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Schweiz Gesundheitsstatistik 2019

Gesundheit in der Schweiz: Alle Kennzahlen auf 80 Seiten - Gesundheitsstatistik 2019 (Bundesamt f. Statistik, PDF, 241 kB).

Im Jahr 2017 gaben 26% der Bevölkerung an, an ihrem Wohnort verkehrsbedingten Störungen ausgesetzt zu sein. In der ersten Hälfte der 2010er-Jahre erkrankten jährlich nahezu 40 500 Personen an Krebs....

Im Jahr 2017 gaben 26% der Bevölkerung an, an ihrem Wohnort verkehrsbedingten Störungen ausgesetzt zu sein. In der ersten Hälfte der 2010er-Jahre erkrankten jährlich nahezu 40 500 Personen an Krebs. Gleichzeitig nahm aber die Sterblichkeit durch diese Krankheit ab. 2017 wurden in der
Gesundheitsversorgung knapp 326 000 Beschäftigte in Vollzeitäquivalenten
gezählt, davon 165 000 im Spitalbereich. Dies sind einige Ergebnisse aus der
Synthesepublikation zur Gesundheit, die heute vom Bundesamt für Statistik (BFS)
veröffentlicht wird.

Diese Publikation erscheint alle fünf Jahre und bietet einen Überblick über
alle verfügbaren Daten zur Gesundheit in der Schweiz in vier Hauptbereichen:
Gesundheitszustand der Bevölkerung, Einflussfaktoren, Gesundheitsversorgung
sowie Gesundheitsausgaben und deren Finanzierung. Über 130 Grafiken und Karten
dienen der Veranschaulichung. Darüber hinaus bieten vier Infografiken eine
visuelle Übersicht über die Hauptthemen der Publikation. Nachfolgend werden
einige der Ergebnisse vorgestellt.

Jede vierte Person fühlt sich durch Verkehr gestört

Im Jahr 2017 gaben 26% der Bevölkerung an, an ihrem Wohnort verkehrsbedingten
Störungen ausgesetzt zu sein. Am häufigsten erwähnt wurde Strassenverkehrslärm,
den 17% der Befragten als störend empfanden. 14% beklagten sich zudem über Lärm
von nicht zum eigenen Haushalt gehörenden Personen. Strahlung, insbesondere von
Antennen oder Stromleitungen, wurde von 4% der Bevölkerung genannt. Diese
Anteile sind vergleichbar mit 2012 und rückläufig gegenüber 2007.

Nahezu ein Zehntel der 15- bis 24-Jährigen hat im letzten Monat Cannabis
konsumiert

9% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 bis 24 Jahren gaben 2017
an, im letzten Monat Cannabis konsumiert zu haben. Junge Männer taten dies mit
12% doppelt so häufig wie junge Frauen (6%). Zehn Jahre zuvor, 2007, gab es in
dieser Altersklasse weniger regelmässige Cannabiskonsumentinnen und
-konsumenten (6%). Demgegenüber gaben 27% der 15- bis 24-Jährigen 2017 an, sich
mindestens einmal pro Monat einen Rausch anzutrinken. Auch hier war der Anteil
bei den jungen Männern höher als bei den jungen Frauen (30% gegenüber 24%).

Krebserkrankungen nehmen zu, Sterblichkeit geht zurück

Im Zeitraum 2011–2015 erkrankten jährlich nahezu 40 500 Personen an Krebs (18
680 Frauen und 21 800 Männer). Dies entspricht rund 2000 Fällen mehr als fünf
Jahre davor. Der Anstieg ist in erster Linie auf die Bevölkerungsentwicklung
zurückzuführen, die sich durch ein starkes Wachstum bei den älteren Menschen
auszeichnet. Das Krebsrisiko ist hingegen nicht angestiegen.

Im Gegenteil: Das Risiko, an Krebs zu sterben, ist sogar zurückgegangen.
Innerhalb von 30 Jahren ist die standardisierte Sterberate bei den Frauen um
27% und bei den Männern um 37% gesunken. Mit anderen Worten ist das Risiko für
eine Frau, an Krebs zu sterben, heute um ein Viertel tiefer als für eine Frau
der gleichen Altersklasse vor 30 Jahren. Bei den Männern macht der Unterschied
sogar über ein Drittel aus.

Nahezu 326 000 Beschäftigte in der Gesundheitsversorgung

In den Spitälern, Alters- und Pflegeheimen, Arztpraxen und Spitex-Diensten
waren 2017 insgesamt 325 908 Beschäftigte in Vollzeitäquivalenten tätig. Die
Spitäler alleine beschäftigten 117 134 Frauen und 47 828 Männer, was 164 964
Vollzeitäquivalenten entspricht.

Die Beschäftigung in den Spitälern ist seit 2002 um 37,5% gewachsen, die
Hospitalisierungen dagegen lediglich um 27,6%. Die Beschäftigungszunahme in
Spitaleinrichtungen ist unter anderem auf die intensiveren stationären
Behandlungen sowie auf die wachsende Anzahl ambulanter Be-handlungen in
Spitälern zurückzuführen.

1,46 Millionen Hospitalisierungen und 4 Millionen ambulante Behandlungen in
Spitälern

2017 wurden in den Schweizer Spitälern 1 468 242 Hospitalisierungen
registriert. 86,5% der Pati-entinnen und Patienten erhielten somatische
Akutpflege infolge eines Unfalls oder einer akuten Krankheit. Die Kosten für
eine solche Behandlung beliefen sich auf 2235 Franken pro Tag. 7,7% der
hospitalisierten Personen wurden in der Rehabilitation oder Geriatrie behandelt
und 5,8% in der Psychiatrie. Im gleichen Jahr nahmen mehr als 4 Millionen
Patientinnen und Patienten ambulante Spitalleistungen in Anspruch, d.h.
Pflegeleistungen, Untersuchungen oder therapeutische Mass-nahmen. Für diese
Leistungen wurden insgesamt 6,9 Milliarden Franken in Rechnung gestellt.

Ein Fünftel der Ausgaben für über 80-Jährige

Im Jahr 2017 wurden 20% der gesamten Gesundheitsausgaben für Personen über 80
Jahren getätigt. Diese Altersklasse macht knapp 5% der Bevölkerung aus, doch
ein grosser Teil der Gesundheitskosten fällt unabhängig vom Alter in den
letzten Lebensmonaten an. Nahezu 60% der im Jahr 2017 Verstorbenen waren älter
als 80 Jahre. Frauen verursachten 56,3% und Männer 43,7% der Gesundheitskosten.
Dieser Unterschied lässt sich insbesondere mit den höheren Gesundheitsausgaben
für Frauen im gebärfähigen Alter erklären.

Zusätzliche Informationen finden Sie in der nachfolgenden PDF-Datei.

Quelle: Bundesamt f. Statistik, 29.10.2019

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erschienen am Dienstag, 29.10.2019
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