Beiträge von MiChu

    Hallo,

    der neue Spielball wird Übergangspflege heißen.

    Aber auch hier werden, früher oder später, die KK fragen ob die weitere Versorgung nicht auch ambulant hätte erfolgen können.

    Außerdem werden die Krhs. selten die Voraussetzungen für die Übergangspflege erfüllt haben. (Wer soll dies schon im Nachgang können)

    Zur Zeit können wir mit einigen KK, zur Vermeidung von Streitigkeiten, uns auf Übergangspflege anstatt OGVD Zuschläge einigen. Teilweise werden die Summen der Übergangspflege in OGVD Tage umgerechnet. So können beide Seiten ohne große Datenänderungen den Fall abschließen.

    Mal sehen wie lange das noch möglich ist.

    Hallo,

    Persönlich würde ich auch mal einen Gutachter des MD vor einem Gericht mit seinem Gutachten konfrontieren, wenn man es denn könnte und hier sehe ich objektiv nicht die Möglichkeit.

    das geht schon. Sie könnten bei Gericht darauf einwirken, dass das Gericht den Gutachter persönlich lädt.

    Ich hatte schon das "Vergnügen". War sehr erhellend, für alle Beteiligten (incl. Gutachterin).


    Das war zwar für den Einzelfall gut, aber für die Gesamtheit der Fälle mit unzureichenden Gutachten, nicht zielführend.


    Durch die Regelungen der PrüfvV und die damit verbundenen Regelungen hinsichtlich der Stellung der Gutachten, sehe ich deutliche Nachteil für die Krankenhausseite.

    Wenn "positive" Gutachten im Nachverfahren, oder Gerichtsentscheidungen zu Gunsten der Krankenhäuser keine Auswirkungen entfalten, stimmt was nicht.

    In der letzten Runde (zur Ermittlung der Prüfquoten und Strafzahlungen) haben uns zwei positive (Erst-) Gutachten gefehlt um in die "bessere" Gruppe zu kommen. Damit sind wir zwar nicht alleine, aber es hat eben starke Auswirkungen auf uns.

    Wir werden zukünftig offensichtlich falsche Gutachten sofort juristisch angreifen.

    Da haben Sie natürlich Recht.




    Aus den wenigen Angaben ist es eine Vermutung. Aber einiges spricht dafür:

    1. Offensichtlich wurde vom MD keine Fehlbehandlung / Behandlungsfehler aufgezeigt.
    2. Die Beschreibung „vor Infusion erniedrigt aber im Normbereich, nach Gabe und dann p.o. wieder Abfall der Werte (zwar auch noch im Normbereich)“. Hier hätte ich nach Gabe eine Stabilisierung erwartet, wenn nicht gab es offensichtlich einen Grund. Auch ich habe Medikamente gegeben obwohl alle Werte im Normbereich lagen, aber ich das Gefühl, die Erfahrung hatte das sich dies ändert. Also lieber proaktiv handeln, als der Problematik hinterher laufen.
    3. Ich behandle Patienten und keine Werte. So hat sich die Einstellung z.B. zur Gabe von Ery-Konzentraten im Laufe der Jahre geändert. Heute wird in vielen Fällen bei erniedrigten Werten (unterhalb der Normwerte) auch abgewartet.
    4. Auch eine prophylaktische Behandlung ist eine Behandlung. Solange diese nicht gegen Leitlinien / ärztliche Erfahrung gerichtet ist. Aber auch wenn Leitlinien etwas anderes sagen, kommt es immer auf den Einzelfall an.

    Von daher wären natürlich mehr Infos gut.




    Ich möchte nur dafür werben, dass die Behauptung des MD „prophylaktische Gabe“ nicht per se die Kodierung ausschließt.

    Hallo,


    Es ist die alte Leier von der Situation „warte bis es dem Patienten schlecht geht und dann kann ich MD konform behandeln und kodieren“


    Hier hat sich offensichtlich der Arzt entschieden frühzeitig „…präop. Gabe bei niedrigen Thrombo´s (aber noch im "Normalbereich")…“ zu intervenieren. Dies offensichtlich sogar in weiser Voraussicht „…dann p. o. bei erneutem Abfall der Werte (aber auch hier noch im "Normalbereich")…“.


    Die Behandlung hat stattgefunden und es handelt sich offensichtlich nicht um eine Fehlbehandlung / Behandlungsfehler.


    Erinnert mich auch an die Aussagen mancher Gutachter: die i.v. Antibiose hatte bereits am Tage xy oralisiert werden können, oder Indikation zur Sauerstofftherapie sei nicht gegeben


    Und was ist damit:
    Die Gutachterinnen und Gutachter des Medizinischen Dienstes sind bei der Wahrnehmung ihrer fachlichen Aufgaben nur ihrem Gewissen unterworfen. Sie sind nicht berechtigt, in die Behandlung und pflegerische Versorgung der Versicherten einzugreifen.