Krankenhaus Kelheim: Landkreis und Caritas beenden Kooperation





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Krankenhaus Kelheim: Landkreis und Caritas beenden Kooperation

Caritas St. Lukas Krankenhaus: Nach vier Jahren endet die Kooperation abrupt / Defizit 2025 bei etwa 10 Millionen Euro (Bayerischer Rundfunk).



Paukenschlag in Kelheim: Landkreis und Caritas-Verband für die Diözese Regensburg wollen ihre seit 2022 bestehende strategische Kooperation am Krankenhaus St. Lukas einvernehmlich beenden



Landkreis Kelheim und Caritas beenden Kooperation am Krankenhaus St. Lukas

Regensburg, 09.07.2026, 16:15 Uhr

Die veränderten politische Rahmenbedingungen machen eine Fortführung der Zusammenarbeit nach gemeinsamer Einschätzung unmöglich.

Landrat Christian Nerb versichert, Leistungsumfang und Arbeitsplätze blieben vollständig erhalten; Ende Juli berät der Kreistag über die formelle Beendigung der Partnerschaft.

Diözesan-Caritas-Direktor Michael Weißmann betont, man habe die Kooperation gemeinsam und im Einvernehmen beendet – es gebe keine offene Konfliktsituation.

Hintergrund ist eine von Anfang an schwierige Partnerschaft: 2022 hatte die Caritas die Mehrheit an der damaligen Goldbergklinik übernommen und die Geschäftsführung der Oberender AG übertragen, was intern zu erheblichen Turbulenzen durch Führungswechsel und Personalabgänge geführt hatte.

Parallel dazu läuft die Umwandlung des Krankenhauses Mainburg im selben Landkreis zu einem sektorenübergreifenden Versorgungszentrum, mit Verlagerung der Unfallchirurgie nach Pfaffenhofen.

Die Auflösung einer erst 2022 geschlossenen strategischen Kooperation nach gut vier Jahren ist ein Indiz dafür, dass das zugrundeliegende Konzept unter veränderten politischen und finanziellen Rahmenbedingungen nicht mehr trug.

Dass der Landkreis nun wieder alleine für das Krankenhaus zuständig sein wird, bedeutet volle kommunale Finanzierungsverantwortung – genau in dem Moment, in dem das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz die Erlöse drückt und die Leistungsgruppen-Zuteilungen in Bayern noch ausstehen.

Welches Träger- und Betreibermodell künftig für St. Lukas gelten soll, ist nach aktuellem Stand offen.

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