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Dossier: Nahaufnahme Psychiatriereform - Schwerpunkt Trialogische Perspektiven myDRG Stellenmarkt Gesundheitswesen

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Dossier: Nahaufnahme Psychiatriereform - Schwerpunkt Trialogische Perspektiven

Dossier: Nahaufnahme Psychiatriereform - Schwerpunkt Trialogische Perspektiven (DGPPN, PDF, 900 kB).

Mit der Psychiatriereform im letzten Jahrhundert wurde der Grundstein für die psychiatrische Versorgung von heute gelegt. Die Eingliederung psychisch kranker Menschen und der Trialog, das gleichberechtigte Miteinander von Betroffenen, Angehörigen...

Mit der Psychiatriereform im letzten Jahrhundert wurde der Grundstein für die psychiatrische Versorgung von heute gelegt. Die Eingliederung psychisch kranker Menschen und der Trialog, das gleichberechtigte Miteinander von Betroffenen, Angehörigen und Professionellen, waren zwei der zentralen Forderungen, die bis
heute Bestand haben. Das neueste DGPPN-Dossier nimmt die trialogische
Perspektive ein und beleuchtet die Ergebnisse der Reform. Es geht um Teilhabe
und Selbstbestimmung, um die Fortführung der Reform und die Frage, wie
gesellschaftliche Normen und soziale Lebenswelten psychische Gesundheit
beeinflussen.

Menschen mit psychischen Erkrankungen in die Gesellschaft zu integrieren, ihnen
Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben, frei von Stigma und Diskriminierung zu
ermöglichen, bildete in den 1970er Jahren ebenso wie heute die Grundlage für
eine humane, eingliedernde und zugewandte Psychiatrie. Das wichtigste Prinzip
dabei: das trialogische Handeln und Denken. Es folgt der Überzeugung,
Versorgung durch gleichberechtigte Teilhabe weiter zu gestalten. Dieses
gleichberechtigte Miteinander fordern Betroffenen und Angehörige zu Recht ein.

Das neue DGPPN-Dossier nimmt diese Praxis auf und zeigt, wie dieses Prinzip und
die damaligen Reformgedanken 45 Jahre später, unter den aktuellen
gesellschaftlichen Bedingungen, heute weitergeführt werden können. Mit Daten
und Fakten, Geschichten aus dem Versorgungsalltag und Kurzinterviews wird aus
trialogischer Sicht das Ziel einer modernen Psychiatrie gezeichnet, die sich im
Spannungsfeld zwischen sozialer Lebenswelt, Menschenrechten, gesellschaftlicher
Teilhabe und Inklusion bewegt. Deutlich wird, dass medizinische und
therapeutische Unterstützungsangebote auf allen Ebenen mit Betroffenen und
Angehörigen abzustimmen sind. „Deshalb fordern wir auch die Einrichtung eines
ständigen trialogischen Beirats, der das BMG berät. Auch wenn in den letzten
Jahrzehnten schon viel erreicht wurde, was Teilhabe und Antistigma-Arbeit
angeht, wollen wir in diesem DGPPN-Dossier herausstellen, dass
gesellschaftliche Eingliederung ohne Trialog, also den Einbezug von Betroffenen
und Angehörigen auf allen Ebenen der Planung und Umsetzung therapeutischer
Hilfen, auch in Zukunft nicht möglich ist“, so DGPPN-Präsident Andreas Heinz.

Das DGPPN-Dossier „Trialogische Perspektiven“ bildet die Grundlage für das
heute startende dreitägige DGPPN-Hauptstadtsymposium und steht aktuell als
Download bereit. Die Papierform ist in Kürze ebenfalls verfügbar und kann jetzt
schon per E-Mail an sekretariat@dgppn.de bei der DGPPN-Geschäftsstelle
angefordert werden.

Quelle: DGPPN, 27.10.2020

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erschienen am Dienstag, 27.10.2020
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