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Kliniken werden weiterhin alleingelassen

Bittere Enttäuschung über Beschlussunfähigkeit der Ministerpräsidentenkonferenz mit dem Bundeskanzler (Deutsche Krankenhausgesellschaft).



Mit Fassungslosigkeit und Enttäuschung reagiert die Deutsche Krankenhausgesellschaft auf die Beschlussunfähigkeit der Bund-Länder-Runde. Das Schwarze-Peter-Spiel zwischen Bund und Ländern führt zu einer inakzeptablen Hängepartie für die Bürgerinnen und Bürger, die gesamte Wirtschaft und für die
Krankenhäuser.

„Man kann dieses Nicht-Ergebnis nur als Scheitern bezeichnen. Mit der Frage,
wie wir die immensen Kosten der galoppierenden Inflation ausgleichen sollen,
werden wir weiterhin alleingelassen, und so steigt die Gefahr von Insolvenzen
von Woche zu Woche. Wir brauchen umgehend einen Beschluss für einen umfassenden
Inflationsausgleich für die Kliniken. Für unsere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter ist die Lage völlig inakzeptabel. Wir erwarten, dass das
Bundesgesundheitsministerium umgehend einen konkreten Vorschlag vorlegt, wie
die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser stabilisiert werden kann. Der
Verweis auf die Regierungskommission zur Gaspreisbremse zeigt nur die
Handlungsunfähigkeit und Hilflosigkeit der Regierung. Die Kommission zur
Gaspreisbremse hat weder den Auftrag noch die Kompetenz, eine Antwort auf diese
Frage zu geben. Auch jenseits der Energiekosten haben die Krankenhäuser bis
Ende 2023 nicht refinanzierte Kostensteigerungen im Umfang von 10 Milliarden
Euro zu stemmen. Dieser Umstand wird von niemandem bestritten, aber man lässt
uns im Regen stehen. Bis zur nächsten regulären Ministerpräsidentenkonferenz
kann und darf nicht gewartet werden. Ein weiteres Verschleppen wäre nur noch
als unterlassene Hilfe zu bezeichnen“, betont der Vorstandsvorsitzende der
Deutschen Krankenhausgesellschaft Dr. Gerald Gaß.

Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft, 05.10.2022

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