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DBfK Nordwest rügt Dortmunder Kliniken für den Antrag auf Aussetzung der Pflegepersonaluntergrenzen

DBfK Nordwest rügt Dortmunder Kliniken für den Antrag auf Aussetzung der Pflegepersonaluntergrenzen (DBfK).

„Die Qualität der pflegerischen Versorgung muss in den Mittelpunkt des strategischen Krankenhausmanagements rücken“, fordert Martin Dichter, Vorsitzender des DBfK Nordwest e.V., als Reaktion auf einen offenen Brief von fünf Dortmunder...

„Die Qualität der pflegerischen Versorgung muss in den Mittelpunkt des strategischen Krankenhausmanagements rücken“, fordert Martin Dichter, Vorsitzender des DBfK Nordwest e.V., als Reaktion auf einen offenen Brief von fünf Dortmunder Klinikgeschäftsführungen. Diese
hatten zuvor eine Aussetzung der Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) für den Dortmunder Raum gefordert, da sie die durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erlassenen Mindestpersonalbesetzungen für Intensivstationen zum 01.01.2019 nicht einhalten
könnten.

„Es ist in der Vergangenheit zur Gewohnheit kaufmännischer Klinikdirektoren
geworden, der Pflegepersonalausstattung erst Aufmerksamkeit zu schenken, wenn
diese gesetzlich und mit drohenden Sanktionen zu verbessern eingefordert
werden“, so Martin Dichter. „Zu oft knickte die Politik in der Vergangenheit
ein und korrigierte Qualitätsanforderungen nach unten – das darf nicht zur
politischen Gewohnheit werden. Wir müssen uns klaren Herausforderungen stellen
und diese angehen, auch, wenn der Weg dorthin unangenehm wird“. Mit der PpUGV
werden Personaluntergrenzen gefordert, die noch unter den seit Jahren
geforderten Untergrenzen der Fachgesellschaften zurückbleiben und sich an den
schlechtesten 25% der der deutschen Kliniken orientieren. „Manche Kliniken
haben die Forderungen in Pflegepersonal zu investieren schlicht jahrelang
ignoriert, da dies im Zweifel sogar kurzfristig wirtschaftlich war. Da nun
Sanktionen bei Nichteinhalten der Untergrenzen drohen werden plötzlich
Alarmstufe Rot und ‚ethische Dilemmata‘ der Geschäftsführer ausgerufen und sich
paradoxerweise auf die Gefährdung der Versorgungssicherheit berufen. Man muss
auch hier ganz klar sagen: wer nicht rechtzeitig investiert, muss irgendwann
reparieren. Ethische Dilemmata dürfen nicht mehr auf dem Rücken der beruflich
Pflegenden ausgetragen werden. Hier sind wir jedoch angekommen und es ist ganz
klar, dass viele Kliniken in Deutschland in der Vergangenheit zu wenig getan
haben um Pflegepersonal zu gewinnen und im Beruf zu halten, sonst hätten wir
andere Arbeitsbedingungen als sie im Schnitt aktuell vorzufinden sind.“, so
Dichter weiter.

Den vollständigen Kommentar des offenen Briefes finden mit Verweis auf eben
solchen hier.

Quelle: DBfK, 13.11.2018

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erschienen am Mittwoch, 14.11.2018
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