Leistungsgruppen: Starnberger Kliniken werden geprüft





scatter_plot

Leistungsgruppen: Starnberger Kliniken werden geprüft

Welche Leistungen dürfen die Starnberger Kliniken anbieten? MD-Prüfung steht bevor (Merkur).



Am Freitag endet bundesweit eine wichtige Frist im Zuge der Krankenhausreform, bis zu der die Medizinischen Dienste ihre Gutachten zu den Leistungsgruppenanträgen der Kliniken abschließen müssen.



Starnberger Kliniken: Entscheidung über Leistungsgruppen im Herbst erwartet

Starnberg, 30.07.2026

Die Ergebnisse sollen im August mitgeteilt werden, die endgültige Entscheidung der Länder über die Zuteilung folgt im Herbst.

Für die Starnberger Kliniken, zu denen die Häuser Starnberg, Seefeld, Herrsching und Penzberg gehören, spielte Dr. Sarah Ertl bei der Antragstellung eine zentrale Rolle.

Sie leitet die Stabsstelle Medizinstrategie und Leistungsentwicklung und ist seit Mai zudem Interimsgeschäftsführerin neben Thomas Weiler.

Ertl stellte sich am Montag im Starnberger Kreistag vor, dessen alleiniger Gesellschafter der Landkreis ist.

Da der Medizinische Dienst in Starnberg um Unterstützung bei der Entwicklung des Prüfverfahrens gebeten hatte, ist Ertl nach eigenen Angaben relativ nah am Prüfprozess dran.

Für die 28 beantragten Leistungsgruppen des Klinikums Starnberg sei es ziemlich sicher, dass diese auch angeboten werden dürfen.

Spannend werde jedoch die anschließende Zuweisung durch den Freistaat bei Leistungsgruppen wie Endoprothetik und Wirbelsäulenchirurgie, da das bayerische Gesundheitsministerium diese besonders genau reglementiere.

Gesundheitsministerin Judith Gerlach hatte angekündigt, im Bereich Endoprothetik gezielt auf mögliche Überversorgung zu achten.

Landrat Stefan Frey fasst die absehbaren Folgen zusammen: Die Bereiche, in denen die Kliniken Geld verdienen, würden nicht mehr alle Häuser bekommen.

Der mittelfristige Plan sieht vor, die Endoprothetik in Seefeld zu konzentrieren, während sich Herrsching auf die ebenfalls rentable Geriatrie spezialisieren soll.

Langfristig, in acht bis zehn Jahren, sollen die Standorte laut Frey in einem Zentralkrankenhaus zusammengeführt werden.

Für Seefeld gilt laut Ertl dieselbe Unsicherheit bei den Gelenk-Leistungsgruppen wie für Starnberg, da hier ebenfalls das Ministerium entscheidet.

Für Herrsching wurden dagegen nur weniger reglementierte Leistungsgruppen beantragt, da das Haus die fachlichen Vorgaben vollumfänglich erfüllt, rechnet man mit einer Zuweisung im beantragten Umfang.

Auch für Penzberg wurden alle sinnvollen, bislang abgebildeten Leistungsgruppen beantragt.

Sollte der Standort jedoch zu einem sektorenübergreifenden Versorger (SÜV) werden, wäre das Leistungsgruppenmodell dort hinfällig, so Ertl, wobei sich dies angesichts der noch offenen bundespolitischen SÜV-Diskussion derzeit nicht abschätzen lasse.

« Mitarbeiter Medizincontrolling / MD-Management (m/w/d) Städtische Kliniken Mönchengladbach GmbH | Leistungsgruppen: Starnberger Kliniken werden geprüft | Über­sterblichkeit durch Hitzeperiode »