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DKG zu VdEK-Forderungen: Kassen wollen gängeln

DKG zu VdEK-Forderungen: Kassen wollen gängeln (Deutsche Krankenhausgesellchaft).

Zu den Forderungen des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Georg Baum: Die von den Ersatzkassen geforderten Sanktionszahlungen sind eine nicht hinnehmbare Forderung...

Zu den Forderungen des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Georg Baum: Die von den Ersatzkassen geforderten Sanktionszahlungen sind eine nicht hinnehmbare Forderung und der Versuch, Kliniken zu kriminalisieren. Es kann nicht sein, dass Krankenhäuser mit Strafzahlungen belegt werden, wenn das
Ergebnis von Prüfungen Rechnungskürzungen sind – zum Beispiel aufgrund eines
Dokumentationsfehlers. Ein solches Vorgehen gibt es weder für niedergelassene
Ärzte, Zahnärzte, Apotheken noch andere Berufe des Gesundheitswesens. 60
Prozent der ca. zwei Millionen im Detail überprüften Rechnungen haben
Belegungshintergründe und dabei wird von den Kassen infrage gestellt, ob der
Patient nicht hätte ambulant behandelt oder schneller entlassen werden können.
Die Krankenhäuser dagegen haben Leistungen erbracht, haben Pflegepersonal
eingesetzt, für das die Kassen letztlich nicht zahlen wollen. Diese Fälle haben
mit Falschabrechnungen überhaupt nichts zu tun. Strafe ist Angelegenheit der
Staatsanwaltschaft und nicht des Sozialgesetzbuches. Wenn es tatsächlich um
Betrug gehen sollte, sollen die Ersatzkassen Strafanzeige stellen.

Ebenfalls scharf abzulehnen ist die Forderung nach einer weiteren
Aufrechnungsmöglichkeit für die Kassen. Mit dem Verhalten 2018 bei der
Aufrechnung von Leistungen in der Schlaganfallversorgung haben die
Krankenkassen bewiesen, dass sie mit einem solchen Instrument nicht
verantwortungsvoll umzugehen wissen. Sie haben ihre Macht hier willkürlich
eingesetzt und Kliniken in Liquiditätsengpässe gebracht, obwohl diese
einwandfreie Leistungen erbracht hatten. Der Bundesgesundheitsminister musste
hier eingreifen, um die willkürliche Aufrechnungspraxis von Krankenkassen zu
unterbinden. Deshalb begrüßen die Krankenhäuser, dass die Koalition die
Verrechnung beendet.“

Quelle: Deutsche Krankenhausgesellchaft, 08.10.2019

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erschienen am Dienstag, 08.10.2019
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