Versorgungsstruktur nach dem Krankenhaus-Aus in Brake





local_hospital

Versorgungsstruktur nach dem Krankenhaus-Aus in Brake

Nach Krankenhausschließung: Neues Gesundheitszentrum in Brake? (NDR).



In Brake wird über die künftige medizinische Versorgung der Region diskutiert



Helios soll Gesundheitszentrum am insolventen St. Bernhard-Hospital in Brake aufbauen

Brake, 23.07.2026 17:03 Uhr

Im insolventen St. Bernhard-Hospital in Brake soll ein neues Gesundheitszentrum entstehen, das die Helios Klinik Wesermarsch aufbauen soll.

Die Arbeitsgruppe "Gesundheit 2040" sprach sich bei einer Sitzung am Dienstag für dieses Vorgehen aus.

Vertreter von Helios teilten mit, das Vorhaben vorantreiben zu wollen.

Die Arbeitsgruppe setzt sich aus dem Kreistag der Wesermarsch, Vertreter:innen des St. Bernhard-Hospitals, der Helios Klinik Wesermarsch und der Stadt Brake zusammen.

Sie beriet über die Perspektiven für die ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung sowie den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Wesermarsch.

Diskutiert wurde dabei unter anderem der Erhalt einer Notfallambulanz.

In den kommenden Tagen werden laut einem Sprecher Details zur Finanzierung erwartet.

Vor zwei Wochen war das Aus für das insolvente St.-Bernhard-Hospital in Brake zum Herbst bekannt geworden.

Statt eine insolvente Klinik einfach zu schließen, wird versucht, zumindest Teile der Infrastruktur und Versorgung in einem neuen, meist ambulant ausgerichteten Gesundheitszentrum weiterzuführen.

Anders als beispielsweise in Ballenstedt, wo die Stadt selbst als Betreiberin eines Medizinischen Versorgungszentrums einsteigt, übernimmt hier mit der Helios Klinik Wesermarsch bereits ein etablierter Klinikbetreiber die treibende Rolle, was potenziell mehr betriebswirtschaftliche Erfahrung und finanzielle Substanz in das Projekt einbringt als eine kommunale Neugründung.

Die noch ausstehende Klärung der Finanzierungsdetails ist dabei der entscheidende Punkt, der über Erfolg oder Scheitern des Vorhabens maßgeblich mitentscheiden dürfte, insbesondere die Frage, ob und in welcher Form Notfallambulanz-Strukturen tatsächlich erhalten bleiben können, da gerade Notfallversorgung im ambulanten Rahmen wirtschaftlich besonders herausfordernd zu betreiben ist, wie zuletzt auch die Debatte um Sicherstellungszuschläge gezeigt hat.

« Die Sozialausgaben in Deutschland steigen | Versorgungsstruktur nach dem Krankenhaus-Aus in Brake | Az. B 12 BA 7/24 R: Rufbereitschaftsdienst von Belegärzten überprüfen »