Beiträge von Huibu

    Aber wenn der Konsiliararzt "nur" draufschaut, ..keine Salbe, kein Verband.., kann ich diese Erkrankung dann trotzdem als ND kodieren?

    ...:-)

    Konsil - Draufschauen - Diagnose stellen = Aufwand.

    Also ja.

    Problematisch wird es bei zufälligen Nebenbefunden im Sono oder ähnliches. Wenn der Befund außerhalb der Fragestellung liegt und sonst nichts weiter gemacht wird, dann dürfte das nicht angegeben werden.


    Gruß

    Huibu

    Hallo zusammen,


    ja, die MD´s sind unterschiedlich in den Anforderungen. Selbst die Gutachter untereinander arbeiten teilweise sehr unterschiedlich.

    Das ist manchmal ärgerlich.

    Mir geht es aber nochmal um den Begriff Sitzwache. Als ich noch psychiatrisch tätig war, hieß die Betreuung im Rahmen einer Fixierung auch Sitzwache. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie wir eine 1:1 Betreuung ohne Fixierung genannt haben (was ja zeitweise deutlich aufwendiger ist...). Allerdings hatten wir damals einen Pool an Mitarbeitern, die diese Wache übernommen haben (nachts und am WE), die halt nicht die Qualifikation (und Bezahlung) aufwiesen, die heute gefordert ist. Ärzte im Studium, Pflegehelfer usw. Ich gehe davon aus, dass es Krankenhäuser gibt, die das weiterhin so handhaben und halt Krankenhäuser, die die "Wache" per Videoschaltung oder "durch die Scheibe" machen, oder auch Situationen vorkommen, in denen mehr als eine Person gleichzeitig betreut (und eben nicht nur "bewacht") wird, wenn zB zeitgleich zwei fixierte Menschen auf einer Station sind und da eben nicht für jeden Patienten eine Fachkraft abgestellt wird. Die Betreuung einer Kleingruppe ist im OPS abgeschafft worden, was ja nicht bedeutet, dass es das im wahren Leben nicht mehr gibt... Dementsprechend muss halt dokumentiert sein.


    Ich finde das ganze System völlig krank, alleine wenn ich mir das Wirtschaftlichkeitsgebot ansehe... "Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein, sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. "

    Viele Jahre nach der DRG-Einführung sehen wir doch alle, dass Leistungen darüber hinaus nicht anerkannt werden. Das PEPP-System ist dabei sich anzupassen.


    Ein schönes Wochenende.

    Huibu

    Hallo,


    ich hatte den MD in bisherigen Gutachten so interpretiert (nur meine Gedanken und Erfahrungen dazu):

    1. Ist es eine 1:1 Betreuung oder eine Fixierung mit 1:1 Betreuung und ist die 1:1 Betreuung angeordnet - denn darum geht es? (Lösen wir mit einem Kästchen zum ankreuzen neben der Fixierungsanordnung).
    2. Ist es eine 1:1 Betreuung oder halt nur eine Sitzwache? Bei einer Sitzwache ist das Mindestmerkmal der Qualifikation nicht notwendig und somit nicht anzugeben.
    3. Regelmäßige Doku (bei uns 30 Minütig) über Betreuung bzw. Betreuungsangebote und Stimmung des Patienten (Kurz und knapp) plus alle 15 Min Handzeichen.
    4. Bei Betreuerwechsel einmal den vollen Namen zu den Handzeichen angeben, damit theoretisch bei einer Strukturmerkmalsprüfung die Qualifikation nachgewiesen werden kann.

    Das sind derzeit die formalen Kriterien, die nach langem Hin und Her bei uns zu weniger Streichungen in dem Bereich führten. Ein Gutachten hatten wir allerdings auch schon, was die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme anzweifelte und meinte eine Sitzwache hätte gereicht. Da half dann nur die Einigung mit der KK.


    Vielleicht hilft es etwas weiter. Ich persönlich kann nur empfehlen das Wort Sitzwache im Sprachgebrauch zu verbannen, denn das ist nicht das, was mit einer 1:1 Betreuung gemeint ist...


    Viele Grüße

    Huibu

    Hallo zusammen,


    wie wird in den unterschiedlichen Einrichtungen mit Medizinischen Begründungen bei befristeten Kostenübernahmen umgegangen? Wir machen dies per DTA - kurz und sachlich. Nun reicht es einer Privaten Kasse so nicht aus, diese besteht auf ausführliche Berichte. Ist dies üblich? Nach welcher rechtlichen Grundlage? Habt Ihr Tipps? Möchte eigentlich nicht, dass wir wieder dazu übergehen ganze Arztbriefe dahin zu senden - während des Aufenthaltes.


    Vielen Dank für Eure Antworten!


    Viele Grüße

    Huibu

    Hallo,

    meines Wissens darf der Entzug nicht mit dem schädlichem Gebrauch gleichzeitig angegeben werden. Ein Entzug schließt auch die Abhängigkeit ein (sonst wär man ja nicht entzügig...). Die Abhängigkeit selber gibt man ja eh nur an, wenn spezifisch was daran gemacht wurde (Suchtgruppe oä.).

    Ach ja, Inhaltlich könnte man noch darüber diskutieren, ob wirklich ein Entzug stattfand, da Pregabalin ja auch als Mittel gegen Angststörung zugelassen ist. Ggf. ist diese "mitbehandelt" worden und tritt nun nach absetzen viel deutlicher zutage... Aber das wäre ja ne andere Diskussion...


    Viele Grüße

    Hallo,

    bei uns entwickelt sich das täglich... Home Office wird (noch vereinzelnd) möglich gemacht, da ich persönlich aber mit den Akten arbeite bringt mir das nicht viel. Wir haben erstmal alle unnötigen Kontakte (Besprechungen, Übergaben usw) abgesagt und halten Mindestabstand (Schreibtischentfernungen, wenn möglich Bürowechsel mit mehr Abstand zu den Stationen oä) ein. Ein sehr "ruhiges" arbeiten zur Zeit.


    Ich persönlich bin da nicht verunsichert, sondern frage mich ob, bzw. wann die Ansage kommt, dass wir wieder am Patienten arbeiten sollen.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen und vielen Dank für die Antworten...


    Es sind meistens bestimmte Kassen, mit denen wir dann diese Probleme haben und die lassen Erfahrungsgemäß eher weniger mit sich reden.

    Kassen, die vor Ort Ansprechpartner haben und die regionalen Gegebenheiten kennen lassen die Fälle "noch" meistens nicht prüfen oder sprechen im Falldialog mit uns und wir einigen uns im Sinne der Versicherten und des Krankenhauses.


    @E_Horndasch: Da könnten Sie wohl recht haben....:S

    Hallo zusammen,


    ich hoffe, meine Frage ist hier einigermaßen richtig zugeordnet....:/;)


    Wir haben neuerdings immer häufiger Probleme mit teilstationären Leistungen und folgenden MDK-Gutachten, die Fehlbelegung und ambulant möglich bescheinigen. Soweit so unschön.


    Derzeit habe ich allerdings auch mehrere negative Gutachten, in denen es um Zusatzentgelte (Octagam, Tysabri und ähnliches) geht, worin dann auch die ambulante Behandlungsmöglichkeit aufgezeigt wird und somit automatisch auch die zeitweise mehrere Tausend Euro hohen

    ZE´s gestrichen werden.


    Nun ist es regional so, dass im Umkreis von ca 50km nur eine Praxis die Gabe von solchen Medikamenten überhaupt anbietet und nicht jeder dieser Patienten dort angebunden ist und es werden keine neuen Patienten angenommen, bzw. nur mit mehrmonatiger Wartezeit.


    Wie würdet Ihr in solchen Fällen reagieren, bzw. welche Möglichkeiten haben wir, damit solche Leistungen zumindest Kostendeckend erbracht werden können? Eine Ermächtigung liegt nicht vor und ist wohl bereits mehrmals abgelehnt worden.


    Vielen Dank für Eure Hilfe und schönes Wochenende!


    Huibu