Anzeige Anzeige: ID Berlin GmbH ×

Hohe Belastung für Krankenhauspersonal durch unnötige bürokratische Hürden myDRG Stellenmarkt Gesundheitswesen

« Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau: Anfeindungen gegen Klinik-Mitarbeiter | Hohe Belastung für Krankenhauspersonal durch unnötige bürokratische Hürden | Fresenius Helios mit umfangreichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie in Deutschland »

 

Hohe Belastung für Krankenhauspersonal durch unnötige bürokratische Hürden

Krankenkassen riskieren Versorgung von Patienten in Krisenzeiten - Hohe Belastung für Krankenhauspersonal durch unnötige bürokratische Hürden (Asklepios).

Die Krankenhäuser der Asklepios Gruppe in Bayern bereiten sich seit Wochen mit Hochdruck auf die zu erwartende weitere Ausbreitung der Coronavirus Pandemie und einen Anstieg stationärer Covid-19 Fälle vor. Sie...

Die Krankenhäuser der Asklepios Gruppe in Bayern bereiten sich seit Wochen mit Hochdruck auf die zu erwartende weitere Ausbreitung der Coronavirus Pandemie und einen Anstieg stationärer Covid-19 Fälle vor. Sie sind gemäß der Empfehlungen des RKI gut gerüstet. Dennoch bedeutet diese Situation eine hohe
Belastung für unser medizinisches Personal. Ungeachtet dessen halten die
Krankenkassen auch weiterhin an Prüfpflichten fest, binden so in den
Krankenhäusern dringend für die Patientenversorgung benötigtes Personal und
riskieren damit das Wohl der Patienten.

Asklepios Regionalgeschäftsführer Bayern Dr. Joachim Ramming
Im Auftrag der Krankenkassen prüft der MDK Bayern als größter medizinischer
Dienst der Krankenversicherung in Deutschland unter anderem die Abrechnungen
der Krankenhäuser für vom Krankenhaus erbrachte Leistungen. Normalerweise
geschieht diese Prüfung in Bayern überwiegend über Falldialoge. Prüfer des MDK
besuchen auf Geheiß der Krankenkassen die Häuser vor Ort und führen die Prüfung
der Akten im Austausch mit den Fallmanagern der Krankenhäuser durch. Aus
Gründen des Infektionsschutzes in Zeiten der COVID-19 Pandemie wurden diese vor
Ort -Prüfungen zu Recht mit Wirkung vom 17.03.2020 ausgesetzt. Dennoch halten
die Krankenkassen weiterhin an der gesetzlich festgelegten Prüfverpflichtung
fest und fordert die Kliniken nun auf, die entsprechenden Akten zu kopieren und
postalisch einzureichen.

„Selbst bei der, im Rahmen des vom Bundestag beschlossenen
COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz, vorgesehen Prüfquote von nur 5 Prozent
für das Jahr 2020 und der noch nicht geprüften Altfälle aus 2019 müssten in
den kommenden Wochen in jeder einzelnen Klinik rund 1.000 Akten kopiert und
verschickt werden. Das führt dazu, dass unsere Mitarbeiter, anstatt sich um die
Versorgung der Patienten kümmern zu können, stattdessen durch einen nicht
zumutbaren Bürokratieaufwand gebunden werden“, betont der Asklepios
Regionalgeschäftsführer Bayern Dr. Joachim Ramming. Die Forderung der
Krankenkassen geht damit nicht nur zu Lasten unserer Mitarbeiter, sondern auch
zu Lasten der Versorgung der Patienten.

„Unser gemeinsames Ziel, sollte es daher sein, im gemeinsamen Dialog aller
Beteiligter (MDK, Krankenkassen, Gesundheitsministerium eine Lösung zu
erreichen und den Krankenhäusern in Krisenzeiten wie diesen, Prüfungen
vorübergehend zu ersparen“, so Dr. Ramming weiter. Auch die Bayerische
Krankenhaus Gesellschaft (BKG) setzt sich für ein entsprechendes Vorgehen ein.
„Es geht hier nicht darum, dass wir uns vor entsprechenden Prüfverfahren
drücken wollen, sondern einzig um das Wohl unserer Mitarbeiter und Patienten in
dieser Ausnahmesituation. Wir müssen alle gemeinsam unsere Kräfte bündeln, um
diese Pandemie zu bewältigen. Dabei sollten wir vor allem unsere Mitarbeiter,
die rund um die Uhr für die Versorgung unserer Patienten im Einsatz sind und
einen super Job machen, vor unnötigen bürokratischen Belastungen schützen“, so
Dr. Ramming weiter.

Quelle: Asklepios, 26.03.2020

- - - - - - - - - - - - -



erschienen am Freitag, 27.03.2020
Anzeige Anzeige: ID GmbH ×