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Das Finanzierungssystem der Krankenhäuser muss reformiert werden

Das Finanzierungssystem der Krankenhäuser muss reformiert werden (VKD).

Die Finanzierung der Krankenhäuser ist seit Jahren auf Kante genährt. Die Folgen - tiefrote Zahlen, zunehmend auch Insolvenzen. Verantwortlich für die flächendeckende Krankenhausversorgung, die damit gefährdet ist, sind die Bundesländer....

Die Finanzierung der Krankenhäuser ist seit Jahren auf Kante genährt. Die Folgen - tiefrote Zahlen, zunehmend auch Insolvenzen. Verantwortlich für die flächendeckende Krankenhausversorgung, die damit gefährdet ist, sind die Bundesländer. Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands wertet es
daher als Lichtblick, dass von hier zunehmend ein Gegensteuern festzustellen
ist. Jetzt hat Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg eine
Krankenhaus-Reform gefordert. Er sieht als einen Grund für die inzwischen
instabile Lage vieler Kliniken das Finanzierungssystem über Fallpauschalen, das
geändert werden müsse.

„Damit rennt er bei uns offene Türen ein. Diese Meinung vertritt unser Verband
seit etlichen Jahren bereits ebenfalls“, sagt VKD-Präsident Dr. Josef Düllings.
„Das System ist inzwischen viel zu komplex, es ist ungerecht, benachteiligt vor
allem kleine Kliniken und Hochleistungskrankenhäuser, beinhaltet enorme
Dokumentationsanforderungen, und produziert damit erhebliche Bürokratie. Es
führt zu einem permanenten Kostendruck, da es darauf gerichtet ist, die
Vergütungsentwicklung stetig unterhalb der Kostenentwicklung zu halten. Das
DRG-System ist ein wesentlicher Grund für zahlreiche schwere Probleme in der
stationären Gesundheitsversorgung.

Daher wurde bereits in der VKD-Jahrestagung 2018 der Vorschlag gemacht,
stattdessen jährlich ein Basisbudget zu vereinbaren, das tatsächlich bei den
Krankenhäusern ankommt, und die Fallpauschalen dafür zu nutzen, dieses Budget
leistungsgerecht zu verteilen. Das DRG-System und das Vergütungssystem
insgesamt sollte nicht mit noch mehr Komplexität überzogen werden.

Die Aussage des Ministers, dass die Entwicklung des Versorgungsangebots in den
Krankenhäusern nicht allein durch Erlöse definiert werden dürfe, sondern dass
es um die langfristige sichere Versorgung gehe, ist daher vollkommen im Sinne
des VKD.

„Ältere Kolleginnen und Kollegen erinnern sich noch gut daran, wie lange es
gedauert hat, das heutige DRG-System zu entwickeln und Schritt für Schritt
einzuführen. Es muss daher zügig mit der Weiterentwicklung bzw. Neuentwicklung
eines Finanzierungssystems begonnen werden, das dann auch sektorenübergreifende
Aspekte zwingen einbeziehen muss“, fordert der VKD-Präsident. „Jeder Schritt,
der uns hier voranbringen kann, wird von uns begrüßt.“

Quelle: VKD, 30.01.2020

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erschienen am Donnerstag, 30.01.2020
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