Regioklinik in Bingen als Modellversuch
Bingen wandelt Krankenhaus um: Heilig-Geist-Hospital wird Regioklinik (SWR).
Das insolvente Heilig-Geist-Hospital in Bingen wird deutlich verkleinert und als sogenannte Regioklinik weitergeführt. Das haben Binger Stadtrat und Kreistag Mainz-Bingen entschieden.
Heilig-Geist-Hospital Bingen wird als verkleinerte Regioklinik weitergeführt
Bingen, 20.8.2026, 7:28 Uhr
Geplant sind 50 Betten für Geriatrie, Innere Medizin und eine Palliativstation. Zusätzlich soll eine Notaufnahme erhalten bleiben.
Damit hätte die Klinik künftig weniger als die Hälfte der bisherigen Kapazität von 130 Betten.
Die politischen Gremien sehen das Konzept als Versuch, die stationäre Versorgung in der Region zu halten.
Laut Beschluss von Stadtrat und Kreistag ist aber noch unklar, ob sich die Regioklinik langfristig finanzieren lässt.
Nach der zuvor beschriebenen Entscheidungswoche mit ungewisser Vorzeichenlage zeigt sich nun, dass weder ein vollständiges Ende noch eine unveränderte Fortführung des Hauses das Ergebnis war, sondern ein Kompromissmodell.
Der Erhalt der Notaufnahme trotz drastischer Bettenreduktion ist bemerkenswert, da Notfallversorgung besonders ressourcenintensiv ist.
Für die betroffenen Beschäftigten bleibt die Personalfrage der zentrale Punkt, der über die reine Strukturentscheidung hinaus für Verunsicherung sorgen dürfte, bis konkrete Zahlen zum künftigen Personalbedarf vorliegen.
