Oberschwabenklinik mit Jahresfehlbetrag von 23 Millionen Euro





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Oberschwabenklinik mit Jahresfehlbetrag von 23 Millionen Euro

Oberschwabenklinik schreibt erneut Millionenverlust trotz steigender Patientenzahlen (Pressemeldung).



Die Oberschwabenklinik (OSK) in Ravensburg und Wangen hat das Jahr 2025 mit einem Defizit von 23,2 Millionen Euro abgeschlossen.



Oberschwabenklinik schließt 2025 mit 23,2 Millionen Euro Minus ab

Ravensburg, 17.07.2026

Das ist der Pressemitteilung unter Berufung auf den Geschäftsbericht von OSK-Geschäftsführer Franz Huber zu entnehmen.

Das Defizit bewegt sich damit auf dem Niveau des Vorjahres, 2024 hatte der Verlust bei 23,3 Millionen Euro gelegen.

Huber warnt davor, die nahezu gleichbleibende Zahl als Entspannung zu deuten.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser würden sich weiter verschärfen.

Positiv entwickelt hat sich die Personalsituation.

Die OSK konnte den Einsatz von Leiharbeitskräften deutlich zurückfahren.

2024 waren noch 76 Vollzeitkräfte über Zeitarbeitsfirmen beschäftigt, 2025 waren es nur noch 18.

Gleichzeitig stieg die Zahl der festangestellten Mitarbeitenden auf rund 3.100.

Auch die Patientenzahlen legten leicht zu, rund 37.700 Menschen wurden 2025 stationär behandelt.

Besonders die Notfallversorgung stellt die Klinik finanziell vor Herausforderungen.

Laut Huber kostet die rund um die Uhr aufrechterhaltene Versorgung jährlich etwa sieben Millionen Euro.

Die Ursache für das Defizit sieht Huber nicht in Managementfehlern, sondern in einer Krankenhausfinanzierung, die mit den steigenden Kosten nicht Schritt halte.

Wie es mit möglichen Kooperationen mit Kliniken im Bodenseekreis weitergeht, ist weiterhin offen.

Die zuletzt geplante Zusammenarbeit war gescheitert.

Der deutliche Rückgang der Leiharbeit von 76 auf 18 Vollzeitkräfte innerhalb eines Jahres ist ein bemerkenswertes Ergebnis, das man in der aktuellen Berichterstattung über Klinikdefizite selten in dieser Form sieht – meist wird Personalabbau vermeldet, hier gelingt der Klinik im Gegenteil eine Konsolidierung durch Festanstellungen, was mittelfristig auch die Personalkosten stabilisieren dürfte, da Zeitarbeit in der Regel teurer ist als reguläre Beschäftigung.

Das gleichbleibende Defizit trotz dieser positiven Personalentwicklung und leicht gestiegener Fallzahlen zeigt aber, wie wenig operative Verbesserungen im aktuellen Finanzierungssystem tatsächlich durchschlagen: Wenn selbst eine erfolgreiche Reduzierung teurer Leiharbeit und ein Fallzahlwachstum das Ergebnis nicht sichtbar verbessern, deutet das stark darauf hin, dass die Erlösseite, insbesondere durch gedeckelte Landesbasisfallwerte und unzureichende Notfallfinanzierung, das eigentliche Problem ist.

Rund-um-die-Uhr-Vorhaltung wird im DRG-System strukturell nicht kostendeckend abgebildet, was insbesondere größere Regelversorger wie die OSK trifft, die anders als kleinere Häuser keinen Anspruch auf einen Sicherstellungszuschlag haben dürften.

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