Krisenstimmung am Klinikum Potsdam





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Krisenstimmung am Klinikum Potsdam

Klinikum Potsdam: Gefäßchirurgie-Schließung wird überprüft (MAZ).



Am Potsdamer Ernst-von-Bergmann-Klinikum sorgt der Tod eines Patienten für Krisenstimmung. Untersucht werden soll, ob der Fall möglicherweise hätte verhindert werden können, wenn die Gefäßchirurgie nicht zum 1. August geschlossen worden wäre.



Umstände werden geprüft nach Todesfall am Klinikum Potsdam nach der Schließung der Gefäßchirurgie

Potsdam, 31.08.2026, 19:01 Uhr

Der Aufsichtsrat hat eine externe Prüfung durch eine Anwaltskanzlei und medizinische Experten beschlossen.

Im Fokus stehen die Versorgungssicherheit sowie die Behandlungs- und Patientensicherheit, besonders bei Notfällen.

Zum Hintergrund: Das Bergmann-Klinikum hatte zum 1. August seine Abteilungen für Orthopädie und Gefäßchirurgie im Zuge der Krankenhausreform geschlossen.

Die Gefäßchirurgie wechselte zum kooperierenden Alexianer St. Josefs-Krankenhaus, während das Bergmann-Klinikum im Gegenzug dessen Neurologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe übernahm.

Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke hatte diese Umstrukturierung im Vorfeld wiederholt öffentlich verteidigt.

Gegen die Pläne hatten zuvor mehrere Hundert Menschen protestiert: Es werde eine schlechtere Versorgung befürchtet.

Es ist ein kritischer Moment für die laufende Reformumsetzung in Brandenburg entstanden, der auch die zuvor öffentlich geäußerte Zuversicht des Ministers auf die Probe stellt.

Durch die zeitliche Nähe steht der Verdacht im Raum, dass die Schließung tatsächlich versorgungsrelevante Folgen gehabt haben könnte.

Sollte sich im Rahmen der externen Prüfung ein Kausaluusammenhang zwischen der Schließung und dem Todesfall bestätigen, hätte dies erhebliche politische Sprengkraft - zumindest in Brandenburg.

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