Beiträge von CMueggenburg

    Hallo Herr Boecken!


    Auf einer Veranstaltung vom Zweckverband K/BN/Region am 8.10. wurden die 90% dargestellt als Budget(minus Krankenpflegeschule, Rationalisierungsmassnahmen, Zusammenarbeiten) zu 100%, davon abgezogen Entgelder nach oberer Grenzverweildauer(!), für nicht kalkulierte DRG (kann also bei Transplantationshaeusern knapp werden), teilstationaere Leistungen/Tagesklinik und Leistungen nicht bettenführender Abteilungen (Anästhesie (?)).
    Dafür gehen die Relativgewichte aus der Überschreitung der oberen Grenzverweildauer auch nicht in die Berechnung der Basisrate des Hauses ein.


    So hab ich das ganze jedenfalls verstanden. Falls sonst noch jemand in Troisdorf war, möge er/sie mich gegebenenfalls berichtigen.


    Ich denke, dass Sie auch dem Zweckverband angehören, im Zweifelsfall lohnt sich sicher ein Anruf dort zur Klärung auch der Einzelheiten.


    Gruss aus dem leider zum Drachensteigen noch nicht genügend windigen
    Kleve


    C. Müggenburg
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    C. Mueggenburg

    Hallo Herr Rembs und Herr Selter!


    Als kleine Strafe Gottes ist mein Rechner auch direkt abgestürzt, als ich die Antworten gelesen habe. Mit den dummen Nüssen meinte ich das, was man angesichts des x-ten selben Kodierfehlers trotz mehrfachem Hinweis darauf schonmal denkt.
    Das war auch nicht als bierernste Bemerkung gedacht.
    Deswegen verstehe ich mich trotzdem mit den Ärzten und weiss auch, wie unübersichtlich der ICD-Katalog ist und das die meisten tatsächlich andere Hobbys habe, als ihn auswendig zu lernen.


    Trotzdem darf die adäquate Abrechnung doch nicht daran hängen, ob jemand gerade mal Lust und Zeit zum richtigen kodieren hat oder nicht.


    Ich jedenfalls kontrolliere die Kodierbögen grob, bevor sie zur Abrechnung kommen und arbeite sie ggf. nach. Und dabei darf ich mich doch auch mal ganz kurz ärgern, um es anschließend mit einer Antra zusammen runterzuschlucken. Dieser Ausdruck war einfach ein kleiner Blick in meinen Mund in genau so einem Augenblick.


    Also, auch ich liebe "meine" kodierenden Ärzte und verstehe mich nach wie vor prima mit ihnen (diese dürfen dafür auch vom "Kodierdrachen" sprechen, ohne das wir uns streiten).


    Also, auf ein gute Nussernte


    C. Müggenburg


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    C. Mueggenburg

    Hallo Herr Simmel und alle anderen!


    Wir wollen trotz noch nicht ausgereifter EDV
    (bzgl. Stationsprogramme) auch wahrscheinlich schon
    2003 umsteigen.
    Zu Ihrer Checkliste kann ich nur hinzufügen, dass die
    Motivation der Ärzte (auch der Pflegekräfte, aber die
    Ärzte, soweit sie kodieren, sind wichtiger) ein sehr
    entscheidender Faktor ist.
    Wir versprechen uns davon, dass wir dann mit einer
    besseren Organisation der Behandlungswege eine
    Arbeitserleichterung erreichen können. Dies kann man
    aber in Bezug auf Verweildauern nur unter DRG-Bedingungen
    machen, sonst beisst man sich selbst in den Schwanz.


    Wichtig ist sicherlich auch, dass die Chefärzte bereit
    sind, Privatpatienten nicht aus Liquidationsgründen
    so lange liegen zu lassen, weil das KH dann natürlich
    Verlust (oder weniger Gewinn) macht. Aber auch dieses
    Problem würde spätestens 2004 auftauchen, so dass es
    nicht schadet, schon jetzt darüber zu reden.


    Die AOK ist sogar auf uns zugekommen, ob wir nicht
    umsteigen wollen (bisher als einziges Haus in der näheren
    Umgebung), damit sie auch etwas üben können. Wichtig
    ist hier auch die Krankenkassenbereitschaft, aufgrund
    der neuen Bedingungen von 2003 auf 2004 größere Änderungen
    des Leistungsspektrums zu akzeptieren als sonst.
    (Mindestmengen, ambulantes Operieren, Kooperationen mit
    anderen Häusern).


    Vorteilhaft ist sicherlich auch eine Hausgröße (in
    Bezug zur Anzahl DRG-Fachleuten), die es im Zweifelsfall
    ermöglicht, Fälle in der Abrechnung/im Controlling
    "per Hand" nachzuarbeiten, um damit eventuelle
    Schwachstellen auszugleichen und zu verhindern, dass
    einem eine dumme Nuss den Laden versaut.


    Gruss aus Kevelaer


    C. Müggenburg,
    Med.Controlling, Internistin





    :rolleyes:
    --
    C. Mueggenburg

    Liebes Forum!


    Wir haben doch tatsächlich von der Krankenkasse die Anfrage bekommen, ob ein Patient, der per Notarzt kam und kurze Zeit später verstab, wegen der kurzen Verweildauer nicht ambulant oder vorstationär hätte geführt werden können. Bei diesem Patienten ist es jetzt nicht schwer, entsprechende AEP-Kriterien für eine vollstationäre Behandlung zu finden, aber manchen Patienten geht es bei der Aufnahme ja noch nicht so schlecht, trotzdem sterben sie am Aufnahmetag.


    Nach meinem einfachen ärztlichen Verständnis schliesst der Begriff "ambulant" und "vorstationär" die Möglichkeit eines "danach" ein, was bei Toten ja nur bei Abrechnungsbetrug möglich wäre.


    Gibt es hier auch grundsätzliche Entscheide, dass der zeitlich zur Aufnahme nahe Tod per se schon ein Indikator für die Schwere der Erkrankung ist und daher auch eine vollstationäre Behandlung rechtfertigt?


    Gruss aus dem Wallfahrtsort Kevelaer in der Hoffnung, dass auch die Krankenkasse mal von der Erleuchtung heimgesucht werden.


    C. Müggenburg:besen:

    Lieber Herr Weber!


    Richtig vermutet habe ich einige Jahre Innere in kleinen Krankenhäusern mit dem entsprechenden Klientel mit Durchschnittsalter >80 hinter mir und habe aus Arbeitszeitgründen die Fronten gewechselt (und arbeite daran, dass dies keine Front bleibt).
    Damit Sie mich jetzt nicht für total blutrünstig halten eine kurze Erklärung.


    Zitat

    --> Frei übersetzt, mit einem Schuss schwarzen Humor, bedeutet das wohl:
    mit einer falschen Kodierung hat man schneller größere Fehler gemacht als mit einer suboptimalen Behandlung. Denn der menschliche Körper stirbt sowieso, das Abrechnungssystem nicht.I)


    aus ihrem Profil kann ich vermuten das sie Ärztin sind oder waren oder sein werden ... und ich finde es erschreckend das sie einen Fehler auf dem Papier für gravierender bewerten als ein Fehler an dem Menschen.


    Was ich damit sagen wollte und was Sie wohl bestens kennen werden: im klinischen Alltag passieren viele "Behandlungsfehler", die aber keine Folgen für den Patienten und damit auch keine rechtliche Konsequenz haben (Antibiose läuft lustig über 4 wochen, weil vergessen abzusetzen, der Patient nach TEP hat eine Woche kein Heparin bekommen, Tabletten vom Nachbarpatienten bekommen etc.)Den Patienten geht es aber in der Regel trotzdem gut.
    Aber wenn ich eine Beatmung von 12 Tagen vergesse zu kodieren, ist fast schon mein Jahresgehalt den Bach runter. Und das hält das Krankenhaus nicht so lange aus, da es diesbezüglich nur eine sehr geringe Selbstheilungstendenz gibt.


    Viele Grüße und weiterhin viel Spaß an der Arbeit


    C. Müggenburg
    :look:

    Liebe Frau Klein


    Ich bin auch der Meinung, dass es schon schwer genug ist, den Ärzten die momentanen Kodierrichtlinien nahezubringen (dass auch chirurgische Patienten Nebendiagnosen haben und dass eine AVK meist nicht aus dem nichts entstanden ist. Wenn man einfach das Right-Coding beherzigt, kann man so falsch gar nicht liegen, die Relativgewichte werden sich dann auch (hoffentlich) entsprechend anpassen. Welcher Arzt kann denn auch noch die erlösoptimierte Kodierung machen, wenn sich hier die optimalen Erlöse ständig ändern. Damit hält man die Ärzte wirklich nur unnötig von ihrer eigentlichen Arbeit ab.


    Ich finde jedoch, dass Kodieren Teil des Studiums werden sollte (als Einführung, aber Pflicht), denn das muss man auch im AIP schon beherrschen. Und scharf gesagt: mit einer falschen Kodierung hat man schneller größere Fehler gemacht als mit einer suboptimalen Behandlung. Denn der menschliche Körper hält viel aus, das Abrechnungssystem nicht.


    In Spannung auf die Bundesratsentscheidung von morgen,
    viele Grüße


    C.Müggenburg, Marienhospital Kevelaer



    :rotate:
    --
    C. Mueggenburg

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    Lieber Herr Scholz!


    Wir haben unsere Daten auch brav in den Computer getippt und stehen jetzt vor dem Problem, dass wir sie nicht mehr rauskriegen. Wird haben also die Alternativen Festplatte einschicken oder auf höhere Gewalt hoffen (ist glücklicherweise nicht ganz mein Arbeitsgebiet, aber auch ein externer "Experte" (die eigene EDV-Abteilung besteht nur aus dem Leiter des Rechnungswesens, der eigentlich andere Aufgaben hat) konnte die Daten nicht aus dem Hinterhalt hervorlocken.


    Deshalb werden wir wohl die weibliche Art der Problemlösung machen müssen: abwarten, laut schimpfen, Männer verfluchen und dann nochmal probieren.


    Viele Grüße
    C.Müggenburg, Med.-Controlling Marienhospital KevelaerX( X(
    --
    C. Mueggenburg