Klinikum Oberlausitzer Bergland: Kreis will Doppelstrukturen abbauen
Krankenhausreform im Landkreis Görlitz: Zittau übernimmt Intensivstation und Kardiologie vom Krankenhaus Ebersbach (Sächsische Zeitung).
Nach jahrelanger Ankündigung endete die Ebersbacher Intensivversorgung Mitte August fast unbemerkt. Nun gibt es am Ebersbacher Krankenhaus keine Intensivstation mehr, auch das Herzkatheterlabor wurde geschlossen.
Ebersbach verliert Intensivstation und Herzkatheterlabor an Zittau
Ebersbach, 01.09.2026 15:00 Uhr
Seit Mitte August gibt es am Ebersbacher Krankenhaus keine Intensivstation mehr, auch das Herzkatheterlabor wurde geschlossen.
Der Landkreis als Träger des Klinikums Oberlausitzer Bergland verfolgte seit einem Kreistagsbeschluss von 2022 das Ziel, Doppelstrukturen zwischen den Standorten abzubauen.
Ebersbach soll stattdessen zu einem ambulanten Gesundheitszentrum entwickelt werden.
Geschäftsführer Steffen Thiele betont, die Verlagerung sei intensiv vorbereitet und planmäßig umgesetzt worden.
Insgesamt soll mit den verbleibenden Angeboten und neuen Facharztpraxen eine sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung am Standort Ebersbach entstehen.
Dass die endgültige Schließung trotz früherer Proteste kaum mediale Aufmerksamkeit fand, lässt annehmen, dass sich der öffentliche Widerstand gegen derartige Strukturentscheidungen im Zeitverlauf erschöpft.
