Beiträge von WStark

    Guten Morgen mekia,
    infolge einer MTHFR-Mutation kann es zu einer behandlungsbedürftigen Homozystinämie kommen, die dann auch mit Folat behandelt wird.
    Die Homocystinämie finden Sie unter E72.1.

    Sehr geehrte(r) MedizinControllerin,
    bei dieser Mutation des Faktor V kommt es zu einer übermäßigen Gerinnbarkeit des Blutes, daher die Marcumartherapie.
    Wenn es infolge SH-Trauma zu einer intracraniellen Blutung kommt, muss die Gerinnung rasch normalisiert werden, dazu Gabe von PPSB bzw. Gerinnungsfaktoren. Da aber offenbar eine solche nicht erfolgte -> kein ZE.
    P.S. im FP-Katalog steht unter ZE 2011-27: Behandlung von Blutern mit Blutgerinnungsfaktoren.

    Sehr geehrte(r) MedizinControllerin,
    das klingt erst einmal verwirrend.
    1. Hat der Pat. eine Mutation des Faktor V (sog. Faktor V Leiden) oder einen Mangel an Faktor V? Für ersteres spricht die Marcumartherapie.
    2. Im FP-Katalog gibt es kein ZE 2011-28.

    Sehr geehrter ETgkv,
    ich kann Ihnen da nur zustimmen.


    Mir ging es auch bei den Beispielen darum, daß die paroxysmale SVT, dargestellt am Beispiel der AVNRT, und das tachykarde Vorhofflimmern bzw. die Tachyarrhythmia absoluta bei paroxysmalem oder permanentem Vorhofflimmern zwei unterschiedliche Entitäten darstellen.
    Mit der Ansicht der FoKA (I47.1 zusätzlich zur I48.1-) habe ich in diesem Zusammenhang größere Schwierigkeiten.

    Sehr geehrte brunociacomo,


    haben Sie beim DIMDI angefragt?
    Die J81 (Lungenödem) erscheint bei einem ARDS z.B. bei Pneumonie sehr seltsam. Was hatte denn der/die Jugendliche?

    Sehr geehrter Herr Speck,
    Wenn bei einem paroxysmalen Vorhofflimmern aktuell kein Tachykardes Vorhofflimmern, sondern eine regelmäßige AV-nodale Tachykardie vorliegt, so ist die I47.1 zu kodieren (s.o.). Wenn es aber im Rahmen eines Vorhofflimmerns zu einer - unregelmäßigen oder pseudoregelmäßigen - Tachykardie kommt, so ist IMHO einzig die I48.1- zu kodieren


    P.S. Anfrage zur Kodierung der TAA an DIMDI weitergeleitet.

    Sehr geehrter Herr Speck,
    sowohl bei der TAA als auch bei der AV-nodalen TK handelt es sich um Tachykardien, die ihren Ursprung oberhalb des His-Bündels haben, also supraventrikuläre Tachykardien sind. Soweit die Gemeinsamkeiten.
    Dem Vorhofflimmern liegen Mikro-ReEntrys im Vorhof bzw. im Bereich der Pulmonalvenen zugrunde, die dann vom AV-Knoten unregelmäßig übergeleitet werden. Je nach Dauer ist wird das VHF dann als paroxysmal (I48.10), persistierend oder permanent (I48.11) bezeichnet. Die resultierende Kammerfrequenz spielt für die Kodierung keine Rolle.
    Der AV-nodalen TK liegt ein ReEntry im AV-Knoten zugrunde mit der Folge einer regelmäßigen Tachykardie. Die Therapie besteht in einer Terminierung des ReEntrys, keine Frequenzsenkung, keine Antikoagulation. Kodierung mit I47.1.
    Insofern ist hier die Ansicht des MDK als korrekt anzusehen, zumal mit der Sichtweise der FoKA auch unter klassifikatiorischen Gesichtspunkten völlig unterschiedliche Erkrankungen mit einem ICD-Code abgebildet werden. Zu diskutieren wäre allerdings, inwieweit die I48 noch weiter differenziert werden soll. :d_gutefrage:

    Sehr geehrte Frau Danio,


    in der Veröffentlichung der DIVI und der Dt. Sepsis-Gesellschaft ist die Abnahme von Blutkulturen im Plural beschrieben. Das Kriterium Blutkultur für die Frage, ob 2 oder 4 der SIRS-Kriterien notwendig sind, jedoch im Singular.


    Hieraus kann man doch eigentlich schließen - und so handhaben wir das auch -, daß eine positive Blutkultur ausreicht.

    Sehr geehrter Herr Ganzmann,


    der OPS 5-320.0 steht für Exzision und Destruktion von erkranktem Gewebe eines Bronchus, durch Bronchoskopie. In diesem Sinne kann eine therapeutische Bronchoskopie zur Tumorabtragung verstanden werden. Das Inklusivum verstehe ich so, daß eine in diesem Zusammenhang notwendige bronchoskopische Blutstillung in diesem OPS bereits abgebildet ist.
    Die diagnostische Bronchoskopie mit Biopsie ist im übergeordenten Eintrag als Exklusivum angeführt. Eine Blutstillung bei einer wie in Ihrem Falle wohl geringen periprozeduralen Blutung bildet sich m.E. mit dem OPS der diagnostischen Bronchoskopie ab.