalli

    Hallo liebe Forumsteilnehmer,


    bei einer Patientin wird ein liegender isolierter Ersatz der femoralen Patella- Gleitfäche (Avon) entfernt und eine bikondyläre Oberflächenersatzprothese ohne Patellaersatz(GenesisII) implantiert. Ein spezieller Wechsel-Kode für diese OP findet sich nicht im OPS-Katalog.


    Ist diese OP mit dem Kode "5-823.9 Entfernung eines Patellaersatzes" plus "5-822.11 Implantation einer ungekoppelten zementierten Oberflächenersatzprothese ohne Patellaersatz " korrekt abgebildet?


    Im Voraus Danke für Ihre Antworten


    mit freundlichem Gruß


    Stalli

    Hallo Herr Balling, Hallo TicTac,


    über die Genese der Wundinfektion läßt sich natürlich trefflich diskutieren; einerseits als Traumafolge im Sinne von Eindringen von Keimen über Mikroläsionen nach Quetschung, andererseits als OP-Folge. Dies läßt sich im Nachhinein nicht klären. Wir sind bei der ersten OP (Hämatomausräumung) noch nicht von einer Infektion ausgegangen; erst im postoperativen Verlauf kam es zu der Wundrandnekrose und im Rahmen der durchgeführten Excision hat sich der Verdacht auf eine manifeste Infektion ergeben.Der durchgeführte Abstrich ergab übrigens keinen Keimnachweis - dennoch wurde bei bestehendem Verdacht (klinischer Befund, Foetor) eine antibiotische Therapie durchgeführt. Ob nun eine postoperative oder eine posttraumatische Wundinfektion kodiert wird, spielt erlöstechnisch keine Rolle.


    Gruß


    Stalli


    Hallo TicTac,


    zunächst einmal Danke für den Hinweis mit dem Schriftbild, das war völlig unbeabsichtigt - ich bitte allerseits um Entschuldigung!


    mit dem MDK hat sich noch nichts neues ergeben, habe nochmals Widerspruch eingelegt,da ich weiterhin zu der unsererseits durchgeführten Kodierung stehe. Unter Berücksichtigung der Komplettkodierung geht es hier erlöstechnisch um die DRG X06A versus DRG X06B.


    Wenn es neue Erkenntnisse gibt, werde ich berichten.


    Grüße


    Stalli


    Hallo Forum,


    wir sind in heißen Diskussionen mit dem MDK wegen eines Falles aus 2008: Eine Patientin stellte sich mit einem ausgedehntem Hämatom am Unterschenkel ohne (!) Hautverletzung nach einer Hundebißverletzung hier vor. Dieser Tatbestand wurde durch uns mit den ICD-Ziffern S87.8 Quetschung sonstiger und n.n.bez. Teile des Unterschenkel und W64.9! Unfall durch Exposition gegenüber mechanischen Kräften belebter Objekte abgebildet, zusätzlich T79.2 traumatisch bedingte Blutung. Die erfolgte Incision und Drainage (5-892.1f) wurde akzeptiert.
    Im postoperativen Verlauf kam es zu einer Wundnekrose. Bei der Wundrevision (5-893.1f) wurde ein Abstrich entnommen, da nach Entfernen der Nekrose ein deutlicher Fötor bemerkt wurde. Es erfolgte die Gabe eines Antibiotikums bei Infektverdacht. Die Infektion wurde mit dem Kode T79.3 posttraumatische Wundinfektion kodiert.Die „andere Seite“ möchte als HD: T14.1 offene Wunde an einer nicht näher bezeichneten Körperregion in Zusammenhang mit T89.03 Komplikation einer offenen Wunde, zusätzlich die Wundnekrose mit R02 Gangrän, anderenorts nicht klassifiziert abgebildet sehen. Auf unseren Einwand :ohne Hautverletzung, deutlich spezifischere Abbildung wird auch im zweiten Gutachten nicht eingegangen.


    Wie sehen Sie den Fall kodiertechnisch korrekt abgebildet?


    Im Voraus Danke für Ihre Stellungnahme


    Gruß


    Stalli