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Insolvenzverwalter will DRK-Kliniken Nordhessen sanieren

Insolvenzverwalter will DRK-Kliniken Nordhessen sanieren (Pressemitteilung).

Die DRK-Kliniken Nordhessen gGmbH soll im Wege eines Insolvenzverfahrens saniert werden. Auf Antrag der neuen Geschäftsführung hat der zuständige Insolvenzrichter am Amtsgericht Kassel, Dr. Joachim Mumberg, heute ein vorläufiges Insolvenzverfahren...

Die DRK-Kliniken Nordhessen gGmbH soll im Wege eines Insolvenzverfahrens saniert werden. Auf Antrag der neuen Geschäftsführung hat der zuständige Insolvenzrichter am Amtsgericht Kassel, Dr. Joachim Mumberg, heute ein vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet. Als
vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der branchenerfahrene Sanierungsexperte Dr. Franz-Ludwig Danko eingesetzt. Dessen Ziel ist eine Sanierung der Kliniken inklusive dem Erhalt möglichst aller Arbeitsplätze.
„Für Patientinnen und Patienten sowie für Zuweiser ändert sich durch den
Insolvenzantrag nichts“, betonte Danko. „Die Leistungen sämtlicher
Einrichtungen der DRK-Kliniken Nordhessen werden weiter in vollem Umfang und in
gewohnter Qualität erbracht.“ Dies gilt für Leistungen der stationären und
ambulanten Akutversorgung genauso wie für andere medizinische und
Reha-Angebote, Ausbildungs-Leistungen, etc. Danko hat bereits Kontakt mit der
Bundesagentur für Arbeit aufgenommen, um die Auszahlung der Löhne und Gehälter
sicherzustellen.

Der vorläufige Insolvenzverwalter hat sich umgehend mit seinem Team vor Ort
begeben, um Gespräche mit der Geschäftsleitung, der Ärzteschaft und der
Mitarbeitervertretung zu führen, sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu
informieren. Anfang kommender Woche sind zudem Mitarbeiter-Versammlungen
geplant, auf denen Danko sich und sein Team der Belegschaft vorstellen und die
nächsten Schritte erläutern wird. Zudem sollen die Beschäftigten fortlaufend
über den aktuellen Stand des Verfahrens unterrichtet werden.

In den nächsten Tagen und Wochen wird Danko gemeinsam mit seinem Team die
wirtschaftliche Situation der Kliniken eingehend analysieren und die
Sanierungsoptionen ausloten. Denkbar sind eine Investorenlösung oder auch eine
Art Vergleich mit den Gläubigern über einen sog. Insolvenzplan. Welche Lösung
zum Tragen kommt, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen. „Die
DRK-Kliniken Nordhessen haben nicht nur ein umfassendes medizinisches und
therapeutisches Angebot auf einem sehr hohen Qualitätsniveau, sondern spielen
auch für die medizinische Versorgung in Kassel und Umgebung eine wichtige
Rolle“, so Danko. „Das soll auch in Zukunft so bleiben.“

Mit Blick auf die Meinungsverschiedenheiten auf Führungs- und
Gesellschafterebene in den letzten Wochen betonte Danko: „Mit dem
Insolvenzverfahren gilt ab sofort ein klar geregeltes gesetzliches
Sanierungsregime. Das bietet die Chance, ein neues Kapitel aufzuschlagen, und
verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.“ Der vorläufige Insolvenzverwalter hat
in der Vergangenheit bereits mehrere Kliniken und Gesundheitseinrichtungen
erfolgreich saniert, darunter das Klinik und Rehabilitationszentrum
Lippoldsberg, die Rhön-Klinik Prof. Keck oder das Medikum MVZ in Kassel und
Baunatal.

Die DRK-Kliniken Nordhessen sind das zweitgrößte Krankenhaus in der Region
Kassel. An zwei Standorten – Kassel-Wehlheiden und Kaufungen – beschäftigen die
Einrichtungen rund 520 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darüber hinaus sind
ca. 200 Rotkreuzschwestern der DRK-Schwesternschaft Kassel e.V. in den
Einrichtungen der Kliniken tätig. Das Krankenhaus in Kassel-Wehlheiden verfügt
über eine zentrale Notaufnahme, zwölf Fachkliniken, eine Neurologie,
verschiedene Zentren sowie Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten.

Zur DRK-Kliniken Nordhessen gGmbH gehören mehrere Tochtergesellschaften,
darunter ein MVZ und eine Krankenpflegeschule. Hinzu kommen Gesellschaften, die
Dienstleistungen wie Patientenverpflegung, Reinigung von Flächen und Textilien
erbringen. Diese Tochtergesellschaften sind nicht vom Insolvenzantrag
betroffen.

Über Danko Insolvenzverwaltung

Die Kanzlei „Danko Insolvenzverwaltung“ steht für über zwanzigjährige Erfahrung
auf den Gebieten Unternehmenssanierung, Insolvenz und im Arbeitsrecht. Mit
ihrem interdisziplinären Team aus Insolvenz-, Arbeits- und Steuerrechtlern
sowie Betriebswirten und Sachbearbeitern hat sich die Kanzlei auf größere
Insolvenzverfahren und umfangreichere Mandate spezialisiert. Zu den namhaften
Referenz-Verfahren von Kanzlei-Gründer Dr. Franz-Ludwig Danko zählen u.a. der
Seifenhersteller Kappus Gruppe, die Automobilzulieferer Druckguss Heidenau,
Spezialguss Wetzlar und ttb Gruppe, der Flugzeugausstatter Anolis Interiors,
das Klinik und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg und die Prof. Dr. Keck Akut-
und Reha-Klinik. Danko Insolvenzverwaltung ist mehrfach vom Wirtschaftsmagazin
„WirtschaftsWoche“ als TOP-Kanzlei für Insolvenzrecht ausgezeichnet worden,
zuletzt 2020. Die Kanzlei verfügt über Standorte in Frankfurt am Main, Dresden
und Kassel. www.danko-law.de

Quelle: Pressemitteilung, 25.06.2021

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erschienen am Montag, 28.06.2021