Beiträge von kodifine

    Wir liegen mal wieder im Disput mit dem MDK....


    Pat. kam zur Abklärung Teerstuhl/Blutungsanämie (Hb 3,0 g/dl). Gastroskopisch Ulcera duodeni mit Koageln -> Unterspritzung sowie PPI-Therapie. Im Verlauf kam respiratorische Insuffizienz - belegt durch path. BGA und O2-Gaben - ... kodiert wurde J96.0.


    Der MDK argumentiert, dass die respiratorische Insuffizienz durch die hochgradige Anämie eindeutig klassifiziert sei und man daher nicht die J96.0 ....anderenorts nicht klassifiziert.... kodieren könnte, da es ja durch die hochgradige Anämie klassifiziert wäre und schlägt die J96.9 als Gegenkodierung vor.

    TT  
    Sicherlich lag eine Schluckstörung vor aufgrund des Fremdkörpers, der unserer Ansicht nach aber die "zugrunde liegende" Erkrankung war.


    gefi
    Mit der K22.4 als ND könnte ich auch leben, aber nicht als HD.


    Vielen Dank schon mal für ihre Meinungen.


    Leider nur verregnete Grüße aus dem Pott.

    Folgenden Fall möchte ich gern hier zur Diskussion bezüglich der Hauptdiagnose stellen:


    Pat. hatte vor 5 Tagen einen Nektarinenkern verschluckt, kommt nun mit Globusgefühl, feste Nahrungsaufnahme nur erschwert möglich. Endoskopisch wird der Kern im oberen Ösophagusbereich entfernt. Es lagen zudem zwei Druckulcera im oberen Ösophagus vor.


    Wir haben als Hauptdiagnose die T18.1 - Fremdkörper im Ösophagus gewählt, der MDK hat dies moniert und die K22.4 - Dyskinesie des Ösophagus gegenkodiert mit der Begründung, dass dies spezifischer wäre.


    Wir sehen aber den Fremdkörper im Ösophagus als spezifischer an.


    Wie wird dies hier im Forum gesehen?

    Hallo und guten Morgen liebe Forumuser,


    ich habe zwar schon die "Suchfunktion" genutzt, aber bin dennoch leider bezüglich meiner onkologischen Frage nicht so recht weiter gekommen....


    Pat. mit B-NHL, initial im Stadium IIE; Histologie diffus großzelliges B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom.


    Mehr Angaben habe ich leider nicht dazu, leider kann ich somit auch nicht in der Tabelle der Morphologie-Kodes weiter schauen.


    Wie kodiere ich nun das NHL?


    C83.3 - Diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom


    oder


    C85.9 - Non-Hodgin-Lymphom, n. n. bez.


    Gruß und schon mal vielen Dank


    Kodifine

    Guten Morgen liebe Forumuser,


    wir haben folgendes Problem:


    Pat. mit Rektum-Ca., erweiterte anteriore Rektumresektion mit Anlage eines protektiven Ileostoma 04/11.


    Aktuelle Aufnahme (05/11) aufgrund einer Abszedierung im Bereich der Anastomosenstelle im Rahmen einer Anastomoseninsuffizienz. In der Diagnostik entleerte sich spontan Eiter, es erfolgten Fistelspülungen, antibiotische Therapie. Erst zum Ende des stat. Aufenthaltes wurde der 1. Zyklus einer adjuvanten Chemo appliziert (dies war aber nicht der primäre Aufnahmegrund!).


    Wir hatten als HD K91.88 kodiert und den Malignom-Kode als ND, da die primäre Aufnahme nicht zur Fortsetzung der Malignom-Erkrankung war. Nun interpretiert der MDK die DKR 0201j dahingehend, dass der Malignom-Kode als HD zu wählen ist für jeden Krankenhausaufenthalt, bei dem eine Behandlung etc. des Malignoms erfolgte, also auch wenn primär Aufnahme wegen anderer Ursache und erst im stat. Verlauf z. B. Chemo etc. erfolgte.


    Wie wird dies im Forum gesehen?


    Herzlichen Dank vorab für ihre Meinung.

    Hallo lieber Forumuser,


    ich habe folgendes HD-Kodierproblem:


    Pat. kam notfallmäßig zur Akutintervention bei massiv ausgeprägter Urtikaria im Bereich des Integumentes.


    Dermatologischer Befund: Makulopapulöses Exanthem am STtmm mit Übergriff auf die Extremitäten und Mitbeteiligung der Lippen.


    Anamnestisch hatte die Pat. einen Infekt im Zahnbereich und daher Clindamycin verordnet bekommen.


    Wir therapierten mit SDH 500 mg und Fenistil i. v.


    Sicherlich könnte man es im Sinne eines angioneurotischen Ödems (T78.3) sehen, aber andererseits auch im Sinne einer generalisierten Hauteruption durch Drogen oder Arzneimittel (L27.0)......


    Wie sehen diesen Fall andere Forumuser?


    Vielen Dank vorab für ihre Beiträge.

    Hallo liebe Forumuser,


    ich habe folgendes Kodierproblem:


    Aufnahme per KTW liegend. Pat. ansprechbar, berichtet, dass er nach Injektion einer Vitamin-Aufbauspritze kollaptisch geworden sei. RR bei Aufnahme 80/50 mmHg. EKG bis auf vorbekanntes VHF unauffällig. Nach passagerer Flüssigkeitssubstitution Pat. rasch beschwerdegemindert.


    Wir gingen aktuell von einer vasovagalen Reaktion nach i. m. Injektion aus.


    Ich schwanke nun bezüglich der Hauptdiagnose zwischen R55 und T80.8. Tendiere eher zur T80.8, da die vasovagale Synkope als Komplikation nach der i. m. Injektion eintrat.


    Wie wird dies von anderen Usern gesehen?


    Herzlichen Dank vorab.

    Herzlichen Dank für die schnellen Rückantworten.


    gefi
    Aber die Kodierempfehlung 14 bezieht sich doch nur auf einen "normalen Alkoholrausch" und nicht um eine Mischintoxikation mit Alkohol+Tabletten im Sinne eines Suizidversuches..... Z. B. mit der F10.0 habe ich dann ja nur den Rausch abgebildet aber nicht die Mischintoxikation.


    HF
    Mit ihrer vorgeschlagenen HD kann ich mich schon mehr anfreunden.


    Trotzdem bin ich noch nicht ganz glücklich damit. Andererseits wenn man sich die DKR 1916 anschaut .....oder unsachgemäßer Anwendung, Einnahme zwecks Selbsttötung und Tötung und bei Nebenwirkungen verordneter Medikamente, die in Verbindung mit einer Eigenmedikation
    eingenommen werden...... das stört mich der Zusatz "in Verbindung mit einer Eigenmedikation eingenommen...".


    Ich hätte nicht gedacht, dass eine eigentlich so klare Aufnahmesituation zu (m)einem umfangreichen Kodierproblem werden würde :-)


    Gruß kodifine (ehemals als Jacqueline angemeldet)