Ausfallfonds für unversicherte Patienten gefordert
Rheinland-Pfalz: Krankenhausgesellschaft fordert Behandlungsfonds für nicht versicherte Patienten (SWR).
Die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz schätzt den jährlichen Forderungsausfall für die Kliniken im Land insgesamt durch unversicherte Patienten auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.
Kliniken in Rheinland-Pfalz fordern Ausfallfonds für unversicherte Patienten
Trier, 4.9.2026, 6:30 Uhr
Durch unversicherte Patienten und die resultierenden Erlösausfälle entstehen den Krankenhäusern jährlich zweistellige Millionenbeträge an Defiziten.
Der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz fordert einen Ausfallfonds, aus dem Behandlungen für Patienten mit unklarem oder fehlendem Versicherungsschutz finanziert werden.
Die Kliniken versuchen derzeit mit eigenem Personal zu klären, ob Patienten Anspruch auf eine Krankenversicherung haben, und wenden sich dafür an Sozialämter, Asylbehörden oder ausländische Versicherungen.
Dieser zusätzliche Verwaltungsaufwand bindet nach Schröders Worten Mittel, die sonst in medizinisches Personal fließen könnten.
Schröder fordert von der Politik einen Bürokratieabbau sowie schnellere Antragsverfahren und schlägt vor, dass Ämter künftig in Vorleistung gehen, statt das wirtschaftliche Risiko den Kliniken zu überlassen.
Solange die Klärung des Versicherungsstatus allein bei den Krankenhäusern liegt, dürfte sich das geforderte Absichern über einen Ausfallfonds vor allem als Frage der politischen Priorisierung erweisen, die technische Umsetzung ist sicher das kleiner Problem.
