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Stationäre Spitalkosten steigen auch 2019 nicht weiter an

Stationäre Spitalkosten steigen auch 2019 nicht weiter an (Bundesamt f. Statistik).

Eine Million Menschen suchte im Jahr 2019 für eine stationäre Behandlung ein Schweizer Spital oder Geburtshaus auf. Dies entspricht 12% der Gesamtbevölkerung, was etwa dem Vorjahreswert entspricht. Die Zahl der...

Eine Million Menschen suchte im Jahr 2019 für eine stationäre Behandlung ein Schweizer Spital oder Geburtshaus auf. Dies entspricht 12% der Gesamtbevölkerung, was etwa dem Vorjahreswert entspricht. Die Zahl der stationären Spitalaufenthalte betrug 1,47 Millionen. Zum zweiten Jahr in Folge sind die die Kosten im
stationären Bereich der Spitäler nicht gewachsen. Der
Kostenanstieg im ambulanten Bereich betrug im Jahr 2019 dagegen 4,6% (2018:
3%). Dies sind einige Ergebnisse der neuen Spitalstatistiken des Bundesamtes
für Statistik (BFS).

Im Jahr 2019 wurden 142 Akutspitäler, 17 Geburtshäuser, 50 Psychiatrien, 53
Rehabilitationskliniken und 19 andere Spezialkliniken gezählt. Die 281
Spitalbetriebe verteilten sich schweizweit auf 580 Standorte.

27% der Spitalkosten fallen im ambulanten Bereich an

Der ambulante Spitalbereich verbuchte Kosten von 8,4 Milliarden Franken, der
stationäre Bereich solche von 19,1 Milliarden Franken. Ein stationärer Fall
kostete 2019 im Durchschnitt rund 13 200 Franken und eine ambulante
Konsultation 420 Franken. Dabei wurden 20,1 Millionen ambulante Konsultationen
und Behandlungen für 4,2 Millionen Patienten erbracht, das führte zu 7,4% mehr
ambulanten Leistungen als im Vorjahr.

Am 31.Dezember 2019 arbeiteten 220 960 Personen im Schweizer Spitalsektor. Das
Beschäftigungsvolumen belief sich auf 170 928 Vollzeitäquivalente (VZÄ).

Medizinisch-technische Gerätschaften in den Spitälern

2019 standen den Schweizer Spitälern 215 Magnetresonanztomographen (MRT) zur
Verfügung, mit denen durchschnittlich 3200 Untersuchungen pro Gerät
durchgeführt wurden. Durchschnittlich wurden mit einem MRT in den Schweizer
Krankenhäusern pro Tag 8,9 Untersuchungen getätigt, wovon 7,6 mit ambulanten
Tarifen verrechnet wurden. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den
Computertomographen (CT) mit jeweils 12,9 Untersuchungen pro Tag und einem
ambulanten Anteil von 62%. Die 219 CT-Scanner kamen in den Schweizer Spitälern
1 034 229-mal zum Einsatz. Im Bereich der bildgebenden Verfahren wurden weitere
33 PET-Scanner (Positronen-Emissions-Tomographie), 128 Angiographie-Geräte und
61 Gamma-Kameras gezählt.

Stationäre Spitalaufenthalte für eine Million Personen

Die annähernd 1,5 Millionen stationären Spitalaufenthalte verteilten sich auf
über eine Million Personen. Dies entspricht rund 12% der Gesamtbevölkerung. Die
Anzahl Fälle nahm gegenüber dem Vorjahr um lediglich 0,3% zu, wohingegen die
Anzahl der behandelten Personen deutlicher anstieg (+1,1%). Die Anzahl der
stationär geleisteten Pflegetage erhöhte sich um 0,8% auf 11,7 Millionen. In
den Akutspitälern blieb die durchschnittliche Aufenthaltsdauer konstant bei 6,0
Tagen Aufenthalt pro Fall.

Unfälle als häufigster Hospitalisierungsgrund

Verletzungen durch Unfälle waren wie im Vorjahr der häufigste Grund für eine
Hospitalisierung (190 000 Fälle). Zweithäufigste Ursache – mit leicht sinkender
Tendenz – waren Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, etwa Arthrose, Gelenk-
oder Rückenprobleme (177 000 Fälle). Dies führte zu über 27 500 Eingriffen für
Hüftendoprothesen und über 27 600 Eingriffen für Endoprothesen am Kniegelenk,
dies jeweils für Erstimplantationen und den Ersatz bestehender Prothesen. An
dritter Stelle folgten Erkrankungen des Kreislaufsystems (159 000 Fälle).

Affektive Störungen häufigster Eintrittsgrund in psychiatrischen Kliniken

Über 100 000 Hospitalisierungen erfolgten aufgrund von psychischen oder
Verhaltensstörungen einschliesslich Demenzerkrankungen und Schizophrenie. Mit
über 30 000 Hospitalisierungen waren die affektiven Störungen, im Speziellen
die Depressionen, die grösste Diagnosegruppe. An zweiter Stelle folgen mit rund
23 000 Spitalaufenthalten die Störungen durch psychotrope Substanzen (z.B.
Alkohol: 16 500; Opioide und Kokain: 3000; Cannabinoide und Sedative/Hypnotika:
je ungefähr 900). Zu zwei Dritteln waren Männer betroffen, während bei den
affektiven Störungen die Frauen in der Mehrheit sind.

Ein Drittel der Geburten sind Kaiserschnitte

Insgesamt kamen in den Geburtsabteilungen der Spitäler und Geburtshäuser über
85 000 Kinder zur Welt – davon etwas mehr als 27 000 per Kaiserschnitt, was
einer Rate von 32,0% entspricht, 0,1% weniger als im Vorjahr.

Zusätzliche Informationen finden Sie in der nachfolgenden PDF-Datei.

Download Medienmitteilung
Stationäre Spitalkosten steigen auch 2019 nicht weiter an
(PDF, 3 Seiten, 209 kB)

Quelle: Bundesamt f. Statistik, 20.11.2020

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erschienen am Freitag, 20.11.2020