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Positionierung zu Medizin und Oekonomie dringender Verbesserungsbedarf im DRG System

Positionierung zu Medizin und Ökonomie - dringender Verbesserungsbedarf im DRG-System (Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland).

Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) begrüßt ausdrücklich die Maßnahmen der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) für eine wissenschaftlich begründete, patientenzentrierte und ressourcenbewusste Versorgung. Es ist...

Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) begrüßt ausdrücklich die Maßnahmen der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) für eine wissenschaftlich begründete, patientenzentrierte und
ressourcenbewusste Versorgung. Es ist längst überfällig, dass sich alle Akteure des Gesundheitswesens zum Thema “Medizin und Ökonomie” positionieren und für die Patientinnen und Patienten, aber auch für die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen einstehen. Die
aktuelle Diskussion möchte die bvmd zum Anlass nehmen, hier erneut Stellung zu beziehen. Das Patientenwohl muss der ethische Maßstab für alle Entscheidungen in der Gesundheitsversorgung sein. Dies darf keinesfalls eine hohle Phrase bleiben, sondern muss durch
fundamentale Änderungen und Fokussierungen zur Realität werden.
[...]
Auch die bvmd sieht dringenden Verbesserungsbedarf im DRG-System.
Insbesondere besteht für Zusatzentgelte oder andere zusätzliche
Vergütungselemente die Gefahr des sog. „Upcodings”, das heißt einer
Abrechnung nicht indizierter Leistungen bzw. Erkrankungen. Die Forderung des
Ethikrates zur Sicherung der Qualität der Versorgung, über die neue
Mindestmengenregelung in definierten Fallgruppen hinaus eine Bindung an
bestimmte Qualifikationen und Ausstattungsniveaus von Einrichtungen
einzuführen, begrüßt die bvmd besonders.

Der Ethikrat formulierte 2016 Empfehlungen für die stärkere Berücksichtigung
besonderer Patientengruppen - z.B. Kinder, Behinderte und Demenzkranke - in
der Krankenhausversorgung. Hierzu gehören Möglichkeiten für Zusatzentgelte
oder gesonderte DRGs, damit der mit der Versorgung verbundene Aufwand
adäquat abgebildet wird. Dies soll verhindern, dass Krankenhäuser die
Behandlung dieser Patienten ablehnen. Zudem sollte die Barrierefreiheit in den
Rahmenkriterien für die Krankenhausplanung berücksichtigt werden.
Überdies betont die bvmd die Notwendigkeit einer adäquaten Finanzierung der
Universitätsmedizin, die ihrem besonderen Patientenklientel, der gehobenen
gesellschaftlichen Bedeutung der Universitätskliniken, sowie ihrer Verantwortung
für Forschung und insbesondere Lehre gerecht werden muss. Die bvmd ist offen
für mögliche Lösungswege, seien es ein Systemzuschlag oder eine angemessene
prozentuale Erhöhung der Fallpauschalen.
[...]

Quelle: Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland, 11.03.2019

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erschienen am Dienstag, 12.03.2019
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