Klinikimmobilie in Tettnang soll ambulantes Operationszentrum beherbergen
Kreistagsbeschluss: Krankenhaus Tettnang soll ambulantes Operationszentrum erhalten (Wochenblatt).
Der Kreistag des Bodenseekreises hat am 28. Juli den Rückkauf des Grundstücks und der Klinikgebäude am früheren Klinikstandort Tettnang beschlossen.
Bodenseekreis beschließt Rückkauf der Tettnanger Klinikimmobilie für ambulantes Operationszentrum
Tettnang, 30. Juli 2026
Rund zwei Monate nach dem Ende des stationären Krankenhausbetriebs steht damit fest, wie es mit dem Standort weitergeht.
Die Immobilie soll künftig an die Oberschwabenklinik (OSK) vermietet werden.
Geplant ist dort die Einrichtung eines ambulanten Operationszentrums (AOZ) in Verbindung mit dem bereits bestehenden Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ).
Weitere Einzelheiten zur Ausgestaltung des Operationszentrums wurden bislang nicht öffentlich bekannt gegeben.
Das MVZ in Tettnang befindet sich bereits seit dem 1. Januar 2026 unter dem Dach der Oberschwabenklinik.
Die OSK hatte die Medizinischen Versorgungszentren in Tettnang und Friedrichshafen übernommen und die Fortführung der ambulanten Versorgung an beiden Standorten angekündigt.
Welche Fachrichtungen künftig in das Operationszentrum eingebunden werden, wie viele Räume genutzt werden und wann der Betrieb aufgenommen werden könnte, ist derzeit noch nicht bekannt.
Bereits im Mai hatte sich der Kreistag für Ameos als künftigen Betreiber des Klinikums Friedrichshafen entschieden.
Innerhalb des bisherigen Medizin Campus Bodensee soll die stationäre Krankenhausversorgung künftig auf den Standort Friedrichshafen konzentriert werden.
Der jetzt beschlossene Rückkauf der Tettnanger Klinikimmobilie ist davon unabhängig und ermöglicht eine weitere medizinische Nutzung des Standorts, bedeutet jedoch keine Rückkehr des stationären Krankenhausbetriebs.
Weitere Details zum Mietverhältnis, zum ambulanten Operationszentrum und zur künftigen Nutzung der Gebäude sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.
Die stationäre Grundversorgung wird konsequent auf Friedrichshafen konzentriert, während Tettnang eine rein ambulante Nachnutzung erhält, was erneut zeigt, dass ambulante Zentren zunehmend als pragmatische Übergangslösung für aufgegebene stationäre Standorte dienen.
