06.04.2023 - Kategorie "Insolvenzverfahren"

Kopfzentrum-Gruppe richtet sich neu aus

Vorläufige Insolvenzveerfahren über Kopfzentrum-Gesellschaften eingeleitet

Für Kopfzentrum Betriebsgesellschaft GmbH Antrag auf Eigenverwaltungsverfahren gestellt - Medizinischer und OP-Betrieb werden uneingeschränkt fortgeführt, um Leistungsangebot dauerhaft zu stärken


Die Geschäftsführung der Kopfzentrum-Gruppe hat am 4. April 2023 beim zuständigen Amtsgericht in Leipzig Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung für die Kopfzentrum Betriebsgesellschaft GmbH gestellt. Für die Kopfzentrum Management GmbH, die Acqua Medical Aesthetic GmbH und die Acqua Clinic Leipzig GmbH wurden Regelinsolvenzverfahren beantragt. Ziel ist es, die Kopfzentrum-Gruppe neu auszurichten.


Das Gericht ist dem Antrag auf Eigenverwaltung gefolgt und hat Rechtsanwalt Dr. Christian Heintze von der Kanzlei BBL Brockdorff Rechtsanwaltsgesellschaft zum vorläufigen Sachwalter der Kopfzentrum Betriebsgesellschaft GmbH bestellt. Damit dokumentiert das Gericht Vertrauen in die Neuausrichtung der Gruppe.


Das Eigenverwaltungs-Verfahren ist ein besonderes Verfahren, um Unternehmen neu aufzustellen: Die Geschäftsführung bleibt weiterhin handlungsfähig.


Für die Kopfzentrum Betriebsgesellschaft Leipzig GmbH sowie die Kopfzentrum Training GmbH wurden keine Anträge gestellt.


Kopfzentrum führt medizinischen und OP-Betrieb uneingeschränkt fort

„Das medizinische Angebot der Kopfzentrum-Gruppe wird weiter benötigt, denn wir stellen die medizinische Versorgung in der Region sicher“, kommentiert Geschäftsführer Rene Klinger, ein erfahrener Branchenexperte, die Neuausrichtung. „Unser operatives Geschäft führen wir uneingeschränkt fort, um unser Leistungsangebot dauerhaft zu stärken“.


Klinger verweist darauf, dass wirtschaftlich nun die Zeit vor den Anträgen glasklar von der nach den Anträgen abzugrenzen sei. Das medizinische Angebot der Kopfzentrum-Gruppe werde weiter benötigt, schließlich stelle die Kopfzentrum-Gruppe einen erheblichen Anteil der medizinischen Versorgung in der Region sicher. Die Gruppe führt ihren medizinischen und den OP-Betrieb uneingeschränkt fort, um ihr Leistungsangebot dauerhaft zu stärken.


Das beantragte Verfahren ermöglicht der Gruppe Freiräume und Perspektiven, die Zukunft der Gruppe zu gestalten. Durch die Anträge muss die Zeit vor den Anträgen wirtschaftlich von der Welt nach den Anträgen abgegrenzt werden.


Die Belegschaft wurde bereits über die Anträge informiert. Die Beschlüsse des Gerichts zu den Regelinsolvenzverfahren sollten noch vor Ostern vorliegen. In den nächsten Tagen und Wochen wird die Geschäftsführung dann erste Gespräche mit Vertrags- und Geschäftspartnern über die Neuausrichtung der Gruppe führen.

 

Zur Kopfzentrum-Gruppe

Am Sitz der Kopfzentrum Gruppe in Leipzig betreibt das Unternehmen sieben HNO-Praxen (insgesamt 126 Mitarbeitende). Weitere Standorte der Gruppe, zu deren Fachdisziplinen unter anderem die HNO-Heilkunde, Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie zählen, sind in Berlin (sechs Beschäftigte), in Dresden (Sachsen, drei Beschäftigte), in Gera (Thüringen, drei Beschäftigte), in Halle/Saale (Sachsen-Anhalt, drei Beschäftigte) sowie in Witten (Nordrhein-Westfalen, vier Beschäftigte). Mit 145 Mitarbeitenden erwirtschaftet die Kopfzentrum Gruppe einen Jahresumsatz von knapp acht Millionen Euro.

 

Zu Rene Klinger (HC&S AG – Healthcare Consulting & Services)

René Klinger hat das Krankenhausmanagement von der Pike auf erlernt und dabei umfangreiche Führungserfahrung gesammelt – unter anderem als Vorstand, Geschäftsführer und Direktor.

Von 2012 bis 2020 leitete er als Kaufmännischer Direktor ein Klinikum der Schwerpunktversorgung mit rund 750 Betten. In seiner Karriere verantwortete er zudem mehrere Medizinische Versorgungszentren (MVZ) als Geschäftsführer. Zuletzt war Klinger im Rahmen einer Managementpartnerschaft Vorstand eines Klinikums der Schwerpunktversorgung mit 530 Betten sowie Geschäftsführer von fünf Tochterunternehmen.


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