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Psychische Erkrankungen waren 2019 Behandlungsanlass für 5,2 % aller vollstationären Krankenhausaufenthalte

Psychische Erkrankungen waren 2019 Behandlungsanlass für 5,2 % aller vollstationären Krankenhausaufenthalte (Statistikamt Sachsen-Anhalt).

2019 wurden bundesweit 14 130 Patientinnen und 17 822 Patienten aus Sachsen-​Anhalt mit psychischen und Verhaltensstörungen in Krankenhäusern behandelt. Wie das Statistische Landesamt anlässlich des Internationalen Tages der seelischen Gesundheit...

2019 wurden bundesweit 14 130 Patientinnen und 17 822 Patienten aus Sachsen-​Anhalt mit psychischen und Verhaltensstörungen in Krankenhäusern behandelt. Wie das Statistische Landesamt anlässlich des Internationalen Tages der seelischen Gesundheit am 10. Oktober mitteilt, machten diese insgesamt 5,2 %
aller vollstationär versorgten Patientinnen und Patienten und 16,7 % aller
Berechnungs-​ und Belegungstage aus. Während ein durchschnittlicher
Klinikaufenthalt bei 7,2 Tagen lag, wurden Erkrankte mit psychischen und
Verhaltensstörungen im Schnitt 23,0 Tage in Krankenhäusern versorgt.

Unter den Männern mit psychischen und Verhaltensstörungen waren überwiegend
Suchterkrankungen von Bedeutung. Hier wurden 8 929 Patienten gezählt, darunter
7 052 Männer mit Alkoholproblemen. Bei den Frauen waren dagegen nur 2 714
Behandlungen wegen Suchterkrankungen notwendig, darunter 2 065 wegen
Alkoholismus. Die durchschnittliche Verweildauer betrug bei Suchterkrankungen
10,5 Tage, bei Alkohol 9,3 Tage.

Bei den Frauen waren unter den psychischen und Verhaltensstörungen die
affektiven Störungen, Phobien und andere Angststörungen sowie die Reaktionen
auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen von größerer Bedeutung. 2019
wurden 3 656 Frauen wegen affektiven Störungen in einer Klinik behandelt,
darunter 3 398 wegen Depressionen. Männer waren etwas weniger von affektiven
Störungen betroffen (2 179 Patienten). Die durchschnittliche Verweildauer von
Patientinnen und Patienten mit Depressionen lag bei 38,6 Tagen. Wegen schweren
Belastungen und Anpassungsstörungen wurden 982 Frauen klinisch behandelt. Deren
Verweildauer betrug im Schnitt 19,0 Tage. Weitere 712 Patientinnen mussten
wegen Phobien und anderen Angststörungen klinisch behandelt werden. Die
durchschnittliche Verweildauer betrug hier 26,6 Tage.

Oft folgen nach einem Krankenhausaufenthalt psychisch erkrankter Menschen
Aufenthalte in Vorsorge-​ und Rehabilitationseinrichtungen. 2019 wurden
insgesamt 5 653 Einwohnerinnen und 2 379 Einwohner Sachsen-​Anhalts
durchschnittlich 35,5 Tage (30,9 Tage bei Frauen und 46,2 Tage bei Männern) in
solchen Einrichtungen 2019 behandelt. Deren Anteil an allen Behandlungen betrug
14,0 %. Die durchschnittliche Verweildauer aller Patientinnen und Patienten
betrug dagegen nur 25,5 Tage.

Suchterkrankungen spielen in Vorsorge-​ und Rehabilitationseinrichtungen eine
geringere Rolle. Hier wurden 222 Frauen und 660 Männer durchschnittlich 88,0
Tage stationär behandelt. Aufgrund einer Depression waren 1 698 Frauen und 479
Männer im Schnitt 34,7 Tage in einer solchen Einrichtung.

Psychische Störungen sind häufig Auslöser für versuchte als auch für vollendete
Suizide. Im 2019 begingen 87 Einwohnerinnen und 253 Einwohner Sachsen-​Anhalts
Suizid. Davon war 1/3 über 75 Jahre alt.

Weitere Informationen zum Thema Gesundheitswesen finden Sie im Internetangebot
des Statistischen Landesamtes Sachsen-​Anhalt.

Quelle: Statistikamt Sachsen-Anhalt, 08.10.2021

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erschienen am Freitag, 08.10.2021