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DGPPN fordert politische Priorität für psychische Gesundheit

DGPPN fordert politische Priorität für psychische Gesundheit (Pressemitteilung).

Jeder Vierte ist in Deutschland von psychischen Erkrankungen betroffen, doch längst kommt nicht bei jedem professionelle Hilfe an. Sollten in Krisenzeiten eigentlich mehr Unterstützungsangebote zur Verfügung stehen, ist gerade das...

Jeder Vierte ist in Deutschland von psychischen Erkrankungen betroffen, doch längst kommt nicht bei jedem professionelle Hilfe an. Sollten in Krisenzeiten eigentlich mehr Unterstützungsangebote zur Verfügung stehen, ist gerade das Gegenteil der Fall. Corona-Pandemie und Lockdown erschweren nicht nur die
Versorgung, sie haben auch tiefe Löcher in die öffentlichen Kassen gerissen,
mit ernsthaften Folgen für die psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung.
Deshalb bringt sich die DGPPN in diesem Wahljahr mit umfassenden Forderungen an
die Politik in Stellung. Psychische Gesundheit muss Priorität haben – jetzt!

Dazu DGPPN-Präsident Prof. Thomas Pollmächer:

„Die Pandemie hat uns in den letzten Monaten die Schwächen der
Gesundheitsversorgung vor Augen geführt. Sie hat psychische Erkrankungen
verschlechtert und insbesondere arme, entwurzelte Menschen in prekären
Lebensverhältnissen, darunter viele mit psychischen Erkrankungen, von der
Gesundheitsversorgung komplett ausgeschlossen, obwohl sie diese gerade jetzt
besonders nötig hätten. Das ist für unser reiches Land nicht akzeptabel und das
wollen wir ändern. Wir werden uns deshalb in diesem richtungsweisenden Wahljahr
auf vielen Ebenen einmischen und unseren Forderungen an die Politik Nachdruck
verleihen. Schließlich geht es um alles: eine adäquate Versorgung, eine
langfristig gesicherte Forschung, mehr berufliche und soziale Teilhabe für
Betroffene und die Stärkung der Patientenrechte. Dringend müssen Angebote zur
Früherkennung und -behandlung von psychischen Erkrankungen flächendeckend
ausgebaut und das große Potenzial präventiver Maßnahmen besser ausgeschöpft und
gefördert werden. Teilhabe, Inklusion, Partizipation und Selbstbestimmung sind
dabei ausschlaggebend für eine zeitgemäße und zielführende
psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung. Dafür die notwendigen
Rahmenbedingungen zu schaffen, liegt ganz in der Hand der Politik. Eine
trialogisch besetzte Expertenkommission könnte ihr zukünftig beratend zur Seite
stehen. Ein Anliegen, das wir vonseiten der DGPPN schon lange verfolgen. Diese
und weitere Ziele haben wir in einem umfassenden Forderungskatalog für die
nächste Legislaturperiode dargestellt und fordern damit, was längst überfällig
ist: Psychische Gesundheit braucht politische Priorität – jetzt!“

Quelle: Pressemitteilung, 09.02.2021

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erschienen am Mittwoch, 10.02.2021
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