Beiträge von sbrand

    Hallo Forumsleser,


    wie gehen Sie mit Fällen um, bei denen das stationäre Potential aberkannt wurde, allerdings kein entsprechendes ambulantes Angebot im Umfeld besteht?

    Ist die fehlende ambulante Verfügbarkeit Berechtigung, einen Fall stationär zu führen?

    Hier geht es z. B. um die LZ-pH-Metrie mit gleichzeitiger Impedanzmessung, die technisch und personell aufwendig ist. Aber auch die orale gastroenterologische Endosonographie gehört dazu.


    Vielen Dank vorab für alle Antworten!

    Gruß

    S.Brand

    Hallo,


    bei uns hat eine Kasse nach einem Gutachten, das durch Kodieränderung eine Erhöhung des Rechnungsbetrages um ca. 430 € bewirken würde, einen Leistungsentscheid geschickt, in dem es heißt: "Gutachten hat keine Beanstandungen ergeben". Also zahlen die lieber 300 € statt 430 €... Diese Variante kannten wir bisher nicht.... Bin gespannt, wie auf die Kodieränderung, die wir selbstverständlich umsetzen, reagiert wird. Vermutlich wird sie abgelehnt, da nach Begehung erfolgt. Das hatten wir bei der Kasse bereits.


    Dazu noch eine Frage an merguet zu Ihrer folgenden Aussage:

    Einfachste Konstellation: KK prüft die HD. HD ändert sich, aber zugunsten des KH mit Mehrerlös. Kasse weist ab. Haben wir beklagt und gewonnen. Berufung nicht zugelassen, derzeit Nichtzulassungsbeschwerde der Kasse beim LSG.

    Wären Sie so nett, das Urteil öffentlich zu machen? Ich würde es unserer Kasse gerne präsentieren...


    Gruß,

    S. Brand

    Guten Morgen,


    bei uns sind die ersten MDK-Gutachten angekommen, wonach (elektive) ERCPs ohne weitere Maßnahmen als ambulant möglich eingestuft wurden. Unser Belegarzt argumentiert, die Komplikationsrate für Pankreatitis und Cholangitis sei hoch, daher würde kaum jemand ambulant agieren. Weiter führt er (natürlich) auch teils ökonomische Aspekte an. Wie sind die Erfahrungen in anderen Häusern?


    Weiterhin kam vom MDK die zunächst mündliche Auskunft, dass IPOMs bei jungen und gesunden Patienten ambulant möglich seien. Bis jetzt hatten wir keine Probleme, die stationäre Notwendigkeit mit dem OP-Verfahren zu begründen. (Bei der Verweildauer sieht es schon länger schlecht aus...) Unser Chirurg behauptet, IPOMs und auch TAPPS würden auf Kongressen als eindeutig stationär begründet eingestuft, und es würden auch nur selten ambulante OPs erfolgen. Wie ist die Lage hierzu in Deutschland??


    Gruß an alle MDK-Bearbeiter!
    S. Brand

    Hallo,


    muss ich tatsächlich akzeptieren, dass eine Kasse wegen nicht vorgelegter Akte bei der MDK-Begehung den kompletten Fall streicht? Der GA hatte trotz Vorliegen eines Entlassungsberichts und weiterer EDV-Dokumentationen geurteilt, der stationäre Fall sei nicht nachvollziehbar. Aber bedeutet das tatsächlich, dass nicht mal die im Brief zu findenden Basis-Informationen berücksichtigt werden dürfen/können? Es geht hier immerhin um über 8000 €...


    Gruß,
    S. Brand

    Hallo,


    wir haben eine Anfrage bekommen, ob wir einen Bluter (Faktor VIII-Mangel) elektiv in unserem Hernienzentrum an einer Hernie operieren können. Das extrabudgetäre ZE 2017-97 für die Faktoren wurde noch nie vereinbart; die Budgetverhandlungen für dieses Jahr sind nicht abgeschlossen. Wir planen zunächst die Kasse bzw. deren Abrechnungszentrum einzuschalten und um Vorabgenehmigung zu bitten, wobei ja das ZE nicht mal bepreist ist. Alternativ hat der Patient angeboten, die benötigten Faktoren auch mitbringen, aber ob das in diesem Fall rechtlich ok wäre, weiß ich nicht. Letztlich muss in beiden Fällen die Kasse für die Faktoren zahlen. Hat jemand Erfahrungen zu dem Thema?


    Danke für baldige Antworten und Gruß,
    S.Brand

    Hallo,


    wo steht, ob bzw. wann man eine ambulant begonnene und während eines akuten stationären Aufenthaltes fortgesetzte Strahlentherapie kodieren und somit abrechnen kann? Interessant ist das auch bzgl. anfallender Transportkosten! Ist das wie bei regelmäßiger Dialyse zu handhaben? Die wird ja von den Kassen weiter bezahlt, wenn der Aufenthalt aus anderen Gründen nötig ist. Allerdings weiß ich auch nicht, wo das festgelegt ist, habe das so von der langjährigen "Abrechnerin" übernommen.


    Danke vorab für Antworten und schönen Gruß,
    SB

    Guten Morgen,


    habe in letzter Zeit mehrfach das Problem, dass unsere Chirurgen ambulant operieren und der OPS nicht im AOP-Katalog gelistet ist. Beispiele: offene Naht einer Nabelhernie (ohne Plastik oder andere Maßnahmen), 5-534.03 oder Abszessinzision Haut/Unterhaut, 5-892.0c.


    Zum einen wüsste ich gerne, ob es Gründe gab, bestimmte "kleine" Leistungen nicht im AOP-Katalog aufzunehmen.
    Zum anderen: Gibt es ohne eine Falschkodierung trotzdem eine Abrechnungsmöglichkeit?
    Wir sind sicher nicht das einzige Haus, wo so etwas vorkommt. Wie gehen andere damit grundsätzlich um?


    Danke für hilfreiche Antworten und Grüße an alle,
    S. Brand

    Hallo Herr Breitmeier,


    das Problem ist nicht der kausale Zusammenhang. Es handelte sich um einen stationären internistischen Belegaufenthalt, an den sich eine ambulante chirurgische OP (also andere Fachrichtung, anderer nicht aus KV-Bereich stammender Arzt) angeschlossen hat. Es handelt sich um ein grundsätzliches Problem.
    Wenn ich den Aufenthalt internistisch mit der Beleg-DRG abrechne, sind bei nachstationärer OP keine Arztkosten berücksichtigt.
    Für mich ist logisch, dass es da keine Verknüpfung geben kann. Vielleicht ist das so logisch, dass das nirgendwo mehr festgelegt ist !!!!???


    Gruß, S. Brand

    Hallo Elsa,


    bei uns in Nordhessen gibt es keine Probleme mit der stationären Abrechnung (allerdings auch kurzstationär), wenn biopsiert wird.
    Reine Endosonographien, vor allem gastroenterologische, werden aber zunehmend problematisch. Es gibt ein älteres BSG-Urteil, in dem in der Begründung steht, dass Leistungen stationär durchgeführt werden können, wenn sie ambulant nicht oder nur mit unzumutbarem Aufwand zur Verfügung stehen. Das hat mir in Einzelfällen schon mal geholfen (BSG 3. Senat vom 10.04.2008, B 3 KR 20/07 R, nachzulesen in Rd. 28, letzter Satz).


    Gruß,
    S. Brand

    Hallo Forumsleser_innen,


    habe ein neues Problem. ?(
    Eine Krankenkasse fordert, die Portimplantation nach einem stationären internistischen Belegaufenthalt nicht als chirurgische AOP, sondern nachstationär abzurechnen. Ich weiß (oder meine), dass im Belegsystem vor - und nachstationäre Behandlung nicht abrechenbar ist.. Zusätzlich haben wir es hier ja noch mit einem Fachabteilungswechsel zu tun!
    Die Kasse hat mich nun aufgefordert, die gesetzlichen Regelungen dazu zu nennen, da im § 115 a SGB V keine Unterscheidung zwischen A- und B-Abteilungen getroffen seien und somit kein Ausschluss für Belegabteilungen formuliert ist. Diese kenne ich aber nicht, falls es sie überhaupt gibt.


    Wer weiß dazu etwas und kann helfen?


    Danke vorab und Grüße an alle!
    S. Brand