Südharz-Klinikum: Geschäftsführer zufrieden mit der Gegenwart, besorgt um die Zukunft





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Südharz-Klinikum: Geschäftsführer zufrieden mit der Gegenwart, besorgt um die Zukunft

Südharz-Klinikum fürchtet in den kommenden Jahren Millionen-Verluste (Medienartikel).



Das Südharz Klinikum Nordhausen weist für 2025 erneut ein positives Jahresergebnis aus – nach eigenen Angaben ein Alleinstellungsmerkmal unter den kommunalen Krankenhäusern in Thüringen – und versorgte dabei rund 1.000 Patienten mehr als im Vorjahr, insgesamt über 20.000 stationär.



Südharz Klinikum Nordhausen: Zweites Positiv-Ergebnis in Folge, aber zweistellige Millioneneinbußen ab 2027 erwartet

Nordhausen, 03.07.2026, 12:50 Uhr

Das Südharz Klinikum Nordhausen weist für 2025 erneut ein positives Jahresergebnis aus: Wachstumstreiber war vor allem die Zentrale Notaufnahme, deren überregionaler Ruf zunehmend Patienten aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt anzieht.

Parallel zur Notfallversorgung baut das Haus sein Zentrumsprofil aus: Neben dem etablierten Brust- und Darmzentrum entstehen Prostata-, Pankreas- und Endoprothetikzentrum; für die elektive Orthopädie wurde eine zweite Station eröffnet.

Im Personalbereich läuft der Aufbau weiter: Zum August sind 12 Krankenpflegehelfer, einen Monat später 24 Pflegefachkräfte geplant. Im ärztlichen Bereich zeigt sich ein gegenläufiger Trend – Honorarärzte wurden durch Festanstellungen ersetzt.

Ab 2027 drohen durch das GKV-Stabilisierungsgesetz Erlösminderungen im zweistelligen Millionenbereich; konkrete Gegenmaßnahmen sind mangels Klarheit über Versorgungsplanung und Nachbarstandorte noch nicht möglich.

Das ist eine der wenigen wirklich erfreulichen Nachrichten: Ein kommunales Haus in Thüringen, das schwarze Zahlen schreibt, wächst und Personal aufbaut.

Der Einzugsbereich des Südharz-Klinikums auch für Notfälle aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ist wohl der zentralen Lage im Drei-Ländereck geschuldet, zeigt aber auch, wie stark eine gute Notaufnahme als Magnet wirken kann.

Dies wiederum ist wichtig für die Fallzahl und damit die wirtschaftliche Basis.

Ein vom Geschäftsführer befürchteter zweistelliger Millionenverlust durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz in der Zukunft würde das positive Ergebnis jedoch schnell ins Minus drehen.

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