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Mühlenkreiskliniken präsentieren neunten positiven Jahresabschluss

Mühlenkreiskliniken präsentieren neunten positiven Jahresabschluss (Pressemitteilung).

Die Mühlenkreiskliniken haben im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss nach Steuern und Abschreibungen in Höhe von 568.000 Euro erwirtschaftet. Im Vorjahr lag der Gewinn bei 3,1 Millionen Euro. Damit hat der...

Die Mühlenkreiskliniken haben im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss nach Steuern und Abschreibungen in Höhe von 568.000 Euro erwirtschaftet. Im Vorjahr lag der Gewinn bei 3,1 Millionen Euro. Damit hat der kommunale Klinikkonzern im
neunten Jahr in Folge einen positiven Jahresabschluss vorgelegt. Auf der
jüngsten Verwaltungsratssitzung wurde der Jahresabschluss einstimmig
verabschiedet und dem Vorstandsvorsitzenden Entlastung erteilt.

„Die Mühlenkreiskliniken haben sich im Jahr 2019 in einem sehr angespannten
Marktumfeld positiv behauptet. Im Jahr 2019 standen Kliniken und Krankenhäuser
bundesweit unter einem erheblichen Kostendruck. Wesentlicher Grund hierfür ist
die gesetzlich festgelegte Personaluntergrenze. Ohne eine Lockerung des stetig
steigenden Kostendrucks und ohne ein breites Investitionsprogramm für Kliniken
und Krankenhäuser wird das Gesundheitssystem in der bisherigen Form und
Struktur nicht weiter existieren können“, sagt der Vorstandsvorsitzende Dr.
Olaf Bornemeier.

Im Bereich der stationären Versorgung wurden im vergangenen Jahr 75.771
Patientinnen und Patienten im Johannes Wesling Klinikum Minden, dem Krankenhaus
Lübbecke, dem Krankenhaus Bad Oeynhausen, dem Krankenhaus Rahden, der
Auguste-Viktoria-Klinik sowie dem Medizinischen Zentrum für Seelische
Gesundheit behandelt. Im Vorjahr waren es 75.572. Der Umsatz stieg von 382
Millionen Euro (2018) auf 405 Millionen Euro im Jahr 2019.

Auf der Ausgabenseite stellen die Personalaufwendungen die größte Position dar.
Im Vergleich zu dem Vorjahr stiegen die Lohnkosten um 19 Millionen Euro auf nun
254 Millionen Euro. Diese Kostensteigerung ist zum einen einer sehr
erfolgreichen Fachkräfteoffensive der Mühlenkreiskliniken geschuldet und zum
anderen den deutlichen Tarifsteigerungen. „Trotz eines sehr schwierigen
Arbeitsmarktumfelds konnten die Mühlenkreiskliniken im vergangenen Jahr 211
zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen. Ende 2019 haben 5.113
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Mühlenkreiskliniken gearbeitet. Das
zeigt, dass wir in der Region als äußerst attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen
werden“, berichtet der Vorstandsvorsitzende Dr. Olaf Bornemeier. Die
Mühlenkreiskliniken haben sich beispielsweise auf den Weg gemacht, ein
Ausfallkonzept für Pflegerinnen und Pfleger zu entwickeln. Bei kurzfristigen
Krankheitsfällen soll niemand mehr einspringen müssen. Stattdessen wird der
Krankheitsausfall aus einem Bereitschaftspool aufgefangen. Auf die Vollkräfte
bezogen betrug der Zuwachs im vergangenen Jahr 177 neue Stellen. „Gute
Fachkräfte sind das wichtigste Potential eines Krankenhauses und der
Erfolgsfaktor bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten. Dabei setzen
wir auch gezielt auf die Aus- und Weiterbildung. Mit der Akademie für
Gesundheitsberufe und dem Medizin Campus OWL sind wir hervorragend für die
Zukunft aufgestellt“, sagt Dr. Olaf Bornemeier.

Die Kosten für Sachmittel stiegen ebenfalls um 3,2 Millionen Euro und betrugen
106 Millionen Euro. Insbesondere Arzneimittel und OP-Bedarf waren von
deutlichen Mehraufwänden und Preissteigerungen betroffen. Das EBITDA – also das
Jahresergebnis vor Steuern und Abschreibungen – beläuft sich auf 13,1 Millionen
Euro und sank damit gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Millionen Euro.

Die Investitionen beliefen sich im Jahr 2019 auf 13,3 Millionen Euro in mehr
als 300 Einzelprojekten. Die größten Summen wurden für langjährige Bauprojekte
ausgegeben wie für den Umbau der Notaufnahme am Krankenhaus Lübbecke und die
Vorbereitungen für den Bau eines Parkhauses am Johannes Wesling Klinikum.
Weitere Investitionen wurden für den Austausch von medizinischen Geräten, die
Erweiterung der Laborausstattung, OP-Schleusen, eine Lichtrufanlage sowie die
Rettungstechnik und die Stromversorgung vorgenommen.

Ende 2019 hat der erste Jahrgang des Medizin Campus OWL das Studium beendet.
Stand heute arbeiten elf ehemalige Studierende bei den Mühlenkreiskliniken als
Assistenzärztin oder Assistenzarzt. Weitere Mediziner haben Arbeitsverträge bei
den übrigen Partnern des Medizin Campus OWL, dem Klinikum Herford und dem Herz-
und Diabeteszentrum NRW sowie bei verschiedenen anderen Kliniken und Arztpraxen
in OWL unterschrieben. „Drei Jahre nach der Gründung des Medizin Campus zeigt
sich, dass die Entscheidung für die Medizinerausbildung in OWL richtig und
wichtig war. Wir bilden in Minden, Herford, Bad Oeynhausen und Lübbecke die
Mediziner in OWL für OWL aus. Die Rückmeldungen der Studierenden sind überaus
positiv. Die Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum ist ein Erfolgsmodell.
Wir können Lehre und wir können Forschung“, erklärt Dr. Olaf Bornemeier.
Bedeutende Forschungsprojekte werden beispielsweise im Bereich der
Krebsforschung, der Kardiologie, der Rettungsmedizin, der Psychologie und der
Gastroenterologie durchgeführt. Auch bei der Erforschung des Corona-Virus
engagieren sich Wissenschaftler des Universitätsklinikums Minden. So kooperiert
das Klinikum im UK-RUB-Verband bei verschiedenen Forschungsprojekten. Außerdem
plant Professor Dr. Carsten Gartung ein Forschungsvorhaben zur Auswirkung des
Corona-Virus auf den Magen-Darm-Trakt. Im Jahr 2019 konnten die
Mühlenkreiskliniken mit Univ.-Professor Dr. Philipp Soergel den ersten
Medizin-Ordinarius in OWL begrüßen. Er leitet die Universitätsklinik für
Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Johannes Wesling Klinikum Minden. Im Jahr
2020 werden weitere Berufungen folgen.

Das Jahr 2020 wird von der Corona-Krise überschattet. „Plötzlich geht es
ausschließlich darum, Bilder, wie wir sie aus Italien, Frankreich, England oder
den USA kennen, zu vermeiden. Und ich kann mit großem Stolz sagen, dass unsere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf allen Ebenen alles tun, um dieses Ziel zu
erreichen. Bisher mit sehr gutem Erfolg.“ Auch wenn sich die Lage aktuell
entspannt, bleiben die Mühlenkreiskliniken vorbereitet und wachsam. „Es kann
jederzeit zu einem lokalen Anstieg der Infektionszahlen kommen. Bis es einen
Impfstoff oder eine wirksame Therapie gibt, werden wir mit der Gefahr und dem
Virus leben müssen“, so Dr. Bornemeier. Wichtig sei es nun, die Balance
zwischen dem normalen Krankenhausbetrieb und der kurzfristigen Möglichkeit,
viele Covid-Patienten gleichzeitig zu behandeln und zu beatmen, auszuloten.

Fünf langfristige Ziele gibt es aber auch für das Jahr 2020 und darüber hinaus:
Die Fortführung der begonnenen Investitionen in den Neubau der Notaufnahme in
Lübbecke und in den Bau des Parkhauses in Minden, den Aufbau eines Zentrums für
roboterassistierte Chirurgie am Krankenhaus Lübbecke, die Stabilisierung und
Ausweitung des Leistungsangebots am Krankenhausstandort Rahden, die weitere
Intensivierung des Forschungs- und Lehrbetriebs am Medizin Campus OWL sowie die
Vorbereitungen für einen möglichen Krankenhausneubau in Bad Oeynhausen.

Quelle: Pressemitteilung, 13.05.2020

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erschienen am Mittwoch, 13.05.2020
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