Beiträge von Schmitt

    Hallo zusammen,


    dem Wortlaut des § 115 a Abs. 1 SGB V zufolge gibt es vorstationäre Behandlung nur im Zusammenhang mit (der Frage nach) vollstationärer Behandlung:

    § 115a

    (1) Das Krankenhaus kann bei Verordnung von Krankenhausbehandlung Versicherte in medizinisch geeigneten Fällen ohne Unterkunft und Verpflegung behandeln, um

    1. die Erforderlichkeit einer vollstationären Krankenhausbehandlung zu klären oder die vollstationäre Krankenhausbehandlung vorzubereiten (vorstationäre Behandlung) oder

    2. im Anschluß an eine vollstationäre Krankenhausbehandlung den Behandlungserfolg zu sichern oder zu festigen (nachstationäre Behandlung).


    Die Abrechnung der vorstationären Pauschale kann ich mir daher nur in Fällen vorstellen, in denen bei Vorliegen einer Einweisung zur vollstationären Behandlung die vorstationäre Untersuchung zu dem Ergebnis "teilstationäre Behandlung ist ausreichend" geführt hat.



    Einen Abrechnungsausschluss gibt es übrigens nur für Fallpauschalen:

    § 8 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3 KHEntgG:

    ... eine vorstationäre Behandlung ist neben der Fallpauschale nicht gesondert berechenbar; …

    Zumindest für teilstationäre Fälle, die sich nicht in den Fallpauschalenkatalog einordnen lassen, müsste die Abrechnung der vorstationären Pauschale (unter der oben genannten Voraussetzung) möglich sein.

    Hallo zusammen,


    das Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) gilt für beide Bereiche.


    Unterhalb des KHG regeln

    • das KHEntgG die Somatik (vgl. § 17b KHG: "Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für DRG-Krankenhäuser, Verordnungsermächtigung") und
    • die BPflV die Psychiatrie/Psychosomatik (vgl. § 17d KHG: "Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen"

    Also: Auch bei einer Verlegung in ein psychiatrisch tätiges Krankenhaus in Deutschland (nur hier gilt das KHG) fallen auf der Grundlage von § 3 FPV Verlegungsabschläge an.


    @ Herrn Lindenau:

    Falls Ihr System das anders macht, empfehle ich, denjenigen, der in Ihrem KIS die Einstellungen vornimmt, nach der Grundlage dieser Einstellung zu fragen.

    Die §-301-Entlassungsgründe (06/13) sind in § 3 FPV zwar nicht explizit erwähnt; es wäre allerdings auch ziemlich unüblich, wenn Schüssel aus den technischen Anlagen zum EDV-Datenaustausch in Gesetzen und/oder Vereinbarungen auftauchen würden.

    von Substitution ist nicht die Rede. Für Wechsel-OPs gilt die Mindestmenge schlichtweg nicht.

    D. h. mit 45 Implantationen und 6 Wechseln würden Sie die Mindestmenge unterschreiten und im Folgejahr (sofern Sie keine Ausnahmen reklamieren können) die Implantationen nicht mehr erbringen dürfen.

    Die Wechsel sind nicht betroffen, d. h. die Mindestmengenvereinbarung verbietet Ihnen nicht, Wechsel-OPs weiterhin durchzuführen. Das führt manchmal zu solch absonderlichen Situationen, dass z. B. der tollste Wechsel-Operateur keine Erstimplantationen durchführen darf.

    Eigentlich führt es zu der absonderlichen Situation, dass derjenige, der nach der MM-Regelung nicht genügend Knie-TEPs implantiert um diese in ausreichend guter Qualität zu erbringen, Wechseloperationen machen darf - da ist die Qualität wohl nicht so wichtig....

    Tatsächlich hatte ich einen solchen Fall in der Mandantschaft. In diesem Krankenhaus wurden hauptsächlich wechselbedürftige Knie-TEPs ausgetauscht. Dies zur großen Zufriedenheit aller Beteiligter, insbesondere der Krankenkassen, aufgrund anerkannt höchster Qualität. Als die Mindestmengenregelung in Kraft trat, durften dort anschließend keine Erstimplantationen durchgeführt werden. Die MMR steigert die Qualität halt nicht immer.

    Ich glaube nicht, dass Sie die 5-822.- Eingriffe bei Nicht-Erreichen der Mindestmenge durch 5-823.-substituieren können.

    Guten Morgen Stephan,


    von Substitution ist nicht die Rede. Für Wechsel-OPs gilt die Mindestmenge schlichtweg nicht.

    D. h. mit 45 Implantationen und 6 Wechseln würden Sie die Mindestmenge unterschreiten und im Folgejahr (sofern Sie keine Ausnahmen reklamieren können) die Implantationen nicht mehr erbringen dürfen.

    Die Wechsel sind nicht betroffen, d. h. die Mindestmengenvereinbarung verbietet Ihnen nicht, Wechsel-OPs weiterhin durchzuführen. Das führt manchmal zu solch absonderlichen Situationen, dass z. B. der tollste Wechsel-Operateur keine Erstimplantationen durchführen darf.

    Guten Morgen,


    ja, prinzipiell geht das.

    Wie begeistert die Kassen sein werden, die Leistungen mit Ihnen im Budget zu vereinbaren, bliebe abzuwarten.


    Als Patient würde ich mir aber gut überlegen, ob ich mich bei Bedarf ausgerechnet an einen Gefäßchirurgen wende. ;)

    § 10 KHEntgG

    (3) Bei der Vereinbarung [des Landesbasisfallwerts] sind insbesondere zu berücksichtigen:

    […]

    6.

    absenkend die Summe der Zuschläge nach § 7 Absatz 1 Satz 1 Nummer 4, soweit die Leistungen bislang durch den Basisfallwert finanziert worden sind [...]


    Guten Tag zusammen,

    zu den Zuschlägen nach § 7 Abs. 1. S. 1 Nr. 4 KHEntgG gehören auch diejenigen zur Finanzierung der Notfallversorgung. Dass die stationäre Notfallversorgung bislang durch den Landesbasisfallwert finanziert worden ist, darf man sicherlich unterstellen (wodurch sonst?!?). Also werden nicht nur die Häuser zahlen müssen, die aus der Notfallversorgung ausgeschlossen werden, sondern alle. Meines Erachtens ist infolgedessen damit zu rechnen, dass die Erlösminderung durch Abzüge aus dem Basisfallwert in so manchem an der Notfallversorgung teilnehmenden Krankenhaus die Summe der Notfallzuschläge übersteigt.
    Aber mal abwarten...


    Sorry für die durcheinandergewürfelten Schriftarten. Den Kampf mit der Formatierung habe ich wohl verloren...

    Guten Morgen zusammen,


    es liegt tatsächlich an der Sachkostenkorrektur.
    Wenn man mit den 2017er Kalkulationsergebnissen die "übliche" Rückrechnung anstellen will mit dem Ziel, die Refinanzierung zu überprüfen, muss man zuvor die "Manipulationen" an den im DRG-Report-Browser ausgewiesenen Kostendaten nachvollziehen. Wenn man das richtig macht, ergibt sich auch wieder eine Streubreite der Bezugsgrößen (sachkostenkorrigierte Gesamtkosten durch Katalogbewertungsrelation), die den üblichen Verhältnissen bis Katalog 2016 entspricht.

    Dann nehmen Sie doch einfach dir Mitternachtsstatistik von Mittwoch um 24:00 Uhr statt von 0:00 Uhr, womit Ihr Problem gelöst sein dürfte.
    Da es keine Vorschriften zum Erhebungszeitpunkt am Erhebungsstichtag gibt, sollten Sie diesen frei wählen können. Ich bezweifle aber immer noch, dass hierdurch das (korrekte berechnete) Ergebnis der Personalbedarfsberechnung nennenswert beeinflusst wird.

    Hallo OPSMicha,


    die PsychPV gibt keine eindeutige Auskunft, ob die Neuaufnahmen mitzuzählen sind. Allerdings ist es auch unerheblich, denn die Stichtagseinstufungen dienen lediglich dazu, die durchschnittliche Patientenstrukturfestzustellen.
    Gemäß §4 Abs. 2 PsychPV ist diese Pateintenstruktur dann auf die zu vereinbarende jahresdurchschnittliche Belegung zu projizieren. Dadurch ist es nicht relevant, wie voll die Psychiatrie an den jeweiligen Stichtagen ist.
    Erheblich könnte die Frage der Neuaufnahmen nur dann sein, wenn bei Ihnen zufällig mittwochs immer die alleraufwändigsten Patienten (im Sinne der hinterlegten Arbeitsminuten) aufgenommen würden.