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Hirslanden-Gruppe schaut auf ein herausforderndes Geschäftsjahr zurück

Hirslanden-Gruppe schaut auf ein herausforderndes Geschäftsjahr zurück (Pressemitteilung).

Die Hirslanden-Gruppe schaut auf ein herausforderndes Geschäftsjahr zurück. Dieses stand ganz im Zeichen der Covid-19-Pandemie. Bei der Bekämpfung der Pandemie hat die Hirslanden-Gruppe von Beginn an eine tragende Rolle gespielt...

Die Hirslanden-Gruppe schaut auf ein herausforderndes Geschäftsjahr zurück. Dieses stand ganz im Zeichen der Covid-19-Pandemie. Bei der Bekämpfung der Pandemie hat die Hirslanden-Gruppe von Beginn an eine tragende Rolle gespielt und eng mit Behörden und anderen Spitälern
zusammengearbeitet. Trotz Covid-19 hat Hirslanden die eingeschlagene Strategie konsequent weiterverfolgt. Deren Umsetzung hat durch die Pandemie teilweise gar eine Beschleunigung erfahren.

Das zurückliegende Geschäftsjahr der Hirslanden-Gruppe (1. April 2020 bis 31.
März 2021) war geprägt durch das Engagement im Kampf gegen die
Covid-19-Pandemie.

Die Kliniken der Gruppe betreuten im Geschäftsjahr 20/21 insgesamt 107 401
stationäre Patientinnen und Patienten, davon waren 1 249 an Covid-19 erkrankt.
Darunter gehörten 266 zu den Patientinnen und Patienten mit schweren
Covid-19-Verläufen, die eine intensivmedizinische Behandlung erforderten, in
188 Fällen war eine künstliche Beatmung notwendig. Die Untersagung von nicht
dringlichen elektiven Eingriffen führte im ersten Halbjahr zu einem Rückstau
von Eingriffen, der während dem zweiten Halbjahr aufgrund der pandemiebedingten
hohen intensivmedizinischen Auslastung nicht in allen Kliniken vollständig
abgebaut werden konnte.

Hirslanden hat schweizweit acht Covid-19-Impfzentren aufgebaut – darunter in
der Messe Zürich eines der grössten der Schweiz mit einer Kapazität von 4 000
Impfungen pro Tag, die weiter ausgebaut wird. In den Hirslanden-Impfzentren
wurden bisher insgesamt über 200 000 Covid-19-Impfungen verabreicht.

Sieben Kantone haben Hirslanden mit dem repetitiven Testen in Unternehmen und
Schulen beauftragt. Ziel des repetitiven Testens ist es, asymptomatische
Covid-19-Infektionen früh zu erkennen, Infektionsketten vorzeitig zu
unterbrechen und Quarantänezeiten zu reduzieren. Hirslanden hat mit «Together
We Test» eine Informatik- und Logistikplattform entwickelt, über die sich die
Prozesse des repetitiven Testens abwickeln lassen. Knapp 1 000 000
Speichel-Tests wurden bereits über die Plattform versendet.

Covid-19 als Beschleuniger der Strategieumsetzung
Als schweizweiter Gesundheitsdienstleister entwickelt Hirslanden zusammen mit
öffentlichen und privaten Partnern eine integrierte medizinische Versorgung
entlang des gesamten Lebensweges, das sogenannte «Continuum of Care». Hierzu
gehören nebst der Therapie die Prävention, Beratung, Nachsorge sowie
medizinische Diagnostik. Hirslanden setzt dabei vermehrt auch auf digitale
Angebote und auf medizinische Services «at home».

«Die Covid-19-Pandemie hat zu einer beschleunigten Umsetzung der
eingeschlagenen Strategie geführt», sagt Daniel Liedtke, CEO der
Hirslanden-Gruppe. Während der Pandemie hat Hirslanden beispielsweise eine
24/7-Beratungslinie rund um Covid-19 realisiert und diese sowohl Kundinnen und
Kunden als auch den eigenen Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt. Die guten
Erfahrungen damit haben Hirslanden dazu ermutigt, den digitalen Bereich weiter
voranzutreiben und mit der Einführung einer App − in einem ersten Schritt vor
allem für Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und Eltern − Unterstützung zu
bieten. Die App beinhaltet eine Chatfunktion, in der Hebammen und Kinderärzte
mit Rat zur Seite stehen. Darüber hinaus hat sich Hirslanden an DomoSafety
beteiligt, einem führenden Unternehmen auf dem Gebiet der digitalen Gesundheit
und Entwicklung innovativer Lösungen in den Bereichen Sicherheit,
Patientenbegleitung und Entscheidungshilfe im Umfeld der Pflege zu Hause.

Auch das partnerschaftliche Element der Hirslanden-Strategie wurde im Kampf
gegen die Covid-19-Pandemie gefördert. «Die durch die Pandemie intensivierte
Zusammenarbeit mit Behörden, anderen Spitälern und Partnern haben wir als
äusserst positiv erlebt», sagt Daniel Liedtke. So ist Hirslanden im
zurückliegenden Geschäftsjahr langfristige Kooperationen mit den Spitälern
Schaffhausen, dem See-Spital sowie dem Spital Lachen eingegangen. Ebenso hat
Hirslanden auf partnerschaftlicher Basis zusammen mit Medbase und Helsana ein
neues Versicherungsprodukt entwickelt, das eine kundenorientierte Verknüpfung
ambulanter und stationärer Leistungen ermöglicht.

Die Bereiche Diagnostik und Prävention – wichtige Pfeiler im integrierten
Versorgungsmodell − haben im vergangenen Geschäftsjahr ebenfalls einen Ausbau
erfahren. Im Rahmen des Programms «Hirslanden Precise» bietet Hirslanden seit
Februar dieses Jahres zusätzliche genetische Analysen inklusive
humangenetischer Beratung an. In einer ersten Phase konzentriert sich das
Angebot auf Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen sowie die personalisierte
Arzneimitteltherapie. Weitere Analyseangebote werden in diesem Jahr folgen.

Schliesslich wurde der Ausbau der integrierten Versorgung durch die
Inbetriebnahme des ambulanten Operationszentrums in Schuppis St. Gallen weiter
vorangetrieben. Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat Hirslanden zudem
beschlossen, über die nächsten Jahre in die «Hub»-Standorte Aarau und Luzern
mehr als 200 Millionen CHF direkt zu investieren. Diese beiden strategisch
wichtigen Projekte umfassen neue Infrastrukturen und werden das Angebot an
spezialisierten stationären und ambulanten medizinischen Dienstleistungen
stärken.

Robuste Geschäftszahlen
Die Hirslanden-Gruppe hat in der Covid-19-Pandemie operative und finanzielle
Widerstandsfähigkeit bewiesen, obwohl das erste Halbjahr insbesondere im April
2020 durch die Untersagung von nicht dringlichen elektiven Eingriffen und das
zweite Halbjahr aufgrund pandemiebedingter intensivmedizinischer Engpässe
erheblich beeinträchtigt war.

Im Geschäftsjahr 20/21 musste Hirslanden beim EBITDA aufgrund der
Covid-19-bedingten Ertragsausfälle und Mehraufwendungen im Vergleich zum
Vorjahr eine Einbusse von rund 34 Millionen CHF hinnehmen. Die EBITDA-Marge
liegt bei immer noch robusten 15 Prozent.

Hirslanden hat trotz der Covid-19-Pandemie Kredite abbauen können sowie eine
fällige Anleihe in Höhe von 145 Millionen CHF erfolgreich am Markt refinanziert
− zu deutlich besseren finanziellen Konditionen.

Situation für Mitarbeitende in Spitälern herausfordernd
Für die Gesundheitsfachleute, die in der Covid-19-Pandemie an vorderster Front
stehen, war das zurückliegende Jahr besonders herausfordernd. Nebst der
persönlichen Belastung stellte die tägliche Planung der verfügbaren
intensivmedizinischen Kapazitäten während der zweiten Covid-19-Welle eine
weitere Herausforderung dar. Aber auch für die in der Administration tätigen
Mitarbeitenden war die fortdauernde Home-Office-Pflicht beeinträchtigend.

Um der speziellen Belastungssituation der Mitarbeitenden Rechnung zu tragen,
hat Hirslanden im vergangenen Jahr während der anfänglich notwendigen
Kurzarbeit die Löhne zu 100% ausbezahlt und im Verlaufe der Pandemie ein
Corona-Care-Kit entwickelt. Dieses beinhaltet nebst einer 24/7-Beratungslinie
regionale Care-Teams in den Kliniken vor Ort sowie Online-Selbsthilfemodule zur
Stärkung der Resilienz und zur Stressbewältigung.

Die Hirslanden-Gruppe dankt allen Mitarbeitenden sowie den Ärztinnen und Ärzten
für das aussergewöhnliche Engagement während dieser Pandemie. «Ich habe noch
nie solch bewegende Dankesschreiben von Patientinnen und Patienten wie in
diesem Jahr bekommen. Mein Stolz und mein herzlicher Dank gilt allen unseren
Mitarbeitenden sowie Partnerärztinnen und -ärzten für die unermüdliche Arbeit
und den enormen Einsatz im zurückliegenden Jahr», sagt Daniel Liedtke.

Über Hirslanden
Die Hirslanden-Gruppe umfasst 17 Kliniken in 10 Kantonen, viele davon mit einer
Notfallstation. Sie betreibt zudem 4 ambulante Operationszentren, 17
Radiologie- und 5 Radiotherapieinstitute. Gemeinsam mit den öffentlichen und
privaten Kooperationspartnern konzentriert sich Hirslanden auf das Continuum of
Care und die Förderung einer qualitativ hochstehenden, verantwortungsbewussten,
vom einzelnen Menschen selbstbestimmten und effizienten integrierten
Gesundheitsversorgung. Die Gruppe zählt 2 314 Partnerärztinnen und Partnerärzte
sowie 10 711 Mitarbeitende, davon 479 angestellte Ärztinnen und Ärzte.
Hirslanden ist das grösste medizinische Netzwerk der Schweiz und weist im
Geschäftsjahr 2020/21 einen Umsatz von 1 796 Mio. Franken* aus. Per Stichtag
31.3.2021 wurden in der Gruppe 107 401 Patientinnen und Patienten an 461 004
Pflegetagen stationär behandelt. Der Patientenmix setzt sich aus 51 %
grundversicherten Patientinnen und Patienten, 28.8 % halbprivat und 20.2 %
privat Versicherten zusammen.

Hirslanden steht für erstklassige medizinische Qualität, gewährleistet durch
hoch qualifizierte Fachärztinnen und Fachärzte mit langjähriger Erfahrung. Die
Gruppe differenziert sich im Markt als Systemanbieter: interdisziplinäre
medizinische Kompetenzzentren und spezialisierte Institute ermöglichen eine
optimale und individuelle Behandlung auch hochkomplexer Fälle. Die
Hirslanden-Gruppe formierte sich 1990 aus dem Zusammenschluss mehrerer Kliniken
und ist seit 2007 Teil der internationale Spitalgruppe Mediclinic International
plc, die an der Londoner Börse kotiert ist.

* inkl. CHF 12.6 Mio. kantonale COVID-19-Entschädigungen

Quelle: Pressemitteilung, 26.05.2021

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erschienen am Mittwoch, 26.05.2021