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Bundesgesundheitsminister: Krankenhaus-Reformen weiter notwendig myDRG Stellenmarkt Gesundheitswesen

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Bundesgesundheitsminister: Krankenhaus-Reformen weiter notwendig

Bundesgesundheitsminister: Krankenhaus-Reformen weiter notwendig (Pressemitteilung).

Herr Spahn, am Freitag ist der Tag des Verzeihens. Sie haben gesagt, wir werden in der Corona-Krise einander viel verzeihen müssen. Haben Sie schon jemandem verziehen? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: Ja....

[...] Die deutschen Kliniken ziehen aus Ihrem Lob den Schluss, es brauche weiter alle 2000 Krankenhäuser. Dabei sind sich alle Experten einig, dass wir zu viele kleine, vergleichsweise schlecht ausgestattete Kliniken haben. Soll alles beim Alten bleiben?

Das wäre eine zu schnelle und vor allem zu bequeme Schlussfolgerung. Man muss
das differenzierter betrachten. Unsere hohe Zahl an Intensivbetten hat sich
bewährt. In der Krise hat sich gezeigt, dass wir gute Konzepte für die
regionale Versorgung brauchen, gerade bei den Krankenhäusern. Es muss
Maximalversorger geben mit klar definierten Aufgaben, auch für den Fall einer
Pandemie, und drumherum in der Fläche ein aufeinander abgestimmtes Angebot. Es
kann nicht mehr jedes Krankenhaus alles machen.

Zur Neuaufstellung des Gesundheitssystems gehört sicher auch die Vorbereitung
auf neue Pandemien. Kann man da in Zukunft tatsächlich mit allem Nötigen
bevorratet sein?

Eine hundertprozentige Vorbereitung gibt es nicht. Es wird in jeder Krise etwas
geben, was man nicht vorhersehen konnte. Für Schutzmasken und Schutzmaterialien
bauen wir jetzt eine nationale Reserve auf.

Müssen wir dafür wirklich die Herstellung nach Europa verlagern? Das ist doch
ein Cent-Produkt, das hier gar nicht wirtschaftlich produziert werden kann.

Wir haben nun mal erlebt, dass dieses Cent-Produkt auf einmal mehrere Euro
kosten kann und zwar als Einzelmaske und nicht im Fünferpack.

Sie müssten aber dafür sorgen, dass diese Maskenhersteller kontinuierlich mit
Gewinn produzieren können. Das heißt, diese Masken werden teurer sein als das
Angebot aus China.
[...]

Quelle: Pressemitteilung, 22.06.2020

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erschienen am Dienstag, 23.06.2020
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