Beiträge von borchelt

    Hallo Forum, hallo Herr Sommerhäuser,


    das InEK hat jetzt den "G-DRG V1.0 Report-Browser" für Access 2000 veröffentlicht.


    Ich habe mich noch einmal sehr um den Online-Browser bemüht, aber - und das geht ja auch aus der Diskussion hier hervor - ein entsprechender Online-Service wäre ausschließlich Aufgabe des Instituts. Mein Eindruck ist jedoch, dass die Tür dazu durchaus eine Handbreit offen ist. Wer also jetzt im Interesse der Sache über Kapazitäten verfügt und sich bemühen mag, die Tür ganz zu öffnen, sollte dies m.E. unbedingt versuchen. Ansonsten würde es auf jeden Fall noch dauern, momentan gibt es zu viele andere Dinge zu tun.


    Gruß,
    M. Borchelt

    Hallo Forum,


    um Missverständnissen zu begegnen: völlig unabhängig von formalen und rechtlichen Fragen ist von offizieller Seite gestern äußerst konstruktiv und pragmatisch mit der inhaltlichen Fragestellung umgegangen worden. Das Interesse der Krankenhäuser wurde durchaus als berechtigt anerkannt, die Notwendigkeit einer Bereitstellung der Berichtdaten in digitaler Form, einschließlich der Art der Hilfestellung, die der Browser bietet, wurden kurzfristig und unbürokratisch positiv beurteilt. Die InEK gGmbH hat ganz im Sinne der erforderlichen Transparenz eine entsprechende Unterstützung der Krankenhäuser spontan als hilfreich angesehen und die Bereitstellung der Daten angekündigt.


    Die Entscheidung verdient deshalb wirklich Anerkennung und Respekt. Es besteht - das zeigt die schnelle Reaktion - auf offizieller Seite durchaus die Bereitschaft, konstruktive Vorschläge auch kurzfristig aufzunehmen. Die absolut notwendige Voraussetzung hierfür war, den Online-Browser zunächst nur den offiziellen Stellen zugänglich zu machen, um die Frage der Zulässigkeit eines entsprechenden Angebots klären zu können. Bedauerlicherweise lag dazwischen allerdings ein Zeitfenster des ungeschützten Zugangs zum noch nicht autorisierten Browser.


    Es ist sehr zu begrüßen, dass sich das BMGS und die InEK gGmbH daraufhin klar zu den Urheberrechten geäußert haben. Bei aller verständlicher Ungeduld, ist dies unsererseits grundsätzlich zwingend zu respektieren. Erst die Wahrung und Wahrnehmung der Urheberrechte durch das DRG-Institut kann langfristig die notwendige autorisierte und valide Datengrundlage sichern. Und nur die sollte auch den Werkzeugen zugrunde gelegt werden.


    Mit dem Ergebnis (kurzfristige Bereitstellung der Daten mit zugehörigem Tool) können daher alle sehr zufrieden sein, auch wenn der Ablauf insgesamt noch etwas besser hätte sein können.


    MfG,
    M. Borchelt
    Forschungsgruppe Geriatrie

    Zitat


    Original von mthieme:
    Ich habe soeben telefonisch aus dem InEK die Bestatetigung erhalten, das der "umstrittene" Datensatz kurzfristig auch in EDV-lesbarar-Form zum Download bereit gestellt wird. Vielen Dank an Herrn Dr. Heimig fuer die schnelle Reaktion!


    Damit kann dann wohl auch jeder in den Genuss des TOOLs von Herrn Borchelt kommen.



    Liebe Kollegen,


    zu beachten ist noch der nunmehr explizit hinzugefügte Copyright-Hinweis auf der Download-Seite des PDF-Projektberichts. Zur Info: Rein rechtlich bestand das Copyright auch ohne diesen expliziten Hinweis auch für die nicht mit Kopierschutz versehene Datei, die Rücknahme war daher erforderlich.


    Ich möchte mich bei allen herzlich für die sehr positiven Rückmeldungen bedanken - immerhin bestand das Angebot nur etwa einen Tag. Für diejenigen, die "zu spät" dran waren: Offiziell hat die Funktionalität des Browsers durchaus überzeugt...



    MfG,
    M. Borchelt
    Forschungsgruppe Geriatrie am EGZB

    Liebe Kollegen,


    ich muss alle, die bis jetzt noch keinen Blick darauf werfen konnten, um etwas Geduld bitten: Mir ist leider erst heute aufgefallen, dass die auf http://www.g-drg.de zuerst veröffentlichte und in vollem Umfang frei zugänglich gemachte PDF-Datei (Erstelldatum 23.12.2002), die ich am 27.12.2002 heruntergeladen hatte, nachträglich ersetzt wurde durch eine mit Kopierschutz versehene Datei (Erstelldatum 30.12.2002).


    Es fehlen zwar nach wie vor Hinweise auf Beschränkungen im Umgang mit der Datei und ich bin nach wie vor der Auffassung, dass ein hohes und berechtigtes Interesse der Krankenhäuser an einer effizient nutzbaren Aufbereitung der Informationen des Projektberichts besteht, aber ich meine, ich muss an dieser Stelle auf den geänderten Status der Ausgangsdatei hinweisen und möchte eine offizielle Stellungnahme zu den diesbezüglichen Hintergründen zunächst noch abwarten.


    Ich persönlich stehe auf dem Standpunkt, dass allen mit einer offiziell autorisierten, maschinenlesbaren Fassung grundsätzlich noch mehr gedient wäre. Dafür habe ich mich jetzt eingesetzt, auch um zu verhindern, dass unnütz Arbeitskraft hierfür aufgewendet wird.


    Falls jemand den formal-rechtlichen Status in einem solchen speziellen Falle kennt, bin ich natürlich für jede Information dankbar. Der Kommentar von Herrn Roeder bestärkt mich darin, den Browser in vollem Umfang bereit zu stellen, wenn das juristisch trotz der nachträglich geänderten Attribute der Ausgangsdatei auch einwandfrei ist. Momentan scheint es zumindest nicht ganz dem Willen des Urhebers zu entsprechen.


    MfG,
    M. Borchelt

    Hallo Herr Jacobs,


    also ich würde "das Ding" nicht abtippen...


    Gruß,
    M. Borchelt
    DRG-Projekt der BAG KGE e.V.
    PS - Die Forschung ist diesbezüglich durchaus bereits "am Ball". Der Nutzen der Einzelkostendaten für das direkte Med.-Controlling erschließt sich mir noch nicht ganz. Die Verfügbarkeit der Datengrundlage zur Kodierung von HD, ND, und PROZ inkl. Kodierfehlern schon eher (Schulung, Interpretationsfähigkeit etc.), diese Daten sind auch seit einiger Zeit bereits zugänglich.
    Die MC-Kunst wird m.E. 2003 sein, den Katalog V1.0 aufgrund der jetzt transparenten und beschreibbaren Schwächen nicht zum Steuern zu verwenden. Noch wichtiger: Der Katalog 2004 muss besser und wird anders sein. Und: Mit der jetzigen Dokumentation wird die Grundlage für den 2005er Katalog gelegt - beides sollte Hauptaugenmerk sein.

    Hallo Forum,


    das InEK hat den detaillierten Projektbericht zur Erstkalkulation veröffentlicht (www.g-drg.de) - einschließlich der "klinischen Profile" je DRG nach australischem Vorbild.


    Für Geriatrie-Interessierte haben wir daraus einige der geriatrierelevanten Aspekte kommentiert auf BAG-Geriatrie zusammengestellt.


    MfG,
    M. Borchelt
    DRG-Projekt der BAG Klinisch-Geriatrischer Einrichtungen e.V.

    Zitat


    Original von cjacobs:
    Für mein (Nicht-Verlegungs-) Beispiel bleibe ich weiter bei [blue]Variante B.[/blue]


    Hallo Herr Jacobs,


    dann stimme ich zu: [blue]B[/blue]


    Und bei Verlegungsfällen gilt m.E. das gleiche Prinzip, nur mit der ausgewiesenen Tages-Bewertungsrelation für ext. Verlegungen und angewendet auf alle Tage unterhalb der MVD.


    Gruss,
    M. Borchelt
    DRG-Projekt der BAG KGE e.V.

    Zitat


    Original von Schmitt:
    steht m. E. schon drin, nämlich in § 1 Abs. 2 Satz 2 des Referentenentwurfs zum KFPV!


    und:
    Nicht ganz, denn für 27 Tage gibt´s nix, aber auch gar nix mehr oder weniger als für 9, 26 oder sogar 41 Tage. Der erste Tag mit Zuschlag ist der 42.(OGVWD). Also gibt´s für 42 Tage (4,732 + 0,073) x Baserate. Für 51 Tage gäbe es (4,732 + 10 x 0,073) x Baserate.


    Hallo zusammen,
    dem kann man nur beipflichten - ohne "Anleitung" (KFPV-Regelungen) kommt man mit der FP-Tab. allein nicht zurecht...


    Aber: Hat Herr Jacobs uns verraten, ob er es mit einem Verlegungsfall zu tun hat? Wenn nicht, ist ihm wohl "nicht zu helfen" :look: - im Verlegungsfall würde es nämlich bereits unter der MVD "abwärts" gehen: ALLES unter MVD ist momentan mit Abschlag besetzt und oberhalb der MVD bis unter oGVD gibt's grundsätzlich nie was dazu (da der Erlös aber auf MVD geeicht ist, geht es netto gesehen ab MVD immer abwärts - der relative Erlös pro Tag sinkt, s. Abb), erst mit Erreichen des im Katalog ausgewiesenen oGVD-Tages (s. Bsp. v. Hr. Schmitt) gibt's (scheinbar) "was dazu" (sog. Zuschlag) - jedenfalls klingt das besser, es bedeutet in med. DRGs aber oft nur: die "Erlösquote pro Tag" hört auf, immer weiter in den Keller zu gehen - denn man darf ja nicht vergessen: jeder weitere Tag produziert weitere Kosten - und man hat bereits das relative "Minus" ab MVD auf dem Buckel - bis dann die oGVD irgendwann erreicht ist. Aber mit den jenseits der oGVD erzielten "Zuschlägen" kann man kaum (eher: nie) den Verlust zwischen MVD und oGVD wieder aufholen. Wie gesagt: Es hört nur auf, immer noch schlimmer zu werden (beispielhaft berechnet nur für B70A: wenn man das endgültige RG mit allen Zu-/Abschlägen auf verschiedene aufgewendete Verweildauern bezieht, kann man sich ansehen, was der Gesamterlös wirklich bedeutet - siehe Abb. anbei). Wohlgemerkt: Im Falle, dass man "alleine" behandelt und nicht extern verlegt oder aufnimmt, sieht die Kurve anders aus - nämlich eher so, dass das mit einem entsprechenden Fallmix auch wirklich funktionieren kann (wenn die VWD-Grenzen stimmen).


    Fazit: In solchen DRG's, bei denen man fast nur Verlegungsfälle hat (egal, ob A- oder E-Verlegung), und die zudem B70A-ähnliche Zu-/Abschlagsrelationen aufweisen, kann man m.E. kaum je einen tragfähigen "Mix" erzielen (worauf das System ja "eigentlich" beruhen sollte), man könnte nur versuchen, die MVD immer exakt zu treffen (absurd), da man unterhalb der MVD einfach zuwenig Erlös erwirtschaftet (im Vgl. zu Nicht-Verlegungsfällen), um Fälle oberhalb der MVD wieder auszugleichen -- jedenfalls ist das so in B70A, ausgerechnet in der Fallgruppe also, die die höchste Verlegungsquote hat (vgl. Mansky & Repschläger, f&w, 3/2002). Dabei kommt der Erstbehandler im Schnitt noch etwas besser weg, als der Nachbehandler - obwohl der bekanntlich das höhere VWD-Risiko trägt. Bliebe für spezialisierte Nachbehandler (wie zB die Geriater), die fast das ganze Haus voll mit derartig gelagerten Fällen haben (60-80% Zuverlegungen) eigentlich nur: Wenn die MVD erreicht ist und der Pat. nicht entlassen werden kann - ins nächste KH verlegen (auch absurd).


    Auf jeden Fall aber betrifft dieser Problembereich perspektivisch auch alle diejenigen, die bislang gewohnt sind, bestimmte Pat.-Gruppen weiterzuverlegen - das Problem der "Nachbehandler" kann schnell zu einem der "Vorbehandler" werden.


    Falls jemand in einer anderen DRG bereits eine ähnliche Kalkulation vorgenommen und festgestellt hat, dass die Zuschläge die Tageserlösquote zügig wieder verbessern oder die Verlegungsabschläge weniger krude Wirkung entfalten: Für einen solchen Lichtblick wäre ich dankbar - ich vermute aber, dass es den nicht gibt (Stichwort: "Fehlanreiz").


    Ebenso "glücklich" wäre ich aber auch, wenn mir jemand nachweisen kann, dass das so nicht stimmt... schlagartig, sogar!


    Ansonsten: "Es ist ja nur ein Entwurf"... (und laut BMG soll auch noch etwas korrigiert worden sein - man darf also weiter gespannt sein).


    Schlaflos,
    M. Borchelt
    DRG-Projekt der BAG KGE e.V.
    P.S.: Wer lieber Tabellen mag - die XLS zum Nachrechnen folgt