Beiträge von baumac

    Hallo Medman2,


    so sehe ich das auch, ich weiß nur noch nicht, wie man das dem MDK plausibel machen kann, sofern er auf seiner Meinung beharrt. Wenn es Neuigkeiten gibt, werde ich berichten.


    Viele Grüße

    Hallo Forum,


    ich schiebe das Thema nochmals an, da ich vor kurzem eine schaftverankerte Knie-TEP (Fa. Smith & Nephew, Legion Hinge) vom MDK gestrichen bekommen habe.


    Strittig ist der kodierte OPS 5-822.h1, dieser wurde vom MDK in eine bicondyläre Oberflächenersatzprothese 5-822.g1 geändert.
    Laut OP-Bericht und auf den postOP Röntgenbildern ist jeweils ein tibial- und femural einzementierter Stem zu entnehmen. Der MDK sieht dies aber nicht als Verankerung, sondern argumentiert, dass nur eine quer durch den Knochen und Stem eingebrachte Schraube den Stem/Schaft verankern würde.
    Dies hab ich bisher in der Praxis so noch nicht gesehen, lediglich in Kombination mit einer periprothetischen Frakturversorgung. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, welchen Benefit eine quer eingebrachte Schraube bei intaktem Knochengewebe leisten soll, wenn der Stem fest einzementiert ist?


    Vielleicht gibt es ja weitere oder ähnliche Erfahrungen?


    Viele Grüße

    Vielen Dank für die Antwort.


    Auch nach dem mittlerweile 3. Gutachten kann der MDK das Myelopathiesignal nicht auf den Sturz zurückführen und bleibt bei der Spinalkanalstenose, da keine Halsmarkverletzung vorliege. Das Trauma wird komplett unter den Tisch fallen gelassen, es gibt seitens MDK auch keine Alternative für einen anderen "S-Kode".


    Der Fall wird wohl den Klageweg gehen müssen.




    Gruß, baumac.

    Hallo Forum,


    ich möchte hier mal folgenden Fall zur Diskussion bringen:
    Pat. ist zu Hause aus dem Bett gefallen und dabei mit dem Kopf auf den Nachttisch aufgeschlagen. Vorstellung im nächstgelegenen Krankenhaus, dort stellt man eine einseitige Parese fest, in der Bildgebung HWS zeigt sich eine Kompression des Myelons. Ebenfalls wurde ein BSV und eine Spinalstenose festgestellt. Man ging von einer nach Sturz exacerbierten Myelopathie als Ursache der Paresen aus (Hyperextensionstrauma). Taggleiche Verlegung in unsere Neurochirurgie.


    Hier erfolgte eine konservativ, symptomatische Therapie nach Dexamethason-Schema. Im Verlauf kam es dann noch zu einem Pneumothorax, Intensivstation, Beatmung, Durchgangssyndrom. Bei Rückverlegung waren immer noch verminderte Kraftgrade und Reflexe zu verzeichnen.
    Eine MRT HWS Aufnahme wurde wie folgt befundet: hochgradige knöcherne und weichteilbedingte Einengung des Spinalkanals, prävertebrale Flüssigkeitskollektionen (Hämatom) unter der langen Halsmuskulatur, langstreckige Myelopathie C3 bis C5 mutmaßliche Dekompensation einer Spinalkanalstenose durch das Trauma.


    Wir haben diese (traumatisch bedingte) Konstellation mit S14.0 Kontusion und Ödem des zervikalen Rückenmarks in Kombi mit S14.75! Verletzung des Rückenmarks: C5 kodiert.
    Der MDK sieht das natürlich ganz anders und ändert die S14.75! in G99.2* Myelopathie bei anderenorts klassifizierten Krankheiten und streicht die S14.0 komplett, da diese bereits mit M48.02 Spinalkanalstenose: Zervikalbereich abgebildet sei.


    Die abgerechnete DRG B61B mit 17 Tagen Verweildauer rutscht dann in die I68C ab


    Wie sehen Sie diesen Fall?


    Viele Grüße, Baumac.

    Hallo Forum,


    ich greife das Thema mal wieder auf, da ich aktuell ein Gutachten zum gleichen Sachverhalt auf dem Tisch habe.


    Zitat: [...] Anhand der Unterlagen ist die Notwendigkeit der Durchführung zweier getrennter stationärer Aufenthalte nicht nachvollziehbar. [...] Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Versicherte in die ambulante Behandlung entlassen wurde mit Wiederaufnahme außerhalb der OGVD. [...]


    Es wurde 2 mal DRG I10D abgerechnet, beim ersten Aufenthalt Implantation einer SCS-Testelektrode mit externem Aggregat, beim zweiten dann dauerhafte Implantation des Aggregates ohne Sondenkorrektur.


    Das oben erwähnte Urteil ist wohl vom LSG Saarland L 2 KR 51/08 vom 16.02.2011? Oder gibt es noch ein anderes/weiteres?


    Viele Grüße

    Der Fall wurde natürlich geprüft und die gesamte oGVD gestrichen.


    Hallo,


    anhand welcher Unterlagen wurde denn geprüft?


    Als Rechnungssteller/Leistungserbringer ist man halt in der Beweispflicht, daher würde ich versuchen mit dem Kostenträger eine Einigung zu erziehlen, dem müsste hoffentlich auch klar sein, dass niemand ohne medizinischen Grund 165 Tage lang im Krankenhaus liegt.


    Gruss, A.

    Hallo Susi,


    als Vorraussetzung sollte eine Bestimmung der Fruchtwassermenge mittels Sonographie vorliegen und diese kleiner als 500ml sein. Als Aufwand sollte die gezielte medikamentöse Geburtseinleitung eben wegen dem Fruchtwassermangel so dokumentiert sein (Geburtsprotokoll). Das hatte ich so eigentlich beim MDK immer durchbekommen.


    Gruß, A.

    Zitat


    Original von D. D. Selter:
    Wo ist eine Pflicht zur Überwachung bei einer Schädelprellung niedergelegt?


    Hallo Selter,


    der Einwand ist natürlich korrekt, die Pflicht ist so nirgends niedergeschrieben, allerdings zum Ausschluss eines SHT wäre die Aufnahme zur stationären Überwachung sicherlich zu begründen, bei einer Platzwunde wohl eher nicht.