Beiträge von P_Dietz

    Hallo,
    eines meiner Lieblingsthemen :-)


    Auch wir haben immer wieder diese sog. Gutachten... Im persönlichen Gespräch ist einer dieser Gutachter bei jedem Fall in o.g. Konstallation gleich eingeknickt und hat es akzeptiert - und schriftlich bekommen wir immer wieder diese BGA-Sause vorgehalten... Was soll man da sagen??


    Aus medizinischer Sicht halte ich es für verzichtbar, dass man eine BGA dafür braucht. Wenn die SaO2 pathologisch ist (akute oder chronische resp. Insuff = Diagnose) und man tut was (O2-Gabe, NIV, .... = Therapie), dann sind die Bedingungen der DKR zur Kodierung erfüllt. Punkt.


    Die Argumentation, Kodierleitfäden seien nicht verbindlich, ist schon richtig, aber leider nur richtig witzig - denn die BGA steht auch nur im Kodierleitfaden - nämlich dem vom MDK...


    Ich würde hier eine Klage anstreben!


    Viele Grüße
    P. Dietz

    Hallo,
    entschloß sich der Pat. z.B. am Di nachmittags zur OP und am Mi wurde morgens operiert, dann ist die OP keine 24 Std. vorher geplant gewesen, wurde er erst am Do operiert, dann sind es eben mehr als 24 Std. Das hat nix mit der Klinikaufnahme zu tun - die Op kann ja auch schon 2 Wochen vor Aufnahme geplant sein, der Pat. kommt aber erst geplant am Vorabend der OP. Das wäre auch "geplant chirurgisch".


    Viele Grüße
    P. Dietz

    Hallo zusammen,
    vielleicht sind auch die erosive Gastritis bzw. die akute Ulkusblutung die HD statt dem Delir? Konkurrierende HD - es gibt sicher auch genügend Argumente für die Ulcusblutung (Gastro, Überwachung, Hb-Abfall)... Vermutlich landet man dann in einer Fehler-DRG...?
    Insofern (Ulkus) ist die Aufnahme auf der Innere auch völlig klar - unsere Psychiatrie im Umkreis (eine eigene Klinik nur Psych.) würde solche Pat. mit Delir gar nicht aufnehmen, sondern sofort zu uns verfrachten! Was also steht dann im Vordergrund??


    Es ist allerdings schon erstaunlich, dass bestimmte DRGs so gar nicht auf irgendwelche Prozeduren oder Maßnahmen "reagieren" - regelmäßig wundert man sich auch über den "Erlös" von Intoxikationen, selbst wenn man diese 3 Tage beatmet (der bleibt nämlich gleich niedrig). Jaja, pauschalierendes System... Damit kann man JEDE Kritik erledigen...


    Viele Grüße
    P. Dietz

    Hallo Herr Rembs,
    eben auf die Saar-Mobile habe ich "gezielt". Das ist aber ja nicht Standard, und die Regel wird weiterhin sein, dass die Lyse beim Apoplex in der Klinik in den Pat. kommt.


    Die Komplexbehandlung ist ja nun ein anderer Streitfall. Aber auch dort ist es eher so, dass der MDK sich an fehlenden Strichlein ergötzt und die Ziffer dann streicht - Fachkompetenz und Nutzen für den Pat. bleiben bei diesen Betrachtungen außen vor (in JEDER Hinsicht, auch gutachterlich...).


    Viele Grüße
    P. Dietz

    Hallo not Arzt,
    es bleibt ja jedem unbenommen, sich auf Glatteis oder gleich ins Haifischbecken zu begeben, aber normal ist das nunmal nicht, dass man da die Lyse spritzt. Mag sein, wenn man wie mancherorts mit einem CT-Mobil zum Pat. fährt. Das weiß aber auch der MDK sollte man meinen. Und es bleibt denen natürlich auch unbenommnen, auch Dinge zu prüfen, die nur Arbeit machen und kaum was bringen... Und das ist eigentlich mal wieder der Punkt. Es wird mit Gewalt nach Dingen gesucht, nur, um Leistungen nicht bezahlen zu müssen.
    Wir hatten gerade bei einem Stroke-Pat (Monitorüberwachung...) das Problem, dass das EKG als Überwachungsparameter nicht dokumentiert sei.... Demnächst heften wir den Monitor noch an die Unterlagen für den MDK nach "Freeze"-Taste...


    Viele Grüße
    P. Dietz

    Hallo,
    irgendwie leuchtet einem nicht ein, warum aufgrund der Grunderkrankung ein künstliches Gefäß zugehen sollte - irgendwie kann eine Atherosklerose samt Reaktion des Gewebes ja wohl kaum an einem "gestrickten Schlauch" stattfinden....
    Aber was anderes: Auch wenn der Bypass schon vor Jahren angelegt wurde - ich bin der Meinung, dass eine Revisions-Code als OPS "Revision eines vaskulären Implantates" da immer dazugehört - man guckt sich das doch immer irgendwie an = re-vidieren = nochmals schauen... Und immer wieder ist der Revisionscode ebenfalls für eine DRG-Änderung gut!


    Viele Grüße
    P. Dietz

    Hallo,
    das ist doch wie mit dem "Patientenmanagement auf Intensiv", das vom MDK für die Diagnose der Sepsis gefordert wird. Es gibt das DIMDI-Blättchen, aus dem Sie ja zitieren, danach wird kodiert. DORT steht nix davon, wie und wo der Pat. zu behandeln ist! Dies ist KEIN Kriterium für die Diagnose. Das ist etwas, das auch mal ein für alle mal vor einem Gericht geklärt gehört! WELCHE Therapie ich verordne, bestimme immer noch ich als Arzt in der Klinik und nicht der MDK hinterher.
    Ich kann doch auch eine Fraktur kodieren, wenn der Pat. nur einen Gips bekommt oder einen Infarkt, wenn man der 99jährigen keine Lyse und keinen Herzkatheter zukommen lässt! Allerdings habe ich auch Gutachten gesehen, da wurde das einfach abgelehnt - selbst nach Widerspruch. Da geht der MDK deutlich zu weit, finde ich!


    Viele Grüße
    P. Dietz