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Weg frei für den Neubau des Klinikums Memmingen

Weg frei für den Neubau des Klinikums Memmingen (Stadtportal Memmingen).

Memminger Stadtrat votiert einstimmig für Klinikums-Neubau - Generalplaner zeigen erste Entwürfe. Der Startschuss ist gefallen: mit dem einstimmigen Votum für den Neubau des Memminger Klinikums durch den Stadtrat können nun...

Memminger Stadtrat votiert einstimmig für Klinikums-Neubau - Generalplaner zeigen erste Entwürfe. Der Startschuss ist gefallen: mit dem einstimmigen Votum für den Neubau des Memminger Klinikums durch den Stadtrat können nun die nächsten Planungsschritte beginnen. Der Stadtrat votierte ebenfalls einstimmig
für das im Rahmen eines Generalplanerverfahrens ermittelte Team „Nickl & Partner, Süss, Horn + Horn“ als Generalplaner, die bei der Sitzung schon erste Entwürfe zur Visualisierung mitgebracht hatten.

Oberbürgermeister Schilder zeigte sich erfreut, dass für dieses wegweisende
Zukunftsprojekt der offizielle Startschuss fällt: „Jetzt können wir das
Klinikum endlich auf moderne Füße stellen und die gesamte Betriebsorganisation
zeitgemäß gestalten. Das ist ein Meilenstein in der Gesundheitsversorgung – für
uns und die Region.“

Klinikvorstand Maximilian Mai ist ermutigt von der Zustimmung seitens der
Regierung von Schwaben sowie dem Ministerium und betont einen weiteren Vorteil:
„Dieser Neubau ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch moderner und
attraktiver für die Patientinnen und Patienten. Und ich bin mir sicher, er wird
zu einem regelrechten Motivationsschub für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
führen.“

Der Klinikvorstand erläuterte außerdem die Bewertungsmatrix für die Auswahl des
Planerteams. „Wichtigster Baustein bei der Bewertung war nicht nur das
architektonische Konzept, sondern die Funktion in Bezug auf das modulare
Raumprogramm und die Betriebsorganisation.“ Und hier setzte sich Nickl &
Partner aus München mit seinen Partnern Süss und Horn + Horn gegen vier weitere
Bewerberteams durch.

Für die Generalplaner gab Prof. Christine Nickl-Weller bei der Sitzung erste
Einblicke in den kommenden Gesundheitscampus auf dem 15 Hektar großen Gelände
am Autobahnkreuz, das die Stadt im vergangenen Jahr vom Möbelkonzern IKEA
erwerben konnte. Dabei stellte Prof. Nickl-Weller die Entwürfe vor, die im
Hauptgebäude die bisherigen Stationen sowie die Tageskliniken und die
erweiterte Bezirksklinik vorsehen. Hinzu kommen das Gebäude des Medizinischen
Versorgungszentrums samt Praxen und Krankenpflegeschule und ein Parkhaus. Teil
des Konzepts ist es, vor allem die Wege auf dem Gelände und in den
Gebäudeteilen optimal zu entwickeln. Auch wurde in besonderer Weise auf
Schallschutz, Nachhaltigkeit, viel Tageslicht, ein ausgeklügeltes
Belüftungssystem und begrünte Dächer Rücksicht genommen.

Rückblick und Ausblick

Der Stadtrat hatte sich bereits Anfang 2020 in einem Grundsatzbeschluss für
einen Neubau des Klinikums ausgesprochen. Als Aufsichtsbehörde hat die
Regierung von Schwaben nun vor einigen Wochen die vom Klinikum erstellte Plan-
und Wirtschaftlichkeitsanalyse, die Neubau und Generalsanierung
gegenüberstellt, eingehend geprüft und war zu dem Ergebnis gekommen, dass ein
Neubau die wirtschaftlichere Alternative darstellt. Dieses Vorprüfungsergebnis
diente als Grundlage für ein Abstimmungsgespräch mit dem Bayerischen
Staatsministerium für Gesundheit und Pflege Ende März 2021. Das Ministerium kam
ebenfalls zu dem Schluss, dass ein Neubau die wirtschaftlichere und funktionell
sinnvollere Lösungsvariante darstelle. Entscheidend war nicht zuletzt die
beengte räumliche Ausgangssituation, die eine Sanierung nur mit enormem
technischen Aufwand bei laufendem Betrieb möglich gemacht hätte.

Der nächste Schritt ist der Antrag zur Aufnahme in das Krankenhausbauprogramm
des Freistaates, der gegen Ende des Jahres eingereicht wird. Bei der geplanten
Abstimmung im Stadtrat im November 2021 können dann Kosten, Finanzierung und
Umfang der Planung verlässlicher beziffert werden. Derzeit beläuft sich die
grobe Kostenschätzung des Neubaus auf ein Volumen von 360 Mio. Euro, die genaue
Höhe der Förderungen durch den Freistaat können aller Voraussicht nach erst
nach Prüfung dieses Antrags bekannt gegeben werden. Schätzungen zufolge könnten
die förderfähigen Kosten bei über 260 Mio. Euro liegen.

Klinikvorstand Maximilian Mai rechnet damit, dass bei einem idealtypischen
Verlauf die vorbereitenden Maßnahmen ab dem Frühjahr 2024 und der Baubeginn im
Frühjahr 2025 erfolgen können. Die Inbetriebnahme wäre frühestens im Jahr 2029
möglich.

Quelle: Stadtportal Memmingen, 13.04.2021

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erschienen am Mittwoch, 14.04.2021