DAK-Pflegereport 2026





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DAK-Pflegereport 2026

Pflegereform: Weichenstellung für eine zukunftsfeste Pflege? (DAK, PDF, 40 MB).



Der DAK-Pflegereport 2026 zeigt ein alarmierendes Bild: Das Vertrauen der Bevölkerung in das Pflegesystem ist äußerst gering – viele nehmen es als schlecht, ungerecht und überfordernd wahr, während die Skepsis gegenüber einer gelingenden Pflegereform groß ist.



DAK-Pflegereport 2026: Vertrauen in die Pflegeversicherung droht wegzubrechen

Hamburg, 02.07.2026

Zwei Allensbach-Bevölkerungsbefragungen begleiteten die Arbeit der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Zukunftspakt Pflege – eine während der Diskussionsphase, eine nach Vorstellung der Reformroadmap.

Eine Routinedatenanalyse von OptiMedis auf Basis von DAK-Versichertendaten zeigt Zusammenhänge zwischen Krankenhausaufenthalten und erhöhten Pflegebedarfen sowie vorhandene Präventionspotenziale.

In einem AGP-Perspektivworkshop mit Vertreterinnen aus Landespolitik, Kommunen und Forschung wurden die Reformvorschläge der Bund-Länder-Kommission auf ihre Anschlussfähigkeit geprüft.

Die Bevölkerung ist laut Report grundsätzlich bereit, Einschnitte mitzutragen – aber nur, wenn diese Teil einer strukturell überzeugenden Reform sind, die die Pflegeversicherung auf ein stabiles Fundament stellt.

Die GKV-Routinedaten verweisen darauf, dass eine Pflegereform nicht isoliert gedacht werden kann, sondern mit GKV-, Notfall- und Krankenhausreform verzahnt werden muss.

Der Report erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem das politische Momentum für eine echte Pflegereform denkbar ungünstig ist: Das Bundeskabinett hat das GKV-Stabilisierungsgesetz gerade erst unter erheblichem Zeitdruck durch Bundestag und Bundesrat gebracht, während die Pflegereform parallel angekündigt, aber noch nicht beschlossen ist.

Dass die Bevölkerung laut Allensbach trotz Reformskepsis Bereitschaft zur Belastungsakzeptanz signalisiert, ist eine knappe politische Ressource, die sich schnell verbraucht – jede gescheiterte oder halbherzige Reform erhöht das Misstrauen weiter.

Der Hinweis auf präventive Ansätze zur Vermeidung höherer Pflegebedarfe nach Krankenhausaufenthalten ist dabei ein unterschätzter Hebel: Wenn ein erheblicher Anteil des Pflegebedarfs durch besseres Entlass- und Übergangsmanagement nach stationären Aufenthalten vermeidbar oder verzögerbar wäre, wäre das eine Maßnahme, die gleichzeitig GKV, Pflegeversicherung und Krankenhaussystem entlasten könnte – ohne dass dafür neue Beiträge nötig wären.

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