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Bundesweite Protestaktionen: ver.di fordert bedarfsgerechte Personalvorgaben in der Krankenhauspflege

Bundesweite Protestaktionen: ver.di fordert bedarfsgerechte Personalvorgaben in der Krankenhauspflege (Pressemitteilung).

In der dritten Welle der Corona-Pandemie verschärft sich die ohnehin bestehende Überlastung des Krankenhauspersonals weiter. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) befürchtet vor diesem Hintergrund, dass sich die Flucht aus den Pflegeberufen...

In der dritten Welle der Corona-Pandemie verschärft sich die ohnehin bestehende Überlastung des Krankenhauspersonals weiter. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) befürchtet vor diesem Hintergrund, dass sich die Flucht aus den Pflegeberufen noch verstärken könnte. Pflegepersonen brauchen jetzt
das klare Signal der politisch Verantwortlichen, dass sich ihre Arbeitssituation absehbar verbessert“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler aus Anlass der heute stattfindenden Bundestagsanhörung zum
„Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung“. Doch mit dem
vorliegenden Entwurf sei weiterhin keine Entlastung in Sicht. „Die
Beschäftigten in der Pflege verlangen endlich die Einführung bedarfsgerechter
Personalvorgaben in der Krankenhauspflege. Dieses elementare Thema darf nicht
weiter ausgesessen werden“, erklärte Bühler. „Für ihre Forderungen nach mehr
Personal und Entlastung machen sich Beschäftigte heute bundesweit mit Aktionen
vor den Kliniken stark.“

Im Auftrag der von der Bundesregierung initiierten Konzertierten Aktion Pflege
hatten die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Deutsche Pflegerat und ver.di
bereits vor über einem Jahr die PPR 2.0 vorgelegt. Das Instrument zur
Personalbemessung in der Krankenhauspflege kann kurzfristig in Kraft gesetzt
werden, um eine bedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen und die
Arbeitsbedingungen zu verbessern. Doch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
(CDU) hat bislang keine Schritte unternommen, es auf den Weg zu bringen. „Dies
ist Spahns letzte Chance“, betonte Bühler mit Blick auf die zu Ende gehende
Legislaturperiode. „Wenn er nicht als Meister der leeren Versprechungen gelten
will, muss der Gesundheitsminister jetzt liefern. Die Geduld der
Klinikbeschäftigten ist aufgebraucht. Sie lassen sich nicht länger von der
Bundesregierung auf den Sankt-Nimmerleins-Tag vertrösten.“

Mit einer Foto-Aktion vor verschiedenen Krankenhäusern unterstreichen
Beschäftigte ihre Forderungen. „Seit Jahren weisen die Kolleginnen und Kollegen
immer wieder darauf hin, dass sie überlastet sind und die Versorgungsqualität
leidet“, sagte die Gewerkschafterin. „Klinikbeschäftigte haben appelliert,
protestiert und auch gestreikt. Jetzt fordern sie vom Gesetzgeber verbindliche
und wirksame Maßnahmen. Ganz vorne steht dabei die Einführung der PPR 2.0.“

Quelle: Pressemitteilung, 12.04.2021

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erschienen am Dienstag, 13.04.2021