Beiträge von medman2

    Hallo,


    überschrieben ist das Ganze mit:


    "Schiedsstelle nach § 18a Absatz 6 KHG

    In dem Schiedsverfahren, Aktenzeichen 1 K 15-21, wurde die folgende Vereinbarung durch den Beschluss der Schiedsstelle vom 22.06.2021 festgesetzt:"


    Es handelt sich offenbar um eine Entscheidung der Schiedsstelle.

    Die Bestimmungen in der PrüfvV, insbes. §11, beziehen sich doch nur auf die Fälle im MD-Verfahren, §275c Abs. 1 SGB V, oder?

    In der PrüfvV werden unter Bezug auf § 17c Abs. 2a KHG die Möglichkeiten zur Rechnungskorrektur (abschließend) geregelt (§ 2 Abs. 2 PrüfvV). D.h., es werden nicht nur Rechnungsänderungen bei Prüffällen adressiert ("regelt außerdem").


    Viele Grüße


    M2


    M2

    Hallo Stei-di,


    Rechtsgrundlage ist § 69 Abs. 1 Nr. 8 iVm § 30 IfSG. Im Grunde geht es nur mit einer entsprechenden Anordnung des Gesundheitsamtes, aus der die Pflicht zur Kostenübernahme resultiert.


    Viele Grüße


    M2

    Hallo Hempelchen,


    rein formal gilt die Entscheidung - zunächst - nur für MRSA, die ja in Ihrem Fall nicht vorgelegen haben.


    Allerdings ist m.E. eine analoge Anwendung auch nicht angemessen, weil sie sich auf "asymptomatische Keimträger mit Erregernachweis [...] ohne diesbezügliche Erkrankung" (Hervorhebung durch Verfasser) bezieht.


    Bei nachgewiesenen Keimen an einem Implantat handelt es sich um eine Infektion, insbesondere im Lichte der DKR D008, wenn Sie das Implantat explantiert haben .


    Viele Grüße


    Medman2

    :D:D


    Hallo Hüpki,


    zutreffend ist, dass der Sofa-Score kein "starrer Status der bei der Aufnahme" ist, " sondern vielmehr der Zustand des Patienten [...] im Verlauf" bestimmt wird.

    Maßgeblich für die Diagnose einer Sepsis ist ja auch ein Δ, und kein Absolutwert. Dabei können, sofern nichts anderes bekannt ist, normale Vorwerte unterstellt werden, sodass auch ein initialer Einzelwert als Δ interpretiert werden kann.


    Maßgeblich ist jedoch der Sofa-Score und nicht der qSofa-Wert, der allenfalls einen Hinweis auf eine Sepsis geben kann.


    Viele Grüße


    M2

    Hallo Herr Breitmeier,

    ... Eine Stabilisierung des Patienten auch mittels Intubation und Beatmung gehört durchaus zu denjenigen Aufgaben und Tätigkeiten, die sogar im hausärztlichen Notdienst und der Wohnung des Patienten stattfinden können. Und damit „geht das notfalls auch ambulant“.

    Was doch so alles möglich ist?

    Ich erwarte nicht, dass mir hierzu jetzt viele Diskutanten zustimmen werden, ...

    Das sehen Sie richtig.


    Viele Grüße


    Medman2

    Hallo Ductus, hallo Herr Berbuir,


    besten Dank für die Erläuterung. Ich wusste nicht, dass die Fälle erst konsekutiv verhandelt und dann konsekutiv die Urteile verkündet werden.


    Viele Grüße


    M2

    Hallo,


    das ist interessant. Wie kann die beklagte Krankenkasse die Revision in Fall 5 nach Verkündung der Urteile in den Fällen 6 bis 8 zurücknehmen?


    Viele Grüße


    M2.

    Hallo,


    … bei Anwendung der Absätze 1 bis 3... in denen aber steht ja nun am Ende immer Ausnahme von Wiederaufnahme bei entsprechender Kennzeichung der Spalte.

    Hallo Rokka,


    Achtung, bei Fällen gemäß § 2 Abs. 3 (Wiederaufnahme wegen Komplikationen) gibt es keine Ausnahme von der Wiederaufnahme.


    Zusammengefasst geht es in der von Ihnen zitierten Regelung gemäß § 3 Abs. 3 iVm § 2 Abs. 4 FPV eben auch um kombinierte Fallzusammenführungen.


    Die gesamte Regelung ist unübersichtlich bis dorthinaus. Eigentlich bräuchte man für die Frage von Fallzusammenführungen einen eigenen "Grouper" oder eine eigene App.


    Viele Grüße


    Me

    Hallo Merguet,


    § 283 Abs. 2 Nr. 3 SGB V:

    "Der Medizinische Dienst Bund erlässt […] Richtlinien für die Tätigkeit der Medizinischen Dienste nach diesem Buch […]; diese Richtlinie ist erstmals bis zum 28. Februar 2021 zu erlassen und bei Bedarf anzupassen, […]

    Die Richtlinien [...] bedürfen der Genehmigung des Bundesministeriums für Gesundheit."


    Mal so als Laie gefragt: Wann ist eine Richtlinie erlassen? Vor oder nach der Genehmigung?


    Viele Grüße


    M2

    Hallo HPetz,

    Voraussetzung für die AWP ist, dass Sie einen Aufwand hatten. Typischerweise wird da die Versendung der Akten gewertet.


    Wenn der MDK die Prüfung anzeigt, Sie Akten übersenden und die KK die fristgerechte leistungsrechtliche Mitteilung versäumt, besteht Ihr Anspruch auf die AWP. Maßgeblich ist das Fristversäumnis der KK, das mittelbar auch eintritt, wenn der MDK die zeitgerechte Begutachtung versäumt.


    Im Normalfall muss der MDK Ihnen das Ergebnis (!) der Begutachtung mitzuteilen. Ein Anspruch auf die Einzelheiten besteht nicht.

    Bei dem für uns zuständigen MDK funktioniert das relativ verlässlich.


    Vom sozialmedizinischen Dienst der Knappschaft erhalten wir das GA immer über die Knappschaft. Der SMD ist rechtlich nicht eigenständig. Dieses Konstrukt ist m.E. fragwürdig.


    Viele Grüße


    M2