Beiträge von Dr_A_Jockwig

    Hallo Herr Harmsen,
    im Gegensatz zu den KK unterscheiden sich die Leistungserbringer jedoch erheblich in ihrem angebots- und Leistungsspektrum. Hier besteht also Wettbewerb! Brauchen wir 350 Kassen die sich nichtin ihrem Leistungsspektrum unterscheiden? Wenn hier ein Angebotswettbewerb bestünde wäre ja alles gut, na ja eben etwas besser!
    AJ;)

    Eine kurze Anmerkung noch:
    Was ist die Methode der Wahl bei Entbindung? Ich dachte die Sectio ist noch nicht Goldstandard für jede Entbindung. Und ohne Risiko ist diese OP ja auch nicht, oder?
    Liebe Grüße AJ8)

    Hallo ToDo, hallo Forum,


    ich finde es schon interessant, dass Sie die Personalkosten und auch die übrigen Verwaltungskosten als selbstverständlich und sachgerecht verstehen. Die Kosten für die Behandlung von Patienten (stationär, ambulant, Medikamente) geben Sie dann mit > 80% an und stellen dies als größeres Problem dar.
    Der gemeine Patient würde denken, dass nahezu 100% seines KK-Beitrags hierfür aufgewendet werden.
    Wieso übernehmen wir den nicht auch das australische Krankenversicherungswesen, wenn wir schon deren DRG's übernommen haben. Die haben Verwaltungskosten von 2,7% und das obohl es sich um eine staatliche Institution handelt. Da sich die Leistungen der 350 Kassen der GKV sowieso nicht unterscheiden (dürfen) würde es eine Einheitskasse doch auch tun; Leistungswettbewerb gibt es doch sowieso nicht - nur vielleicht um dumme Werbesprüche. Also 50% weniger Verwaltungskosten sind drin, Sie müssen nur die Wirtschaftlichkeitsreserven bergen.


    Zum Thema Wunschsectio stimme ich Ihnen zu. Es kann m.E. nicht finanzielle Aufgabe der Gesellschaft sein, die gesundheitlichen Wünsche einzelner zu befriedigen. Jedoch kann es m.E. um so weniger Aufgabe der Leistungserbringer sein, hierüber zu richten für wen was bezahlt wird. Hinterher dann von den KK Leistungen nicht vergütet zu bekommen, ist ja superschlau. Und in den Filialen der KK erfahren dann die Mitglieder die "Codeworte" die anzugeben sind, damit sie solche Leistungen in Anspruch nehmen können. Ich denke, hier muß auch der Patient in die Verantwortung.


    Solong und sooo hot


    AJ :drink:

    Hallo zusammen,


    ist ja eine heiße Diskussion im Gange. Mir stellt sich hierbei die Frage wie man eine Wunschsectio verschlüsseln sollte! Ist nach ICD 10 nicht möglich. weiterhin zeigt dies doch genau das Dilemma in dem sich Mediziner nur allzu häufig befinden. Die Wunschsectio existiert bereits in nicht unerheblichem Maße, nicht weil dies von den Gynies so gewünscht oder gefördert wird, sondern weil dies durch die Patientinnen eingefordert wird - aus welchen Gründen auch immer. Viele andere Beispiele lassen sich hierzu anführen. Das zeigt doch nur welche Schwierigkeiten "weiche" Kriterien bei der Frage der Finanzierung mit sich bringen.
    Solange Patienten nicht in irgend einer Weise an Ihrem Handeln beteiligt werden, werden die "cleveren" die Möglichkeiten nutzen, so auch die Kassen und Leistungserbringer. Das Verhalten aller Beteiligten ist systemimanent.



    :bounce:
    Grüße AJ

    Hallo Kollege Hirschberg,


    den von Ihnen gewonnen Eindruck wollte ich keinesfalls vermitteln. Jedoch sollte klargestellt werden, dass die Diskussion über das Zertifikat für das KIS Medico nichts mit Care-Center Clinicom zu tun hat und damit auch eher wenig mit der ursprünglichen Diskussion zum DRG-Arbeitsplatz in Clinicom.
    Schön herausgearbeitet haben wir nun ja den Sinn und Nutzen der Zertifikate und so sollten wir das Forum uns und alle Angesprochenen zertifizieren (lassen).


    so long :chili: :uhr: :))

    Hallo,


    in den :kr: wird unterschieden zwischen Therapieverlaufskontrolle (Staging) und Nachsorgeuntersuchung, d.h. wenn die Behandlung des Falls abgeschlossen ist, jedoch in (regelmäßigen) Abständen (alle 6/12 Monate) nach Rezidiven geschaut wird. Der behandelnde Arzt muß sprachlich eindeutig definieren ob er Verlaufskontrollen im Rahmen der Behandlung durchführt oder ob Kontrolluntersuchungen gemäß Leitlinien, Richtlinien usw. wg. Malignom in der Eigenanamnese durchgeführt werden um Rezidive frühzeitig zu entdecken.


    Liebe Grüße


    Achim Jockwig 8) :drink:

    Liebes Forum,


    das beschriebene Zertifikat betrifft zwar die Fa. Siemens, jedoch nicht das KIS über das wir hier reden - Clinicom / Care-Center. Ich denke nun ist es auch gut. Siemens hat mir nochmals zugesichert, dass einige Anpassungen am DRG-Arbeitsplatz und bei der Erfassung der Beatmungsstunden vorgenommen werden. Auch soll es ca. gegen Ende des Jahres möglich sein, anhand des Entlassungsdatensatzes eine Groupierung und Rechnungsstellung anzustoßen.
    Ein kleiner Hinweis noch zum Schluss: Siemens hat ein formalisiertes Annahmesystem eingerichtet, wo Kunden Ihre Produktwünsche einbringen können. Über diesen Weg kann eine strukturierte Erfassung der Kundenbedürfnisse erfolgen, dies klingt zumindest erfolgsversprechend.


    Herzlichen Dank für die Beiträge!


    Liebe Grüße aus dem sonnigen Süden (Hessens)


    Dr. Achim Jockwig

    Guten Morgen!


    Herzlichen Dank für die weiteren Anregungen. Auch diese Punkte hatten wir in mehreren Diskussionen während der letzten 1-2 Jahre an Siemens herangetragen. Den Erfolg dieser Einbringung sehen Sie ja bzw. eben nicht. Eine kurzer positiver Ausblick. Herr Bönnighausen von Siemens hat mir in einer Mail zugesichert, dass im Rahmen der Weiterentwicklung vorgesehen ist, Groupierung nur des Entlassungsdatensatzes zu ermöglichen.


    In freudiger Erwartung


    Achim Jockwig:look: :kong:

    Liebes Forum,


    hier ein kleiner Aufruf zur Interessensbündelung von leidtragenden Siemens care-center DRG-Arbeitsplatz Nutzern.
    Im o.g. DRG-Arbeitsplatz kann der Entlassungsdatensatz (immer) noch nicht automatisch oder teilautomatisch gegroupt und zur Abrechnung freigegeben werden. Der Arbeitsplatz verwendet zur DRG-Bildung alle möglichen und unmöglichen Diagnosen der Nachfolgen(Verlegungen), jedoch kann nicht eingestellt werden "nur Entlassungsdatensatz verwenden". Eine korrekte DRG-Abrechnung kann somit nur über Umwege erfolgen. Jede Diagnose die irgendwann während eines Aufenthaltes im KIS dokumentiert wurde muß nochmals im DRG-Arbeitsplatz freigegeben bzw. gesperrt werden.
    Dieser zusätzliche Arbeitsschritt von 1-5 Minuten / je Fall wird notwendig, obwohl schon ein korrekter Entlassungsdatensatz vorliegt. Leider hat Siemens hier eine gedankliche Schwäche, die jedoch mit allen Kräften verteidigt wird. (Wir schildern dieses Problem seit knapp 2 Jahren).
    Mein Ziel ist es, den Club der Leidtragenden zu einer gebündelten Stellungnahme an Siemens zu bewegen, damit diese lästigen Arbeitsschritte im DRG-Arbeitsplatz abgestellt werden.


    Liebe Grüße


    Achim.Jockwig@Klinikum-Darmstadt.de

    Hallo an alle,


    nachdem sich nun einige Meinungen gesammelt haben möchte ich meine Meinung auch noch kurz darstellen.
    HD kann keinesfalls der Pleuraerguß oder gar die Dyspnoe sein.
    In Frage kommen der Primärtumor oder die sekundäre Neubildung, denn beide wurden während des Aufenthaltes behandelt. Der Kliniker müßte entscheiden, ob als sekundäre Neubildung eine Pleuracarcinose vorliegt die den Pleuraerguß hervorgerufen hat oder ob dieser durch Lungenfiliae begründet werden kann.
    Dann kann man schauen was den höchsten Ressourcenverbrauch darstellt.


    Liebe Grüße aus Darmstadt


    A. Jockwig :rotate: 8)