Beiträge von Ductus

    Sehr geehrte Forumsgemeinschaft,


    folgender Fall, zur Aufn. kommt eine 51 jährige Pat. mit Schwindel und Kollaps, bei Aufnahme fällt ein HB von 7,9 auf sowie eine vaginale Blutung.


    Die PAt. wird auf die innere Abteilung aufgenommen und bekommt 2 EK´s u.a. wird auch noch eine zus. gastologische Blutung mittels ÖGD ausgeschlossen.
    Somit bleibt als einzig bekannte Blutungsquelle die vag. Blutung.


    Bezüglich der Blutung wurde am Aufnahmetag ein Gynkonsil durchgeführt, jedoch wurde wegen der derzeit stabilen Verhältnisse sowie der derzeit laufenden Menopausenveränderung keine OP - Notwendigkeit gesehen, ebenso wurde keine Verödung vorgenommen. Dies hat der Gynarzt lediglich dann empfohlen wenn die Blutung massiver auftreten sollte.


    Wie ist der Fall nun zu kodieren ?
    HD die vag. Blutung oder D62 Blutungsanämie, die vag. Blutung wurde aber meiner Meinung nach nicht behandelt, sondern lediglich die Blutungsanämie....


    Vielen Dank für Eure Mithilfe.

    Hallo,


    mir ging es auch so dass ich Anfang des Jahres diese verwaschene Kodierempfehlung des MDK aufgriffen habe und sozusagen diese dann gegen den Gutachter verwendet habe, also umgekehrt habe. Die ersten Male in den Besprechungen gings gut und dann kam der massive Widerstand :) Heisst man hat sich dann in der Zwischenzeit belesen und versucht eine Strategie gegen die eigene Kodierempfehlung aufzubauen ... echt der Wahnsinn...
    Da ich speziell auf dem Fachgebiet der Anästheise od. Intensivmed. nicht sehr gut bewandert bin wollte ich mal fragen wie Ihre Erfahrungen sind, wenn z.B. ein Pat. bei Gabe von Sauerstoff einen PO2 von 122 hat und PCO2 50 ...
    Daran sollte man doch eigentlich erkennen dass der Patient abhängig vom Sauertoff ist. Es kommen dann immer die lustigen Argumente dass der Patient ja ein äusserst gutes PO2 hat hahah.. Soll man denn um den Code abzurechnen den Patienten immer erst den Sauerstoff für 10 Minuten abdrehen nur dass der Gutachter eine J96.- anerkennt??? Wie sind in einem solchen Fall Ihre Erfahrungen, wenn trotz O2 Gabe der PCO2 immernoch über 45 liegt? Meiner Meinung nach müsste man in einem solchen Fall dann nicht mehr von einer partialen resp. Insuff sprechen sondern golbal, was natürlich im gleichen Code sich wiederspiegelt.
    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen.

    Hallo Merguet,


    vielen Dank für Ihre Rückmeldung, ich sehe das eigentlich auch so dass die Aussage des Gutachters sehr weit hergeholt ist und somit keine HD darstellt.


    Der Gutachter stellt den Dekubitus als Symptom des diab. fußes hin.... :)
    Also langsam... Warum kodiert man dann einen Deku nicht als R-code??? :)

    Hallo und guten Abend,


    habe folgenden Fall.


    76 jähirger Pat. kommt mit Einweisung Druckulkus ferse.
    Bekannter Diabetiker, hatte auch schonmals ein Zehengangrän.


    Nun liegt bei dem Pat. ein Deku Grad 4 mit Nekrose vor. Der Chirurg sagt ganz klar nicht von dem Diabetes oder den Folgen davon sondern durch Druck und unzureichende Entlastung der Ferse. Dazu muss man sagen dass der Pat. pflegebürftig ist und teils Kontrakturen der Beine hat.


    Die Kasse will hier nun die E11.70 als HD weil der Patient ja schon vorher auch wegen Behandlung des diab. Fußes im Hause war.


    Der Gutachter argumentiert, dass der Deku wohl begünstigt durch die mangelnde Durchblutung entstand.... Bitte ?!?


    Äh bitte lieg ich hier nun falsch, wenn der Patient mit einem Deku grad 4 und Nekrose ins Haus kommt und zudem ein Pflegefall ist und Kontrakturen hat? Ebenso wurden die Nekrosen operativ abgetragen.


    Wie sehen Sie das???

    Hallo Herr Mehlhorn,


    kodiertechnisch gesehen denke ich hat pay die richtige Auslegung niedergeschrieben, jedoch gibt es immer wieder die alten Diskussionen mit dem MDK;
    Kann man denn eine KHK mit ASS therapieren??? Hierzu gibt es ja das bekannte Kodierbeispiel. So mancher Gutachter möchte z.B. eine I35.0 oder I65.2 oder I25.- am liebsten nur kodiert sehen, wenn das Messer gezückt wird :)


    Bitte nicht wieder die alten Diskussionswunden hier aufreißen...
    Ich denke wenn man die o.g. Medikamente gegeben hat dann kann man auch die Lci als HD wählen, da es sich hierbei um eine spez. Behandlung handelt auch wenn nun mal in der medizin nicht alles geheilt werden kann...

    Hallo D.Spörk,
    hilfreich ist in Ihrem Fall der Hinweis ICD10-GM zur U81:
    Hinw.: Es ist nur noch eine Sensitivität gegen nicht mehr als zwei Antibiotika-Substanzgruppen nachweisbar.
    Exkl.: Mykobakterien ( U82.- )

    Zudem finden Sie über die Suchfunktion sicherlich noch interessnte Informationen.
    Ebenso laufen viele Kodiervorschläge in manchen Häusern bereits über die zentralen oder externen Labore , heisst oftmals werden die Kodiervorschläge des jeweiligen Labors eingetragen.
    Habe aber die Erfahrungen gemacht dass man sich da nicht blind drauf verlassen kann...
    Schönen Tag noch

    Hallo P_Dietz,


    sehe ich auch so, das Beispiel in den Kodierrichtlinien ist sehr einfach gehalten, jeodch ist die Behandlung der Patienten oftmals komplizierter, sicherlich ist dann die Kodierung der HD R18 gegeben wenn dies auch der Aufnahme grund war und hier überwiegend der Aufwand betrieben wurde, wie Sie schon geschrieben haben sind hier im Forum ahufend Einträge passend dazu, deshalb macht es nicht viel Sinn hier nochmals ins detail zu gehen.
    Schönes Wochenende

    Hallo Pay,


    eigentlich behandelt man mit den Medikamenten die zugr. liegende Krankheit, das sind aber auch immer heisse Diskussionen in unserem Haus.
    Der MDK argumentiert dann immer mit dem Mehraufwand der Aszitesbehandlung. Wir verweisen dann immer auf die entsprechende Kodierrichtlinie.


    Bei uns fällt dann meist die Lci als HD nur durch, wenn absolut keine Medikamente hierfür gegeben wurden.
    Interessant werden die Diskussionen wenn ein Patient zur gezielten Aszitespunktion aufgenommen wird und die Diagn. u. therap. Maßnahmen mehrfach auf den Aszites gelegt werden, dann laufen die Diskussionen schwer auf die Kod. des Aszites als HD hinaus.


    Ich rede immer von Diskussionen, da es gar mit den eigenen Mitarbeitern und auch den verschiedenen MDK Gutachtern hier unterschiedliche Auffassungen gibt.


    Was haben denn die anderen Forumskollegen noch so an Informationen sammeln können?

    Hallo zusammen,
    die Idee mit der Kodierrichtlinie Nr.26 habe ich schon mal vor einigen Wochen ausprobiert. War auch die I65.2 zudem hatte der Pat noch ein VHF und KHK.
    Da ist der Gutachter fast aus der Hose gesprungen... Hat es aber dann anerkannt... War aber eine ewig lange Debatte!
    Bisher hat der MDK eben hier immer Erfolg gehabt...
    NAja man sollte öfters dissens einlegen und sich dann auch mal hinsetzen und ein schönes Schreiben aufsetzen. Was halt eben für beide Seiten sehr zeitaufwendig ist.


    Aber nicht dass Sie glauben dass wenn Sie dann einmal die I65.- mit der Argumenation durchgebracht haben, dass dann die Diskussionen beendet sind....
    Ne hat dann was von ... und täglich grüßt das Murmeltier...
    Schönes Wochenende!

    Hallo Frau Barudio,,


    die die Varizen wurden ligitiert, jedoch erfolgte keine weitere Diagnostik oder Therapie der Lci; Der Pat. hat zudem Schmerzmittel erhalten.


    Ich denke jedoch dass die Schmerzen nicht von der Lci oder den Varizen kommen sondern von dem Ulkus;
    Die Schmerzen waren auch der Grund warum der Pat ins Krankenhaus gekommen ist.


    MfG
    Poltergeist