Beiträge von Schmitt

    Hallo NV,


    die Kataloge können Sie ganz geflissentlich ignorieren. Bundesländer, die das möchten, könnten ihre Investitionsförderung damit leistungsbezogen ausgestalten. Macht aber derzeit m. W. kein einziges Land. Darüber hinaus eignen sie sich für die Diskussion um zu geringe und "falsch" verteilte Investitionsmittel.


    Nähere Informationen liefert der Abschlussbericht, den das InEK zuletzt hier für die 2019er Kataloge veröffentlicht hat.

    Hallo Frau Dr. Peter,


    ich unterstelle, es geht um einen Fall aus dem Jahr 2019.


    Sofern Sie bei Aufnahme des Patienten noch keine genehmigte Vereinbarung für 2019 hatten, rechnen Sie 600 EUR je Tag ab.

    Sofern Sie zu diesem Zeitpunkt bereits eine genehmigte Vereinbarung für 2019 hatten, darin jedoch E76A nicht vereinbart haben, rechnen Sie 450 EUR je Tag ab.


    Und immer schön darauf achten, dass Sie anschließend im Zahlbetragsausgleich nicht - aufgrund einer fehlenden Preisvereinbarung - ein angeblich "vereinbartes Entgelt" von 0 EUR pro Tag untergejubelt bekommen...

    Guten Morgen zusammen,


    inhaltlich leuchtet mir leider gar nicht ein, weshalb ein teilstationärer Fall während eines 40-Stündigen Behandlungszeitraums (5 Tage pro Woche x 8 Stunden Betriebsdauer) denselben (Mindest-)Pflegebedarf haben sollte, wie ein vollstationärer Fall innerhalb eines rund 100-stündigen Behandlungszeitraums (7 Tage pro Woche x 14,0 bzw. 14,5 Stunden Tagdienst ). Während seiner Anwesenheit würde der teilstationäre Patient also 2,5 x so intensiv gepflegt wie der vollstationäre.


    Das Problem mit der fehlenden Kategorie P6 bedarf m. E. einer Lösung.

    Guten Morgen pieinw001,


    falls es noch keine Budgetvereinbarung für 2019 geben sollte - was in einigen Regionen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht unwahrscheinlich ist - können Sie noch eine Forderung nach Preis und Menge für die ZE2019-xxx in die Verhandlung einbringen. Sofern ein Preis verhandelt wird, erhalten Sie im Rahmen der Ausgleichsberechnung den verhandelten Preis nachvergütet. Provisorisch müssten Sie zunächst 600 EUR / ZE abrechnen (vgl. § 5 Abs. 2 FPV 2019).

    Guten Abend Herr Kühler,


    im Kunze/Kaltenbach "Psychiatrie-Personalverordnung" sind Erläuterungen zur Psych-PV abgedruckt. Die fragliche Passage finden Sie in den Erläuterungen zu Anlage 1 der Psych-PV unter 1.6:


    "[…] Es gibt jedoch tagesklinische Behandlungen, zu denen die Kranken primär, d. h. ohne vorangegangene vollstationäre Behandlung aufgenommen werden. Diese Patienten sind akut krank. Die Minutenwerte nach Behandlungsbereich A 6 sind dann nicht bedarfsgerecht. Der Behandlungsbedarf entspricht etwa der Regelbehandlung nach Behandlungsbereich A 1, vermindert um den besonderen Aufwand für vollstationäre Behandlung, z. B. Regeldienstzeiten, Wochentagefaktor."


    Im der vierten Auflage handelt es sich um Seite 205.


    Beste Grüße!

    Hallo zusammen,


    dem Wortlaut des § 115 a Abs. 1 SGB V zufolge gibt es vorstationäre Behandlung nur im Zusammenhang mit (der Frage nach) vollstationärer Behandlung:

    § 115a

    (1) Das Krankenhaus kann bei Verordnung von Krankenhausbehandlung Versicherte in medizinisch geeigneten Fällen ohne Unterkunft und Verpflegung behandeln, um

    1. die Erforderlichkeit einer vollstationären Krankenhausbehandlung zu klären oder die vollstationäre Krankenhausbehandlung vorzubereiten (vorstationäre Behandlung) oder

    2. im Anschluß an eine vollstationäre Krankenhausbehandlung den Behandlungserfolg zu sichern oder zu festigen (nachstationäre Behandlung).


    Die Abrechnung der vorstationären Pauschale kann ich mir daher nur in Fällen vorstellen, in denen bei Vorliegen einer Einweisung zur vollstationären Behandlung die vorstationäre Untersuchung zu dem Ergebnis "teilstationäre Behandlung ist ausreichend" geführt hat.



    Einen Abrechnungsausschluss gibt es übrigens nur für Fallpauschalen:

    § 8 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3 KHEntgG:

    ... eine vorstationäre Behandlung ist neben der Fallpauschale nicht gesondert berechenbar; …

    Zumindest für teilstationäre Fälle, die sich nicht in den Fallpauschalenkatalog einordnen lassen, müsste die Abrechnung der vorstationären Pauschale (unter der oben genannten Voraussetzung) möglich sein.

    Hallo zusammen,


    das Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) gilt für beide Bereiche.


    Unterhalb des KHG regeln

    • das KHEntgG die Somatik (vgl. § 17b KHG: "Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für DRG-Krankenhäuser, Verordnungsermächtigung") und
    • die BPflV die Psychiatrie/Psychosomatik (vgl. § 17d KHG: "Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen"

    Also: Auch bei einer Verlegung in ein psychiatrisch tätiges Krankenhaus in Deutschland (nur hier gilt das KHG) fallen auf der Grundlage von § 3 FPV Verlegungsabschläge an.


    @ Herrn Lindenau:

    Falls Ihr System das anders macht, empfehle ich, denjenigen, der in Ihrem KIS die Einstellungen vornimmt, nach der Grundlage dieser Einstellung zu fragen.

    Die §-301-Entlassungsgründe (06/13) sind in § 3 FPV zwar nicht explizit erwähnt; es wäre allerdings auch ziemlich unüblich, wenn Schüssel aus den technischen Anlagen zum EDV-Datenaustausch in Gesetzen und/oder Vereinbarungen auftauchen würden.

    von Substitution ist nicht die Rede. Für Wechsel-OPs gilt die Mindestmenge schlichtweg nicht.

    D. h. mit 45 Implantationen und 6 Wechseln würden Sie die Mindestmenge unterschreiten und im Folgejahr (sofern Sie keine Ausnahmen reklamieren können) die Implantationen nicht mehr erbringen dürfen.

    Die Wechsel sind nicht betroffen, d. h. die Mindestmengenvereinbarung verbietet Ihnen nicht, Wechsel-OPs weiterhin durchzuführen. Das führt manchmal zu solch absonderlichen Situationen, dass z. B. der tollste Wechsel-Operateur keine Erstimplantationen durchführen darf.

    Eigentlich führt es zu der absonderlichen Situation, dass derjenige, der nach der MM-Regelung nicht genügend Knie-TEPs implantiert um diese in ausreichend guter Qualität zu erbringen, Wechseloperationen machen darf - da ist die Qualität wohl nicht so wichtig....

    Tatsächlich hatte ich einen solchen Fall in der Mandantschaft. In diesem Krankenhaus wurden hauptsächlich wechselbedürftige Knie-TEPs ausgetauscht. Dies zur großen Zufriedenheit aller Beteiligter, insbesondere der Krankenkassen, aufgrund anerkannt höchster Qualität. Als die Mindestmengenregelung in Kraft trat, durften dort anschließend keine Erstimplantationen durchgeführt werden. Die MMR steigert die Qualität halt nicht immer.

    Ich glaube nicht, dass Sie die 5-822.- Eingriffe bei Nicht-Erreichen der Mindestmenge durch 5-823.-substituieren können.

    Guten Morgen Stephan,


    von Substitution ist nicht die Rede. Für Wechsel-OPs gilt die Mindestmenge schlichtweg nicht.

    D. h. mit 45 Implantationen und 6 Wechseln würden Sie die Mindestmenge unterschreiten und im Folgejahr (sofern Sie keine Ausnahmen reklamieren können) die Implantationen nicht mehr erbringen dürfen.

    Die Wechsel sind nicht betroffen, d. h. die Mindestmengenvereinbarung verbietet Ihnen nicht, Wechsel-OPs weiterhin durchzuführen. Das führt manchmal zu solch absonderlichen Situationen, dass z. B. der tollste Wechsel-Operateur keine Erstimplantationen durchführen darf.

    Guten Morgen,


    ja, prinzipiell geht das.

    Wie begeistert die Kassen sein werden, die Leistungen mit Ihnen im Budget zu vereinbaren, bliebe abzuwarten.


    Als Patient würde ich mir aber gut überlegen, ob ich mich bei Bedarf ausgerechnet an einen Gefäßchirurgen wende. ;)