Beiträge von ASI

    Hallo Nika,


    so wie ich das verstehe, hat der Pat. ein CUP mit Haut-/Knochen- und Lungenmetastasen (korrekt, Pay?) und wird zur Chemo aufgenommen.


    pay:
    Laut Kodierleitfaden Hämatologie&Onkologie 2010, ist hier die Metastase, die den meisten Ressourcenaufwand verursacht hat, als HD zu wählen. Das CUP wird zur ND (Seite 37).


    Bei einer Chemotherapie wird ja die gesamte Tumormasse therapiert, deswegen dürfen sie auch sämtliche Metastasen kodieren.

    Hallo Herr Selter,


    wie Dolores schon schrieb, sind ihr/ihm die DKR geläufig, weswegen ich diese nicht erwähnte.
    Mir ging es hier vielmehr um den Streitpunkt Niereninsuffizienz und die Auseinandersetzung mit den Kassen. Wenn man dieser Empfehlung (wohlbemerkt: dies ist keine rechtliche Grundlage) folgt, sollte eigentlich nichts \"schief gehen\".

    Respekt, Herr Doetschmann,


    ich selbst hätte meine Meinung nicht besser formulieren können.
    ich bin sehr auf die Antwort auf Ihr Schreiben gespannt.


    Gerade ihr letzter Satz war mein erster Gedanke, als ich von dem GA hörte.


    Zitat

    Die Intention der AOK überhaupt ein Gutachten mit dieser Fragestellung zu beauftrage, sagt schon sehr viel über die Haltung der AOK gegenüber den Leistungserbringern aus. Eine Basis für eine vernünftige Zusammenarbeit wird hiermit zunichte gemacht.

    Hallo nochmal,


    ich denke ebenfalls, dass (selbst wenn die ND-Kriterien nicht erfüllt sind) zur vollständigen Darstellung des Falls, der Primarius als ND zu kodieren ist.


    Hat jemand vielleicht Quellen, welche diese Annahme bestätigen?


    edit:
    Nachtrag:


    Habe in der D1806 noch folgendes Beispiel gefunde, was meine These stützt:


    Hallo IRhomerg,


    generell gilt: spez. DKR > allg. DKR.


    Deswegen würde ich das Prostata-CA mitkodieren.
    Außerdem würde doch mindestens das PSA (selbst im fiktiven Fall) bei vorbekanntem Prostatacarcinom bestimmt. Somit wäre der Aufwand im Sinne der Nebendiagnosendefinition erfüllt.

    Hallo SJS,


    HD ist der Myokardinfarkt, ND ist die KHK mit stenosierten Bypass-Gefäßen sowie die 1/2/3-Gefäß-KHK.
    Cave: Den Z-Code für das Vorhandensein von Bypassgefäßen nehmen Sie bitte raus, da diese ja nun stenosiert sind.

    Hallo,


    ich denke nicht, dass eine Blutung immer zwangsläufig zu einer Anämie führt.
    Deswegen können Sie, je nach Rücksprache mit dem Arzt (zur Klärung des med. Sachverhalts), Nebendiagnosen verschlüsseln.

    Hallo,


    ohje, welche Ausmaße wird die Argumentation künftig nehmen?
    Zitieren wir mal den MDK selbst:


    Zitat

    3. Die Definition der chronischen Niereninsuffizienz / Nierenkrankheit nach den KDOQI Guidelines 2002 (Kidney Disease Outcomes Quality Initiative) lautet wie folgt: 1. Nachgewiesene Nierenschädigung von mindestens 3 Monaten Dauer (struktureller Nierenschaden oder laborchemische Zeichen eines Nierenschadens, z.B. Mikroalbuminurie, Proteinurie, oder Zeichen eines Nierenschadens in der bildgebenden Diagnostik) mit oder ohne erniedrigter GFR oder 2. GFR < 60ml/min/1,73 m² über mindestens 3 Monate, mit oder ohne nachgewiesene Nierenschädigung


    der MDK nennt hier ja nicht speziell das Verfahren zur Ermittlung der GFR, genausowenig das Alter eines Patienten.


    Demnach ist die von Ihnen genannte Argumentation des MDK doch hinfällig?


    Wie sehen das die anderen?

    Hallo Herr Schaffert,


    wie deuten Sie denn das \"etc.\" im oben bereits erwähnten Zitat?
    Es könnte doch darauf hinweisen, dass eine Psychiatrie ebenfalls gemeint ist.
    Jedenfalls habe ich noch keine Literatur gefunden, welche eindeutige Aussagen über dieses Thema macht. Falls Sie welche haben, bitte ich Sie mir diese zu nennen.


    Wenn man Klarheit darüber möchte, sollte man den deutschen Pflegerat oder sonstige Beteiligte, die am Erstellungsprozess des Bogens mitgewirkt haben, fragen.